+++ Corona-Ticker +++ Inzwischen 44 Todesfälle

Corona im Landkreis Landsberg: Ein weiterer Todesfall

Ein Coronavirus im Blut.
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Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt im Landkreis Landsberg.
  • Susanne Greiner
    vonSusanne Greiner
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Landkreis – Die Inzidenz im Landkreis Landsberg steigt wieder leicht, bleibt aber unter dem Wert 40. Aber auch von Dienstag auf Mittwoch ist ein Mensch aus dem Landkreis Landsberg an den Folgen einer Virusinfektion gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf 44. Nach den bisher sequenzierten Mutationen in der Seniorenunterkunft Windach und der Flüchtlingsunterkunft gibt es keine weiteren Meldungen über gefundene Mutationen.

+++ Mittwoch, 17. Februar +++

• Anzahl der Todesfälle steigt weiter. Heute meldet das RKI für den Landkreis Landsberg 44 Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 gestorben sind - seit gestern ein weiterer Todesfall. Es handele sich um eine ältere Person mit Vorerkrankungen, informiert das Landratsamt.

Innerhalb der letzten sieben Tage haben sich laut RKI im Landkreis 46 Personen neu mit dem Coronavirus infiziert. Die Anzahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner ist wieder auf 38,2 gestiegen.

Momentan befinden sich laut Landratsamt 91 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, in Quarantäne - einer mehr als gestern. Auch die Anzahl der Kontaktpersonen KP 1 in Quarantäne ist mit 114 fast gleichgeblieben.

• Anzahl der Patienten im Klinikum steigt. Momentan meldet das Landratsamt 17 COVID-19-Patienten im Klinikum Landsberg. Das sind sechs Patienten mehr als gestern. Allerdings ist das Klinikum Landsberg ein COVID-19-Klinikum, das auch Patienten aufnimmt, sollten in anderen Kliniken keine Betten mehr frei sein. Vier der 17 Patienten müssen auf der Intensivstation behandelt werden, allerdings wird keiner der vier invasiv beatmet.

+++ Dienstag, 16. Februar +++

• Landratsamt meldet heute insgesamt 43 Todesfälle. Damit wurden von gestern auf heute zwei weitere Landkreisbewohner, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind, gemeldet. Dabei handele es sich um zwei ältere Menschen mit „erheblichen Vorerkrankungen“, meldet Landratsamt-Sprecher Wolfgang Müller.

• Die Inzidenzzahl ist gesunken. Sie steht heute bei 30,8, meldet das Landratsamt. Insgesamt haben sich seit Pandemiebeginn laut Landratsamt 2.901 Menschen mit dem Virus infiziert. Aktuell infiziert und in Quarantäne sind 90 Menschen, als Kontaktpersonen zählt das Landratsamt 116 Menschen.

Im Klinikum hat sich die Situation nicht verändert. Weiterhin liegen dort elf COVID-19-Patienten, drei davon auf der Intensivstation.

• Impfquote im Landkreis im Vergleich zu Gesamt-Bayern niedrig. Laut Landratsamt haben im Landkreis Landsberg bisher 3.374 Menschen eine Erstimpfung erhalten. Das sind gerechnet auf 120.000 Einwohner lediglich 2,81 Prozent. Bayern hat indessen eine Impfquote von 3,59 Prozent, meldet das RKI. Zwar erhält Bayern insgesamt seinen Impfdosenanteil aufgrund der Bevölkerungszahl. Wie viele Impfdosen jedoch die jeweiligen Landkreise erhalten, liegt laut Tagesspiegel auch an anderen Faktoren wie beispielsweise der jeweils aktuellen Inzidenzzahl. Warum die Impfquoten jedoch deutschlandweit so stark variierten, sei letztendlich aufgrund fehlender Daten nicht eindeutig herauszufinden,

+++ Montag, 15. Februar +++

• Zwei weitere Todesfälle: Am Sonntag meldete das Landratsamt 41 Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Landkreis Landsberg an COVID-19 gestorben sind. Bei den zwei weiteren gestorbenen handele es sich um ältere Menschen mit Vorerkrankungen, meldet das Landratsamt.

