"Das Eintrittsgeld wert"

Erkämpfte ein Unentschieden gegen seinen Karlsruher Kontrahenten: Robin Wunder (TSV Peißenberg, re.). Foto: Halmel

Millionen Zuschauer im Fernsehen, doch live vor Ort zieht Boxen offensichtlich nicht so sehr. Das war der Eindruck beim Boxvergleichskampf auf der Landsberger Wies´n zwischen der Staffel des TSV Peißenberg und dem Boxring Karlsruhe. Den 9:7-Mannschaftserfolg der Badener wollten nur gut 200 Boxfans sehen.

„Vielleicht haben zu viele zu lange am Abend zuvor den Klitschko-Kampf verfolgt“, begab sich TSV-Boxchef Sigi Willberger hinterher auf Ursachenforschung. Zusätzlichen Unmut kam bei ihm über die Niederlage auf, die erste im Landsberger Festzelt, die durch ein knappes Urteil im letzten Kampf besiegelt wurde. „Den hätte man auch Unentschieden werten können,“ ärgerte sich Willberger über das Punktrichterergebnis, mit dem Christoph Wittur (Weltergewicht) als Verlierer den Ring verlassen musste. In einem sehenswerten Fight schenkte sich der Peißenberger und sein Karlsruher Kontrahent, der vor fünf Jahren sogar deutscher Meister war, nichts. In den ersten beiden Runden erkämpfte sich der TSV-Boxer leichte Vorteile. Das reichte aber nicht um den Vergleich auch für sich zu entscheiden. „Trotzdem war alleine dieser Kampf das Eintrittsgeld wert“, lobte Willberger das hohe Niveau. Eine starke Leistung lieferte auch Max John (Halbschwergewicht) ab. „Sein Gegner war aber eine Granate“, meinte TSV-Coach Jürgen Grimbs, nachdem sein Schützling am Ende knapp nach Punkten unterlag. Besser lief es davor für Onur Attac (Kadetten Papiergewicht) und Shyqeri Sinani (Jugend Leichtgewicht), die mit ihren Siegen dafür sorgten, dass der Vergleich bis zur Pause nach fünf Ringduellen ausgeglichen blieb. Bis dahin zog dagegen Sascha Schirra (Männer-Schwergewicht) in einem offenen Schlagabtausch den Kürzeren. Robin Wunder (Männer-Weltergewicht) kämpfte davor noch Unentschieden. Nach der Pause unterlag Sebastian Speckamp (Junioren-Leichtgewicht) in seinem Kampf. Durch den hart erkämpften Erfolg machte Alex Rigas (Männer-Mittelgewicht) den Mannschaftsvergleich dann aber wieder spannend. Das bessere Ende blieb den Peißenbergern aber versagt.

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