Drogeriemarkt am InCenter:

Wer bekommt den Zuschlag?

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Wo im Moment Christbäume verkauft werden, könnte schon bald ein Drogeriemarkt entstehen – oder das Projekt eines Landsberger Traditionsunternehmens.

Landsberg – Mit der möglichen Ansiedlung eines Drogeriemarktes am Penzinger Feld wird sich demnächst der Bauausschuss beschäftigen – in öffentlicher Sitzung. Darauf verständigte sich vergangene Woche der Stadtrat nach ausführlicher Debatte mit 16:11 Stimmen. 

Auslöser der Debatte ist ein Antrag der CSU-Fraktion vom Juli. Sie ist der Auffassung, dass ein Drogeriemarkt westlich des InCenters Landsberg „zur Ergänzung des Einkaufssortimentes erforderlich“ sei. „Dies ent­spricht dem Wunsch vieler Konsumenten, nachdem die Schlecker-Filialen geschlossen wur- den“, begründet Antragsteller Helmut Weber. Mitte September stand das Thema auf der Tagesordnung des Finanzausschusses – hinter verschlossener Tür, weil es ja auch um Grundstücksfragen ging. Jonas Pioch (Landsberger Mitte) scheiterte mit seinem Antrag auf öffentliche Debatte, bekam im Nachhinein aber Bestätigung von der Rechtsaufsicht im Landratsamt: Losgelöst von konkreten Grundstücksgeschäften sei die Grundsatzfrage öffentlich zu behandeln.

Dieser Vorgabe entsprach OB Mathias Neuner (CSU) nun im Stadtrat. Dabei erläuterte Stadtbaumeisterin Annegret Michler, dass das im September in Auftrag gegebene Immissionsgutachten bereits vorliege. Danach würde die Ansiedlung eines Dro­geriemarktes „funktionieren“ – sowohl auf dem Grundstück direkt neben Heizung-Bä­der-Sanitär Merkl als auch auf dem weiter westlich gelegenen. Abzuwarten sei jetzt noch die landesplanerische Betrachtung des Vorhabens. Beide Er­geb­-nisse, so der Ratsbeschluss, sind im Bauausschuss vorzuberaten. Dabei geht es auch um die Frage, ob der mit dem Investor des Fachmarktzentrums geschlossene städtebauliche Vertrag die Ansiedlung eines Dro­geriemarktes auf dem Penzinger Feld überhaupt zulässt.

Während sich OB Neuner hier sehr zuversichtlich gibt, meldeten sich einige Bedenkenträger laut zu Wort. Sie machen auch einen „Schaden für die Innenstadt“ und einen Widerspruch zu den ISEK-Vorgaben aus. Besonders aber missfällt ihnen, dass Kaufinteressenten für das besagte Grundstück „seit Jahren ausgebremst“ werden (Dr. Reinhard Steuer mit Blick zur CSU-Fraktion). Auf Nachfrage des KREISBOTEN bestätigte OB Neuner, dass ein Landsberger Traditionsunternehmen bereits dreimal eine Abfuhr erhalten und jetzt erneut ein Kaufgesuch eingereicht habe.

„Ich weiß nicht, wer da ausgebremst werden soll“, konterte CSU-Fraktionschef Helmut Weber den Angriff Dr. Steuers, „wir vergeben die Fläche so wie alle anderen zuvor.“ Toni Schwaiger

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