Eine Frage des Pflasters

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Nach wie vor lagert eine große Menge China-Pflaster im Frauenwald.

Landsberg – Gesägtes Klein­steinpflaster oder großflächiger Granit aus China, wie auf dem Hauptplatz? Die Christsozialen im Stadtrat wollen diese Frage mit Blick auf die Herzog-Ernst-Straße erneut diskutieren. Den Antrag dazu hat Fraktionsvorsitzender Tobias Wohlfahrt jetzt auf den Tisch des Oberbürgermeisters gelegt.

Das neue Pflaster sollte längst verlegt sein, im Februar vergangenen Jahres hatte der Stadtrat beschlossen, den Belag in der Herzog-Ernst-Straße im Zuge der Kanalsanierung durch die Städtischen Werke austauschen zu lassen. Vier Monate später, im Juni, sprach sich dann eine knappe Ratsmehrheit für gesägtes Kleinsteinpflaster (wie in der Salzgasse) aus, obgleich auf einer städtischen Lagerfläche im Frauenwald noch China-Pflastersteine für rund 400 Quadratmeter lagern. Sie waren ohne Wissen des Stadtrates bereits vor dem Hauptplatzumbau für die Herzog-Ernst-Straße mitbestellt worden.

Und hier setzt die CSU mit ihrem Antrag an: Da die vorrätigen Übermengen in absehbarer Zeit „nirgendwo sonst sinnvoll“ eingebaut werden können, sollte die Stadt zur „sinnvollen Arrondierung des Hauptplatzes“ auf das passende und bereits vorhandene Material zurückgreifen. Ein „einfacher Beitrag zur Haushaltsentlastung“ sei es außerdem.

In seiner Antragsbegründung führt Wohlfahrt auch die Barrierefreiheit ins Feld. Während sich das Hauptplatzpflaster inzwischen als „gut begehbar“ erwiesen habe, könne man in der Salzgasse nur bei regelmäßigem Nachsanden der Fugen die notwendige Barrierefreiheit gewährleisten – „vorhersehbare Kosten“, die die Stadt mit einem anderen Belag vermeiden könne.

Job für den Bauhof?

Apropos Kosten: Um diese bei der Verlegung des neuen Pflasters in der Herzog-Ernst-Straße möglichst gering zu halten, will Wohlfahrt geprüft wissen, ob die Arbeiten vom städtischen Bauhof durchgeführt werden können. Das käme sowohl den Anwohnern bei den Straßenausbaubeiträgen als auch den Stadtwerken zugute. Der CSU-Fraktionschef erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass für die Maßnahme 128000 Euro Haushaltsreste aus 2014 sowie 5000 Euro für die Beleuchtung zur Verfügung stünden.

Toni Schwaiger

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