Die Inzidenzrate meldet das RKI heute bei 35,7. Innerhalb der letzten sieben Tage haben sich laut RKI 43 Personen neu mit dem Coronavirus infiziert.

Aktuell seien 90 Landkreisbewohner mit dem Coronavirus infiziert, meldet das Landratsamt. Als Kontaktpersonen Grad 1 seien 106 Personen in Quarantäne. Im Klinikum Landsberg werden momentan 11 Patienten mit COVID-19 behandelt. Drei davon liegen auf der Intensivstation, müssen aber nicht invasiv beatmet werden.

• Weitere Mutationen bestätigt: Fünf weitere Infektionen mit der SARS-CoV-2 Virusvariante B.1.351 (südafrikanische Variante) wurden nach erfolgter Sequenzierung vom Landratsamt am Samstag bestätigt. Damit stieg die Zahl der mit dieser Virusmutation Infizierten Personen auf 18. Es handele sich dabei um die bereits als Verdachtsfälle untersuchten Personen aus der Seniorenwohngemeinschaft in Windach und der Gemeinschaftsunterkunft. Letztere seien inzwischen aber bereits wieder alle aus der Quarantäne entlassen worden. Bei den Bewohnern und Mitarbeitern der Seniorenwohngemeinschaft ende die Quarantäne in dieser Woche, wenn die Betroffenen symptomfrei sind und ein weiterer negativer PCR Test gemacht worden sei.

• Drei weitere Infektionen mit der britischen Variante: Bei drei weiteren Landkreisbewohnern, die sich bei dem Corona-Ausbruch der Bäckerei Kasprowicz ansteckten, sei ebenfalls die britische Virusvariante B.1.1.7 bestätigt worden, meldet das Landratsamt. Damit erhöhe sich die Gesamtzahl der mit dieser Variante Infizierten im Landkreis auf sechs. Auch dabei handele es sich „um erwartete Bestätigungen von Verdachtsfällen“, so das Landratsamt. Eine Person sei bereits aus der Quarantäne entlassen, zwei Personen befänden sich noch in häuslicher Isolation. Die meisten der Kontaktpersonen seien jedoch mehrfach negativ getestet und aus der Quarantäne entlassen worden.

• Kontaktketten unterbrochen: Das Gesundheitsamt Landsberg sei „optimistisch, dass alle bisher bekannten Infektionsketten mit SARS-CoV-2-Varianten im Landkreis erfolgreich unterbrochen werden konnten, sodass es aus heutiger Sicht zu keinen weiteren Ansteckungen aus diesen Ausbruchsgeschehen gekommen sein dürfte.“

+++ Freitag, 12. Februar +++

• Weiterer Todesfall : Das Landratsamt meldet einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Corona. Es handelt sich um eine „hochbetagte Person mit Vorerkrankungen“. Damit ist die Zahl der Todesfälle im Landkreis Landsberg auf 39 gestiegen.

• Tendenz sinkend: Die 7-Tage-Inzidenz ist von gestern (43,2) auf heute wieder gesunken. Aktuell meldet das Landratsamt 39,9. Infiziert (positiv gestestet) seien 112 Personen. In Quarantäne befinden sich 127 Menschen (KP1). Die Zahl der Genesenen gibt die Kreisbehörde mit „ca. 2.735“ an.

+++ Donnerstag, 11. Februar +++

• Tendenz steigend: Die 7-Tage-Inzidenz ist von gestern (39,9) auf heute wieder gestiegen. Aktuell meldet das Landratsamt 43,2. Aktuell infiziert (positiv gestestet) sind 114 Personen. In Quarantäne befinden sich 150 Menschen (KP1).

• Entspannung im Klinikum: Neun Covid19-Patienten werden derzeit im Klinkum Landsberg behandelt, vier auf der Intensiv- und fünf auf der Normalstation; künstlich beatmet wird zurzeit niemand.

• Mutationen nachgewiesen: Von 14 Fällen mit nachgewiesenen Corona-Mutationen berichtete das Landratsamt gestern. In 13 Fällen handle es sich um die südafrikanische und in einem Fall um die britische Variante.

