Musterschülerinnen am See

Corona: Keine Sicherheitsprobleme in der Dießener Liebfrauen-Realschule

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Vorschriftsmäßig büffelt in geschrumpften Klassen für den Realschul-Abschluss in Corona-Zeiten: eine 10. Klasse der Liebfrauenschule Dießen.

Dießen – Schulkinder sind mitunter schwer zu bändigen, wenn sie endlich wieder in die Schule dürfen und auf ihre Kameraden treffen. Da werden die Corona-Vorsichtsmaßnahmen schnell mal vergessen. Bei den Größeren sollte da mehr Disziplin herrschen bei der Einhaltung der Sicherheitsregeln. Das klappt auch, wenn sie von Schule und Lehrkräften entsprechend eingewiesen und betreut werden. Den KREISBOTEN erreichten jüngst mehrere Leserbriefe besorgter Eltern, die das bei einigen Schulen in Stadt und Landkreis Landsberg anzweifeln. Nicht so in Dießen.

Keine Zweifel, sondern nur Elternlob gab es hingegen für die Liebfrauenschule, der Mädchen-Realschule der Diözese Augsburg. Hier hieß es im ersten Schritt nach dem ‚Ende der großen Pause‘ zunächst für die Abschlussklassen: halbieren. Aus drei wurden sechs Klasseneinheiten, um die Abstandsregeln in den Klassenzimmern einhalten zu können. „Alle Vorgaben werden vorbildlich befolgt“, lobt Konrektor Ruben Streicher: „Bestimmt auch, weil die 90 Schülerinnen um den Ernst der Lage wissen und im Juli unbedingt einen guten Abschluss schaffen wollen.“

Dabei herrscht in der Mädchen-Realschule das „Prinzip der langen Leine“. Die mündlichen Belehrungen zum Schulneustart hängen zwar auch schriftlich aus und werden – zumindest bislang – genau befolgt. Das heißt konkret: Vor dem Betreten des Schulgebäudes Hände desinfizieren. In den Gängen herrscht Maskenpflicht bei 1,5 Metern Abstand. Die zugewiesenen Sitzplätze in den Klassenzimmern dürfen nicht verlassen werden. Außer zum WC-Besuch in der zum jeweiligen Klassenzimmer gehörenden Toilette, die jede Stunde gereinigt und desinfiziert wird. Kein Tausch von Materialien oder Essen. Jede Klasse hat im Pausenhof einen eigenen Bereich mit Lehrer-­Aufsicht. Brotzeit muss man sich selbst mitbringen, da die Mensa geschlossen ist und kein Pausenverkauf erfolgt.

Die sonst mit einem großen Festakt zelebrierte Zeugnisverleihung für die Absolventen und ihre Eltern wird in diesem Jahr wohl nicht stattfinden, wie Konrektor Ruben Streicher bedauert. Man arbeite zur Zeit an einem Konzept, wie man den Abschlusstag doch einigermaßen würdevoll gestalten kann.

Bis es soweit ist, müssen Schulleiterin Theresa Wilhelm und ihr Lehrerkollegium die nächsten Schritte zur Wiederaufnahme des gesamten Schulbetriebs mit derzeit 560 Schülerinnen meistern: zunächst mit sechs aus drei gesplitteten 9. Vorabschlussklassen. Seit Montag gruppenweise die Jahrgangsstufen 5 und 6 und schließlich ab 15. Juni die restlichen Schülerinnen.
Dieter Roettig

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