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Landsberger Sportzentrum bleibt an seinem Platz

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Von: Ulrike Osman

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Sportzentrum landsberg Luftaufnahme
Inwiefern das Sport- und Veranstaltungszentrum Landsberg erweitert werden könnte oder ob andere Nutzungen ‚ausgelagert‘ werden, steht noch nicht fest. © Stadt LL

Landsberg – Die Stadt will ihr Sportangebot zukunftssicher aufstellen und hat deshalb ein Sportangebotsentwicklungskonzept erstellen lassen. Dessen Ergebnisse wurden jüngst im Stadtrat präsentiert. Im Raum stehen demnach eine Sanierung und Erweiterung des Sportzentrums am Hungerbachweg und die Einrichtung eines Mehrgenerationenparks an der Jahnstraße.

Teil des Beschlusses, den der Stadtrat nach der knapp einstündigen Präsentation von Gunter Schramm vom Büro Planwerk einstimmig fasste, war ein Bekenntnis zum Sportzentrum an seinem jetzigen Standort. Dafür sprechen seine zentrale Lage, gute Anbindung und flankierende Infrastruktur, sprich die nahen Parkplätze. Eine mögliche Erweiterung sollte auf den Bedarf von Vereinen, aber auch auf Veranstaltungen abzielen, so Gunter Schramm. „Die Ergänzung müsste multifunktional sein.“

Ein mögliches Problem sah Jonas Pioch (Landsberger Mitte/LM) in der Weiterentwicklung des ULP und der weiteren Bautätigkeit auf umliegenden Grundstücken. Bis der Stadtrat über konkrete Erweiterungspläne des Sportzentrums auch nur beginne nachzudenken, werde dieses von Bebauung umrahmt sein. „Inwieweit sind wir dann in der Entwicklung gehemmt?“

Stadtbaumeisterin Birgit Weber erklärte, Nutzungskonflikte müssten im Bauleitplanverfahren bewältigt werden. Eventuell müsse man Nutzungen einhausen oder an einem anderen Standort – der Jahnstraße – platzieren. Hier könnte nach Gunter Schramms Worten ein öffentlicher Mehrgenerationenpark mit Beachvolleyballplätzen, Spielplatz, Calisthenics-Anlage und McArenen (überdachte Sportanlagen für multifunktionale Nutzung) entstehen.

Die Verwaltung wurde beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zur Weiterentwicklung des Sportzentrums vorzubereiten. Erster Schritt ist eine umfassende Bedarfsplanung, die sogenannte Leistungsphase 0. Damit sei keinem Verein geholfen, kritisierte Christian Hettmer (CSU). „Was ist der nächste Schritt?“ Die Studie habe wenig Erkenntnisgewinn gebracht.

OBin Doris Baumgartl (UBV) entgegnete, ohne die Untersuchung könne die Stadt keine Fördergelder für die Weiterentwicklung von Sportanlagen erhalten. Auch müssten zunächst andere Großprojekte wie der Bau des neuen Jugendzentrums und die Sanierung des Stadtmuseums weitgehend abgeschlossen sein, bevor man weitermachen könne.

Was die Errichtung eines Bikeparks betrifft, sei die Stadt in Gesprächen über einen möglichen Standort, so Baumgartl. Dieser wird offenbar nicht in der Nähe des Altöttinger Weihers liegen, da die dortige Kleingartenanlage denselben Lärmschutz genießt wie ein Wohngebiet. Weniger Bedarf sieht Zweiter Bürgermeister Moritz Hartmann (Grüne) für einen Pumptrack, da in Lengenfeld und Schwifting bereits entsprechende Angebote entstehen würden.

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