+++ Dienstag, 9. Februar +++

• Weiterer Todesfall : Das Landratsamt meldet einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Corona. Es handelt sich um eine hochbetagte Person mit Vorerkrankungen. Damit ist die Zahl der Todesfälle im Landkreis Landsberg auf 38 gestiegen.

• Wieder über 50: Die 7-Tage-Inzidenz ist wieder angestiegen und liegt nun bei 54,0. Laut Angaben des Landratsamtes seien heute nachweislich 108 Menschen infiziert (d.h. positiv getestet) und in Quarantäne. Als Kontaktpersonen 1 (KP1) in Quarantäne zählt das Landratsamt 143 Personen. 

• Wieder leicht sinkende Zahlen im Klinikum Landsberg : Momentan befinden sich 12 COVID-19-Patienten im Klinikum. Drei von ihnen sind auf der Intensivstation, eine Person muss beatmet werden . Dass die Zahl wieder gesunken sei, liege auch daran, dass vier der zehn Patienten, die aus der Senioreneinrichtung Windach kamen, wieder entlassen sei, erklärt Wolfgang Müller, Pressesprecher des Landratsamtes Müller.

• Theresienbad - weiterer Bewohner positiv getestet : Im Kreisseniorenheim in Greifenberg ist laut Angabe des Landratsamtes am Sonntag ein weiterer Bewohner positiv auf Corona getestet worden. Über den ganzen Verlauf sind damit acht Bewohner und neun Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Heute werde nochmals eine Reihentestung durchgeführt, so Wolfgang Müller, Pressesprecher des Landratsamtes.

+++ Montag, 8. Februar +++

• Unter 50: Heute meldet das RKI für den Landkreis Landsberg eine 7-Tage-Inzidenz von 48,2. Auch gibt es laut Landratsamt aktuell wieder weniger Infizierte als Ende der Woche. Demnach seien aktuell nachweislich infiziert (d.h. positiv getestet) und in Quarantäne 110 Menschen, meldet das Landratsamt. Als Kontaktpersonen 1 (KP1) in Quarantäne zählt das Landratsamt 141 Personen. Insgesamt gibt es im Landkreis 2.854 positiv Getestete und 37 Todesfälle. Genesen sind circa 2.707 Personen.

• Leicht steigende Zahlen im Klinikum Landsberg : Momentan befinden sich 16 COVID-19-Patienten. Vier davon sind auf der Intensivstation, wovon eine Person beatmet werden muss.

+++ Freitag, 5. Februar +++

• Es geht abwärts: Heute meldet das RKI für den Landkreis Landsberg eine 7-Tage-Inzidenz von 69,8. Damit liegt der Landkreis wieder unter dem deutschlandweitem Durchschnittswert von 79,9 (RKI). Innerhalb der letzten sieben Tage haben sich laut RKI 84 Personen im Landkreis nachweislich neu mit dem Virus infiziert.

Dennoch gibt es laut Landratsamt aktuell wieder mehr Infizierte als gestern. Demnach seien aktuell nachweislich infiziert (d.h. positiv getestet) und in Quarantäne 127 Menschen, meldet das Landratsamt. Als Kontaktpersonen 1 (KP1) in Quarantäne zählt das Landratsamt 164 Personen. 

• Aus dem Klinikum Landsberg konnte ein Patient entlassen werden. Dort sind momentan noch 15 COVID-19-Patienten. Zwei von ihnen sind auf der Intensivstation, wovon einer beatmet werden muss.

Gute Nachrichten aus dem Kreisseniorenheim Theresienbad in Greifenberg: Ein Großteil der Testergebnisse einer Reihentestung vom Mittwoch, bei der das gesamte Personal und alle Bewohner getestet wurden, sei gestern Abend eingetroffen, meldet Wolfgang Müller vom Landratsamt. Und alle Befunde sind negativ.

+++ Donnerstag, 4. Februar +++

• Inzidenz jetzt unter 80 gesunken. Das RKI meldet heute die 7-Tage-Inzidenz von 79, 8. Demnach seien innerhalb der letzten sieben Tage 96 Menschen neu mit dem Virus infiziert worden. Momentan sind laut Landratsamt 120 Personen infiziert und in Quarantäne, als Kontaktpersonen seien 182 Menschen in Quarantäne.

