Kann man das noch trinken?

Coliforme Keime im Trinkwasser verunsichern Bürger

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Bis mindestens Anfang Juli sollte das Trinkwasser in Pürgen, Schwifting, Penzing und Weil noch abgekocht werden: Es ist mit coliformen Keimen belastet.

Landkreis – Schon wieder haben die Stadtwerke Landsberg Alarm geschlagen. Der Grund: coliforme Keime. Betraf es Ende Mai die Gemeinden Igling und Hurlach, ist aktuell das Trinkwasser der ‚Pöringer Gruppe‘ – Pürgen, Schwifting, Penzing und Weil – betroffen. Nach den Ursachen wird noch gesucht.

+++ Update vom 1. Juli 2019 +++

Entwarnung in Sachen Trinkwasser! Wie die Stadtwerke heute bekanntgegeben haben, muss das Wasser in Ummendorf, Stoffen, Lengenfeld, Untermühlhausen, Oberbergen, Ramsach, Epfenhausen, Geretshausen, Petzenhausen, Beuerbach und Schwifting nicht mehr abgekocht werden. Achtung: Für den Ortsteil Pestenacker gibt es noch keine Entwarnung! Hier sollte das Wasser weiterhin abgekocht werden. Die Stadtwerke wollen eine weitere Wasserprobe abwarten. 

+++ Ursprüngliche Nachricht vom 25. Juni 2019 +++

Wichtig ist, zwischen coliformen Keimen und E.coli-Bakterien zu unterscheiden. Coliforme Keime sind nur ein Hinweis auf ein Ungleichgewicht und für den Menschen an sich nicht gefährlich. Sie finden sich zum Beispiel im Biofilm des Wassers. Ist in diesem die Balance gestört, können sich jedoch Bakterien wie E.coli vermehren. Und für den Menschen gefährlich werden, indem sie Magen- und Darmerkrankungen auslösen. Gelangen sie ins Blut, können sie zu Lungenentzündung oder sogar zu einer Sepsis führen.

Im aktuellen Fall der ‚Pöringer Gruppe‘ sei nur an einer Stelle „ein einziger“ E.coli gefunden worden, teilt Gerhard Geisler von der Gemeinde Weil mit. Aktuell (Dienstagvormittag) gebe es laut Voruntersuchung gar keine E.coli mehr, lediglich am Pestenacker finde man „nur noch“ koliforme Keime.

„Wir wissen bisher nicht, wie die Keime ins Trinkwasser kommen konnten“, sagt Stadtwerke-Pressesprecherin Katharina Haberling. Es werde aber weiterhin gesucht. Als Ursachen nennt das Umweltbundesamt „witterungsbedingte Einflüsse“ wie Starkregen. Dadurch können beispielsweise mit Dünger belastete Böden in die Gewässer geschwemmt werden. Auch Lecks in Brunnen oder Leitungen sind möglich.

Da zur Entwarnung allerdings drei komplett ‚keimfreie‘ Proben nötig sind, könne frühestens Anfang Juli Entwarnung gegeben werden, teilen die Stadtwerke mit. Vorerst heißt es also: weiter abkochen.

Susanne Greiner

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