"Das geht nicht!" richtet Schaden an

Klare Botschaften mit viel Power: Mental-Trainer Thomas Baschab weiß, wie man eine Zuhörerschaft fasziniert. Foto: Osman

Sind Probleme etwas Gutes oder doch etwas Schlechtes? Für den Mental-Trainer und Motivations-Guru Thomas Baschab liegt die Antwort auf der Hand. „Es heißt Problem, also ist es für uns. Wäre es gegen uns, hieße es Anti-blem.“ Die zahlreichen Gäste beim Frühjahrsempfang des Informationskreises der Wirtschaft (IdW) im Festsaal des Historischen Rathauses lachen. Aber sie nicken auch. Längst hängen sie an Baschabs Lippen. „Nicht das Problem ist das Problem“, so der Referent weiter, „sondern unser Umgang damit“.

Mit dem jugendlich wirkenden 50-Jährigen hatte das Organisationsteam um IdW-Sprecher Klaus Schmalholz fürwahr ein Highlight nach Landsberg geholt. Thomas Baschab ist einer der erfolgreichsten Mental-Trainer Deutschlands, Top-Manager und Spitzensportler gehören zu seinen Klienten. Seine Botschaft: Gedanken und Vorstellungen bestimmen, was wir erreichen und was nicht, Begrenzungen existieren nur in unseren Köpfen „Der Satz, ,Das geht nicht‘ richtet gewaltigen volkswirtschaftlichen Schaden an“, legte der Referent den regionalen Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Politik ans Herz. Doch zurück zu den Problemen. „Gerade wenn es im Leben hart auf hart kommt, zeigt sich Qualität“, so Baschab. Und zwar sowohl die eigene als auch die von Beziehungen, zum Lebenspartner ebenso wie zu den Mitarbeitern. Dass die Qualität der Beziehung zu den Mitarbeitern eine wichtige Rolle für den Erfolg eines Unternehmens spielt, sprach auch Klaus Schmalholz in seiner Begrüßung an. Gerade in Zeiten knapper werdener Fachkräfte sei die persönliche Verbundenheit mit den Beschäftigten wichtig. „Wer sich an seinem Arbeitsplatz wohlfühlt, dem fällt es schwerer, zu wechseln“, so Schmalholz. Um stets über genügend qualifizierte Mitarbeiter zu verfügen, sei es außerdem wichtig, verstärkt auszubilden und das gute Infrastrukurangebot im Landkreis Landsberg stärker ins Bewusstsein zu rücken. Gezielte kommunale Investitionen in Familien und Bildung erhöhen die Attraktivität eines Wirtschaftsstandorts, davon ist nach den Worten Bürgermeister Norbert Kreuzers (CSU) auch die Stadt Landsberg überzeugt, die eine entsprechende Entwicklungsstrategie verfolgt. In den letzten zehn Jahren sei die Zahl der Gewerbebetriebe in Landsberg um 17 Prozent gewachsen, berichtete Kreuzer. Dabei stimme „die Mischung zwischen bodenständig und High Tech“. Gute Nachrichten kommen auch vom Arbeitsmarkt: Derzeit seien in Landsberg 527 Menschen weniger arbeitslos als noch vor einem Jahr. „Und wir hoffen, dass wir bald wieder eine Zwei statt einer Drei vor dem Komma schreiben werden“, so Kreuzer.

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