Patient in Buchloe: Bei dem Fall des Patienten aus dem Landkreis, der in die Klinik in Buchloe eingeliefert wurde, gab es gestern auch neue Informationen darüber, warum er nicht ins Klinikum Landsberg gekommen ist: „Unsere Abteilung Innere Medizin war aufgrund von erheblichen Ausfällen des ärztlichen Personals an dem besagten Tag (27. Januar) von 8.40 bis 16 Uhr bei der Rettungsleitstelle abgemeldet“, meldet der Ärztliche Direktor des Klinikums Alexander Schnelke.  Deshalb habe die Rettungsleitstelle das nächstgelegene Krankenhaus aufgesucht. „Dieser Vorgang ist im Krankenhaus-Sektor absolut üblich.“ Das Klinikum Landsberg dürfe natürlich keinen Patienten aufgrund einer Virusmutation abweisen.

Im Klinikum Landsberg befinden sich momentan 16 COVID-19 Patienten. Zwei der Patienten sind auf der Intensivstation, einer der beiden wird beatmet. Darunter seien auch circa sechs Patienten der Windacher Seniorenwohngemeinschaft, von der das Landratsamt bereits am Freitag letzter Woche Infektionen gemeldet hatte. Alle zehn Bewohner, die dort ambulant betreut werden, hatten sich infiziert, zudem sieben der Mitarbeiter, „rund zwei Drittel“, schätzte Pressesprecher des Landratsamtes Wolfgang Müller. Vier der Senioren waren sofort ins Klinikum überwiesen worden. Da sich auch bei einigen der verbleibenden Senioren leichte Symptome gezeigt hätten, eine Betreuung dieser mit den geringen Personalkapazitäten aber kaum möglich sei, habe man diese vorsorglich nun ebenfalls ins Klinikum gebracht, so Müller.

Die Quarantäne der Bewohner in einer Flüchtlingsunterkunft im Landkreis endet voraussichtlich am Wochenende. Laut Müller führe man morgen bei allen neun Bewohnern noch Reihentests durch. Sobald deren negative Ergebnisse vorliegen, könne die Quarantäne beendet werden.

+++ Mittwoch, 3. Februar +++

Zweite Britische Corona-Mutation im Landkreis nachgewiesen. Gestern hat sich bestätigt, dass eine Person aus dem Landkreis Landsberg mit der britischen Mutation des Coronavirus infiziert ist. Die betreffende Person sei seit dem 20. Januar in Quarantäne und zeige keine Symptome, informiert Anna Diem von der Pressestelle des Landratsamtes. Auch die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im Landkreis Landsberg sind seit dem 20. Januar in Quarantäne.

Der erste bestätigte Infektionsfall mit der britischen SARS-CoV-2 Virusvariante wurde im Januar gemeldet und war im Rahmen einer rückwirkenden Untersuchung einer Probe vom Dezember festgestellt worden. Da sich der Indexfall jedoch nicht im Landkreis Landsberg am Lech aufgehalten habe, wurden hier im Landkreis auch keine Kontaktpersonen ermittelt, so Diem. Die Infektionsschutzmaßnahmen, wie z. B eine sorgfältige und rasche Identifikation enger Kontaktpersonen (KP 1), seien dabei die gleichen, wie bei jedem anderen Fall.

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme ist bereits bei Vorliegen von Verdachtsfällen mit VOC (Virusvarianten, Variants of Concern) wie auch bestätigten Fällen eine sonst übliche Verkürzung der Quarantänedauer von 14 auf 10 Tage nicht möglich. Ergänzend erfolgt bei Indexfällen mit VOC vor Beendigung der Isolation eine zusätzliche PCR-Untersuchung.

Auch im Landkreis Unterallgäu ist nun erstmals eine Corona-Mutation bei einer Person nachgewiesen worden, die sich damit im Landkreis Landsberg infizierte. Es handelt sich um die Mutation RNA N501Y, die laut RKI sowohl in der britischen als auch der brasilianischen und südafrikanischen Mutation auftritt. Das bestätigte das Landratsamt Unterallgäu.

