Nur mit Darlehen geht’s in Egling

Alles andere als ein Zuckerschlecken wird das aktuelle Eglinger Haushaltsjahr. Um den Etat zu stemmen muss die Gemeinde heuer ein Darlehen über 672000 Euro aufnehmen. Selbst wenn man den Rotstift kräftig ansetzen wollte, bleibt dafür keine andere Wahl.

Gleich vorneweg: Den 4,1 Millionen Euro-Haushalt für 2010 hat der Gemeinderat trotz der nicht einfachen Lage einstimmig verabschiedet. Gemeinderat Martin Wolzmüller brachte es auf den Punkt. „Das sind alles beschlossene Maßnahmen, die gemacht werden müssen.“ Gut 1,8 Millionen Euro wird Egling heuer investieren. Ein Viertel des Vermögenshaushaltes verschlingt allein die Sanierung der alten Schule. Ein richtig dicker Brocken ist darüber hinaus die Erschließung der Baugebiete „Auwiesen-Nord“ in Egling und „Paarwiesen“ in Heinrichshofen. Auch für den Feldwegeausbau im Rahmen der Dorferneuerung sind stattliche 360000 Euro veranschlagt. Am meisten schlägt aber heuer die Kreisumlage zu Buche. Sage und schreibe 751000 Euro hat die Gemeinde an den Landkreis abzuführen – fast ein Fünftel des Gesamtetats. Bürgermeister Leonhard Wörl zeigt da- für allerdings Verständnis, denn man habe schließlich auch dem Bau der Realschule in Kaufering zugestimmt, von dem die Gemeinden profitierten, im Endeffekt der Landkreis aber bezahlt. Gewagter Ansatz Fast schon beängstigend mau sieht es dagegen auf der Einnahmenseite aus. Die Rücklagen sind aufgebraucht, der Einkommensteueransatz liegt weit unter dem der vergangenen Jahre. 600000 Euro will man über den Verkauf von Bauplätzen hereinholen. Ein gewagtes Unterfangen, denn selbst der Kämmerer Ludwig Ruile gibt unumwunden zu, dass weniger „der Haushalt nicht aushält“. Schwarzmalerei ist anhand der Zahlen aber nicht angebracht. „Immerhin schaffen wir es noch, 104000 Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt zu bringen“, erklärt Bürgermeister Wörl. Grundsteuer anheben Ob das allerdings auch im nächsten Jahr noch der Fall sein wird, bleibt offen. „Wir wollen den zweiten Bauabschnitt an der Schule mit Turnhalle anpacken“, sagt der Rathauschef. Unklar ist noch, wie die Geschichte finanziert wird. Mittlerweile denkt man aber im Gemeinderat laut über die An- hebung bei der Grundsteuer nach. Und die könnte dann richtig deftig ausfallen, denn „erst bei einer Steigerung von 100 Punkten würde Egling 60000 Euro einnehmen“, rechnete Kämmerer Ruile vor.

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