2.400 Quadratmeter mehr Logistikfläche

Das Edeka-Zentrallager im Landsberger Frauenwald wächst

Bauplanung Edeka Zentrallager Frauenwald Landsberg
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Auf dem hellen Fleck in der linken oberen Ecke des rot umrandeten Gebietes im Frauenwald will Edeka Süd sein Zentrallager erweitern.

Landsberg – Es ist beschlossene Sache: Im Frauenwald wird eines der letzten Waldstücke – rund 18 Hektar – als Gewerbegebiet weiterentwickelt. Vor allem kleine Gewerbe sollen dort Raum finden. Aber auch das dort befindliche Zentrallager von Edeka Südbayern soll auf dem neuen Gewerbegebiet-Gelände Platz zur Erweiterung finden.

Das Logistikzentrum habe bereits einen ersten Entwurf für die Erweiterung vorgestellt, sagte Stadtbaumeisterin Birgit Weber in der letzten Stadtratssitzung. Der dafür benötigte Platz reiche allerdings weiter in den Süden als die direkt an das Logistikzentrum angrenzende, unbewachsene Fläche im Nordwesten des Geländes.

Edeka Südbayern antwortete auf Anfrage des KREISBOTEN nach der aktuellen Planung der Erweiterung wie folgt: Man überprüfe die Logistik regelmäßig auf Optimierungspotenzial. „Aufgrund unterschiedlicher Veränderungen sind beispielsweise Prozessabläufe und technische Ausstattungen nicht statisch“, schreibt Pressesprecher Christian Strauß. Die Logistikstandorte würden insgesamt modernisiert, erweitert und umgebaut, das gelte auch für den Standort Landsberg. „So erweitern wir hier aktuell die Logistikflächen für die Bereiche Tiefkühl- und Leergut um 2.400 Quadratmeter und halten auch an unseren strategischen Planungen fest.“ Diese seien notwendig, da man in den nächsten Jahren mit einem Plus von bis zu 700 Mitarbeitern und weiteren Lagerflächen rechne.

Auf Nachfrage, wie weit die Überlegungen in den südlichen Bereich des für Edeka geplanten Gebietes reichten, gibt das Unternehmen keine Auskunft: „Wir bitten um Verständnis, dass wir Gerüchte und Spekulationen grundsätzlich nicht kommentieren.“

Gebäude abreißen?

Auf dem Gelände stehen aller­dings noch die „Alte Wache“ und weitere Gebäude der ehemaligen Nitrocellulosefabrik, die offiziell zwar zum Abriss freigegeben seien, aber eventuell auch anders genutzt werden könnten, betonte Weber. Dass diese Nutzung auch nichtgewerblich für Kunst und Kultur möglich sein sollte, brachte Zweiter Bürgermeister Moritz Hartmann in den Beschluss ein. Als Beispiel nannte er das erst dieses Jahr verwirklichte Projekt „Kunst hält Wache“ in der „Alten Wache“.

Ulrike Gömmer (Grüne) mahnte, dass es das letzte Waldgebiet im Frauenwald sei – und damit dessen Rodung auch das Klima beeinflusse. Die Ausgleichsflächen dafür müssten ja erst noch entstehen, „was weg ist, ist weg.“ Ein Grund, weshalb die Grünen gegen den Beschluss stimmten. Auch Franz Daschner (UBV) stimmte dem Beschluss nicht zu.
Susanne Greiner

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