7-Tage-Inzidenz im Landkreis. sinkt nur sehr langsam. Heute steht sie laut RKI bei 85,6 - gut drei Punkte niedriger als gestern. Innerhalb der letzten sieben Tage haben sich demnach 103 Personen neu nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Aktuell infiziert sind 112 Personen, als Kontaktpersonen 1 (KP1) in Quarantäne 198 Menschen. Seit gestern sind rund 350 Personen mehr zum ersten Mal geimpft worden (Erstimpfungen: 2.476), die Zahl der Zweitimpfungen ist mit 965 um knapp 40 gestiegen.

Im Klinikum Landsberg ist die Zahl der Patienten um sieben Personen gestiegen. Laut Landratsamt sind dort momentan 15 Covid-19-Patienten. Zwei davon müssen auf der Intensivstation behandelt, einer der beiden zudem invasiv beatmet werden.

+++ Dienstag, 2. Februar +++

Immerhin: Von gestern auf heute ist die Inzidenz wieder leicht gesunken. Mit 107 Menschen, die sich im Landkreis innerhalb der letzten sieben Tage infiziert haben, sinkt die Infektionszahl pro 100.00 Einwohner wieder auf 88,9. Das Landratsamt meldet aktuell 111 Personen, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind. Als Kontaktpersonen 1 (KP1) in Quarantäne seien 198 Personen. Im Klinikum Landsberg liegen laut Landratsamt momentan acht Patienten mit COVID-19. Zwei davon müssen auf der Intensivstation behandelt werden, einer der beiden wird invasiv beatmet.

Die Anzahl der Erstimpfungen im Landkreis liegt momentan bei 2.135, Zweitimpfungen gab es bisher 927.

Bei mehreren infizierten Personen einer Flüchtlingsunterkunft des Landkreises Landsberg besteht seit 22. Januar der Verdacht auf eine Virusmutation. In einer ersten Laboruntersuchung sei das SARS-Spike-Protein 501 Y nachgewiesen worden, das auf die südafrikanische oder die brasilianische Mutation hindeute, informierte das Landratsamt Ostallgäu. Alle Kontaktpersonen in der Unterkunft seien getestet worden und befänden sich in Quarantäne, so Anna Diem von der Landratsamt-Pressestelle in Landsberg. Alle acht Mitbewohner des 29-jährigen Infizierten seien ebenfalls positiv getestet. Wenn eine Mutation vorliege, sei es „sehr wahrscheinlich“, dass alle Infizierten der Flüchtlingsunterkunft die Mutation aufwiesen, so Diem. Die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft seien bereits seit dem 20. Januar in Quarantäne.

Auch in der Seniorenunterkunft Theresienbad in Greifenberg wird der Verdacht auf eine Mutation geprüft.

Bekannt geworden war der Verdacht, da am 27. Januar einer der Geflüchteten ins Klinikum Buchloe eingeliefert wurde. Darüber informierte das Landratsamt Ostallgäu. Das Krankenhaus sei aufgrund des Mutations-Verdachts für alle Aufnahmen und Abverlegungen gesperrt worden, zahlreiche Reihentests wurden vorgenommen.

Dass der Patient, der schwere COVID-19-Symptome zeigt, nicht ins Klinikum Landsberg eingeliefert wurde, sei eine Entscheidung der Rettungsleitstelle Fürstenfeldbruck gewesen, informiert Pressesprecher des Landratsamtes Wolfgang Müller. Das Gesundheitsamt habe das Klinikum Buchloe und auch die Rettungsleitstelle über den Verdachtsfall am Tag der Einlieferung informiert. Ob sich der Verdacht einer Mutation bestätigt, werde man in den kommenden Tagen erfahren, so Müller. Eine Sequenzierung dauere mindesten zwölf Tage.

„Unsere Abteilung Innere Medizin war aufgrund von erheblichen Ausfällen des ärztlichen Personals an dem besagten Tag (27. Januar) von 8.40 bis 16 Uhr bei der Rettungsleitstelle abgemeldet“, meldet der Ärztliche Direktor des Klinikums Alexander Schnelke.  Deshalb habe die Rettungsleitstelle das nächstgelegene Krankenhaus aufgesucht. „Dieser Vorgang ist im Krankenhaus-Sektor absolut üblich.“ Das Klinikum Landsberg dürfe natürlich keinen Patienten aufgrund einer Virusmutation abweisen.

