"Das raubt mir nicht den Schlaf!" – Landkreis investiert kräftig in die Schullandschaft und macht weiter Schulden

Im neuen Jahr und auch 2011/12 wird der Landkreis Landsberg weiterhin kräftig in die Schulen investieren. Der Neubau der Realschule in Kaufering, der weitere Ausbau der Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS), die Sanierung des Schulzentrums an der Platanenstraße sowie des Sonderpädagogischen Förderzentrums sind Projekte, die den Landkreis in den kommenden drei Jahren rund 18 Millionen Euro kosten werden. „Wir werden uns verschulden“, räumt Landrat Walter Eichner (CSU) ein. „Aber das sind Schulden, die mir nicht den Schlaf rauben.“

Investitionen in die Bildung seien Investitionen in die Zukunft, die sich mit Sicherheit auszahlen würden, stärken sie doch die Attraktivität des Landkreises, der nach wie vor ein Zuzugsgebiet für junge Familien ist. „Die Schülerzahlen im Bereich FOS/BOS überschlagen sich in einer Weise, die man nicht voraussehen konnte“, so Eichner. Deshalb der neuerliche Ausbau nur wenige Monate, nachdem ein Erweiterungsbau in Betrieb gegangen ist. "Neue" Straßen Drei große Straßenbauprojekte stehen im angebrochenen Jahr ebenfalls auf dem Programm: Ausbau beziehungsweise Sanierung der Bayernstraße in Kaufering, der Kreisstraße LL 22 von Kaufering nach Igling und der LL 23 von Hofstetten nach Utting. Außerdem laufen die Planungen für den Ausbau der Bahnhofstraße in Geltendorf im Jahr 2011. Ein großes Thema ist für Eichner auch die Ausweitung des Radwegenetzes, dies gerade im Hinblick auf die demographische Entwicklung. Die Ergebnisse der aktuellen Senioren­umfrage haben unter anderem ergeben, dass für viele das Fahrrad ein wichtiges Verkehrsmittel ist. In den vergangenen sieben Jahren hat der Landkreis bereits knapp 13 Kilometer Radweg gebaut, auf diesem Weg soll es weitergehen. Auch in den Bereichen Bauen und Tourismus hat Eichner die Älteren im Blick. „Senioren fahren nicht auf den Ballermann, sondern zum Beispiel an den Ammersee.“ Deshalb rät er dem Fremdenverkehr zu „barrierefreiem Tourismus“ und den Gemeinden zum Bau altengerechter Wohnungen. In diesem Be­- reich werde die interkommunale Zusammenarbeit künftig eine immer größere Rolle spielen: Was eine Gemeinde allein nicht schultern kann, klappt vielleicht in Zusammenarbeit mit den Nachbarn. Daseinsvorsorge für jede Lebensphase gehört für den Landrat zu den Faktoren, die eine Region nachhaltig attraktiv machen. Die finanzielle Situation des Landkreises und seiner Gemeinden sieht Eichner nicht so schwarz wie die vieler anderer Kommunen, die unter wegbrechenden Steuereinnahmen leiden. „Dank unserer mittelständischen Struktur werden wir wohl mit einem blauen Auge davonkommen.“ Wechsel im Vorzimmer Für Eichner persönlich hat das neue Jahr mit einer Umstellung begonnen: In seinem Vorzimmer sitzt seit 1. Januar Beate Urban, nachdem sich Marianne Staroste in die Ruhephase der Altersteilzeit verabschiedet hat. Sie war 45 Jahre beim Landkreis beschäftigt, davon 25 Jahre im Vorzimmer des Landrates. Urban lebt in Kaufbeuren und arbeitete bis zu ihrem Wechsel nach Landsberg als Sekretärin des Bürgermeisters der Gemeinde Vaterstetten im Landkreis Ebersberg.

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