Tango als roter Faden

Das »Kulturschaufenster« besucht Künstler – tanzend 

Andrea Nisch und Ralf Sartori, die Initiatoren des „Kulturschaufensters“, beim Tango-Tanz auf einer Apfelbaumwiese.
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Tango-Tanz auf der „Apfelwiese“: Andrea Nisch und Ralf Sartori, die Initiatoren des „Kulturschaufensters“.
  • VonAndrea Schmelzle
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Landkreis – Was im Café Zirnheld als Performance-Symbiose von Maschinen, Musik und Tanz begann (der KREISBOTE berichtete), entwickelt sich zur „Kulturschaufenster-Reihe“. Das Konzept: flexibel. Künstlerische Formen und Felder werden miteinander verbunden. Roter Faden dabei: der Tango Argentino, getanzt von Tangolehrer und Autor Ralf Sartori sowie Malerin und Gastronomin Andrea Nisch.

Die beiden Initiatoren besuchen Künstler, Läden, Cafés, Ateliers oder Kultur-Bühnen: um eine gemeinsame „Aktion“ zu starten, erklärt Sartori. „In deren kreative Prozesse bringen wir uns mit Tango Argentino ein, der sich wie ein roter Faden durch die Orte und gemeinsamen Kunstaktionen zieht.“ Das verbinde und generiere einen Mehrwert.

Wegen der Einschränkungen durch Corona habe man Menschen, ihre Kreativität und ihr Schaffen in die öffentliche Wahrnehmung bringen wollen, um zu zeigen: Kunst geht weiter. Es gehe aber auch darum, die Künstler stärker in Kontakt zu bringen, erklärt Sartori, um sich gegenseitig zu inspirieren und miteinander kreativ zu sein.

Das Kulturschaufenster setzt das Konzept fort, in dessen zweiter Episode der Bio-Obstbauer Johannes von Perger besucht wurde. „Auf einer seiner Apfelwiesen oberhalb des Ammersees tanzten wir mit den blühenden Bäumen“, so Sartori. „Tango für die Kultur“ könne sich also auch auf die landwirtschaftliche Kultur beziehen.

Tango und Nähmaschine

Danach besuchte das Tanzpaar das Wertstoff-Couture Atelier von Esther Schulte und Susanne Doebel in Landsberg. Für Sartori ein besonderer Moment, „als wir zum Rhythmus der Nähmaschinen, versunken im Tango, unsere Kreise drehten.“

Der vierte Besuch galt der Fotokünstlerin Birgit Roschach aus Dießen, die sich in ihren Arbeiten von der Natur inspirieren lässt. Am See sei besonders das Spiel zwischen Ufer und Wasser spannend, so Roschach. „Kleine Kosmen, die in meinen Fotos zu einer magischen Zwischenwelt verschmelzen.“ Sie habe die Tanzenden per Doppelbelichtung und natürlichen Lichteffekten wie Wasserreflexionen und starkem Gegenlicht verewigt. Ein fünfter Besuch – gemeinsam mit Fotograf Christoph Franke – soll zum Figurenspieler und -bauer sowie Videokünstler Holger Kartheuser führen.

Nisch und Sartori gehe es nicht um Perfektion, sondern um nonverbale Sprache, um Freiheit und Verbundenheit. Kunst und Kultur sei oft geprägt vom Einzelgängertum. Das könne man auch mal durchbrechen.

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