+++ Montag, 1. Februar +++

Die 7-Tage-Inzidenz ist von Sonntag auf Montag nochmals gestiegen. Heute liegt sie bei 93,1. Das RKI meldet 112 Personen, die sich innerhalb der letzten sieben Tage im Landkreis neu infiziert haben. Landratsam-Pressesprecher Wolfgang Müller meldet aktuell 113 Personen, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind. 181 Menschen sind als Kontaktpersonen Grad 1 in Quarantäne. Der schnelle Anstieg liegt wohl mit an den Corona-Ausbrüchen im zwei Seniorenunterkünften im Landkreis. Mehr dazu hier..

+++ Sonntag, 31. Januar +++

• Am Sonntag kam es zu einem weiteren Ausbruch des Coronavirus im Seniorenheim Theresienbad in Greifenberg, meldet das Landratsamt Landsberg. Mehr zu den Infektionen in den beiden Seniorenheimen hier.

• Infolgedessen ist die 7-Tage-Inzidenz des Landkreises am Sonntag auf 90,7 gestiegen. Aktuell infiziert seien 112 Menschen, in Quarantäne als Kontaktpersonen Grad 1 171 Personen. Am Samstag meldetet das Landratsamt zudem einen weiteren Menschen, der an den Folgen einer COVID-19-Erkrankung gestorben ist. Damit steigt die Zahl der Toten auf 37.

Im Klinikum befanden sich am Sonntag neun Patienten wegen COVID-19, zwei davon auf der Intensivstation, wovon einer invasiv beatmet werden musste.

+++ Freitag, 29. Januar +++

• Die Inzidenz im Landkreis Landsberg ist von gestern auf heute um knapp zehn Punkte gestiegen. Somit haben sich laut RKI innerhalb der letzten sieben Tage im Landkreis 83 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Umgerechnet auf 100.000 Personen ergibt das eine Sieben-Tage-Inzidenz von 69.

Das Landratsamt meldet aktuell 133 mit dem Coronavirus infizierte Personen im Landkreis - ein Plus von 27. Der starke Anstieg rühre von einem Ausbruch des Coronavirus in einer Seniorenresidenz her, informiert Landratsamt-Pressesprecher Wolfgang Müller.

Ebenso viele Menschen - 133 - seien als Kontaktperson Grad 1 in Quarantäne, ganze 56 Personen weniger sind als gestern.

• Wieder mehr Patienten im Klinikum Landsberg: Waren es vorgestern nur vier Patienten im Klinikum Landsberg, meldet das Landratsamt heute neun Patienten. Zwei von ihnen liegen auf der Intensivstation, einer von den beiden muss invasiv beatmet werden.

+++ Donnerstag, 28. Januar +++

Britische Mutation im Landkreis nachgewiesen. Die Mutation des SARS-CoV-2 Virus mit der Bezeichnung B.1.1.7 sei neben München, Erding, Bayreuth, Passau und dem Landkreis Dingolfing auch in Landsberg nachgewiesen worden, meldet BR24 unter Berufung auf Informationen des Gesundheitsministeriums. Dabei handele es sich jedoch um eine Nachsequenzierung eines Infektionsfalls, der bereits im Dezember aufgetreten sei, informiert der Pressesprecher des Landratsamtes Wolfgang Müller. Die Person sei damals sofort in Quarantäne gegangen, einen Kontaktperson Grad 1 habe nicht existiert. „Das haben wir vermutlich eingedämmt“, so Müller.

Auch für Bayern insgesamt ist die Inzidenz laut RKI mit 97 erstmals wieder unter 100 gefallen. Die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Landsberg ist aber wieder auf 59,8 gestiegen. Aktuell infiziert seien 113 Personen, damit 17 Menschen mehr als gestern. Als Kontaktpersonen in Quarantäne befinden sich laut Landratsamt 189 Personen - ein Plus von lediglich fünf Personen im Vergleich zu gestern.

Inzwischen sind laut Informationen des Landratsamtes 2.033 Landkreisbewohner geimpft worden. 873 davon haben bereits die notwendige zweite Impfung erhalten.

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