Stützen in schwierigen Zeiten

14 neue Hospizbegleiterinnen für das Kinderhospiz in Dießen

Die 14 neuen Hospizbegleiterinnen freuen sich über ihren erfolgreichen Abschluss.
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Erfreut über den erfolgreichen Abschluss ihres Kinderhospizkurses zeigten sich (v.l.) Susanne Stöckl, Anke Peters, Sigrid Achatz, Bärbel Schmid, Barbara Seirer und Conny Ullmann. Mit ihnen freuen sich dahinter Vize-Landrätin Margit Horner-Spindler, Hospizleiterin Irmgard Schleich und Bürgermeisterin Sandra Perzul.

Dießen – Das Datum war bewusst gewählt: Am Welthospiztag, der die Aufmerksamkeit für hospizliche und palliative Belange erhöhen soll, erhielten in Dießen 14 speziell ausgebildete Kinderhospizbegleiterinnen ihre Zertifikate. Vize-Landrätin Margit Horner-Spindler und Bürgermeisterin Sandra Perzul gratulierten zum erfolgreichen Abschluss des Kurses mit 100 Stunden Theorie und 60 Stunden Praxis.

Damit wurden die Damen fit gemacht für ihre ehrenamtliche Hospizarbeit, todkranken Kindern und Jugendlichen, darunter auch Behinderte, ein würdiges Leben bis zum Ende zu erleichtern. Der ambulante Dienst unter der Leitung von Irmgard Schleich begleitet die Schwerkranken und ihre Familien zuhause und in stationären Pflegeeinrichtungen. Oft entsteht daraus eine Langzeitbetreuung, die sich dem Bedarf des erkrankten Kindes und seiner Familiensituation anpasst.

Vom Hospizbüro im Dießener Klosterhof 8 beim Marienmünster aus koordiniert Irmgard Schleich in der Region und weit darüber hinaus den Einsatz ihrer insgesamt 71 Helfer für todkranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Neben der Betreuung der jungen Patienten gibt es auch eine Trauerbegleitung für Geschwisterkinder, verwaiste Eltern, Eltern von Sternenkindern oder sogar Hilfe bei Schwangerschaftskrisen. Im Dießener Hospiz- und Theotinum-Büro findet einmal im Monat auch ein sog. „Trauer-Café“ statt. Hier geben Trauerbegleiter bei selbst gebackenem Kuchen Hilfe zur Selbsthilfe und einem Raum zu Reden, Trauern und Zuhören.

Wo sonst oft Tränen fließen, wurde diesmal bei einem Gläschen Sekt entspannt geplaudert. Grund zu der kleinen Feier war der Abschluss des anstrengenden Kinderhospizkurses, der trotz Corona-bedingten Widrigkeiten planmäßig durchgeführt wurde. Irmgard Schleich dankte den Teilnehmern für das Engagement mit vielen persönlichen Opfern und Unkosten aus der eigenen Tasche. Sie freute sich über einen Scheck an das ausschließlich über Spenden finanzierte Hospiz von Landrat Thomas Eichinger, den seine Stellvertreterin Margit Horner-Spindler überreichte.

In ihrem Grußwort zollte die stellvertretende Landrätin den Absolventinnen Respekt und Hochachtung. Sie seien „besonders wertvolle Menschen“, deren uneigennützige Tätigkeit mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit verdiene. Dem schloss sich Dießens Bürgermeisterin Sandra Perzul an: „Ich ziehe den Hut vor Ihnen im Namen der Marktgemeinde!“ Als Mutter eines Sohnes könne sie einschätzen, welch wichtige Stütze die Helferinnen für Eltern und Geschwisterkinder in sorgenvollen Zeiten sind.
Dieter Roettig

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