David gegen Goliath

Landsbergs Stürmer Stefan Strohhofer (rotes Trikot) schenkte seinem Gegenspieler Dennis Malura (TSV 1860 München) nichts. Foto: Krivec

Ein munteres Spiel mit vielen zufriedenen Gesichtern am Schluss: Standesgemäß gewann der Fußball-Zweitligist TSV 1860 München sein Testspiel beim TSV Landsberg mit 9:1 (3:1).

Das erste Tor des Abends fiel im Landsberger Sportzentrum vor 700 Zuschauern für die Gastgeber, die den Zweitligisten zu Beginn überrumpelten. Buschel hatte sich schön durchgesetzt und schloss gegen Ochs souverän ab. Danach zeigte sich aber wenig überraschend immer deutlicher die individuelle Klasse der Löwen, deren Coach Rainer Maurer nur die Chancenauswertung in der ersten Halbzeit nicht gefiel. „Landsberg hat gut angefangen, da kann man so ein Tor schon einmal kassieren. Wir haben einige gute Chancen liegen gelassen“, kritisierte der Sechzig-Trainer. Zum 3:1 bis zur Pause reichte es trotzdem, Aigners Schuss in der 18. Minute konnte Obermayer nicht mehr abwehren, Malura traf von halbrechts in der 33. und Lauth spielte den Landsberger Torhüter im Alleingang kurz vor der Pause vor dem Sechzehner aus. Munteres Wechseln Die „Sechzger“ traten in der zweiten Hälfte praktisch mit einer neuen Mannschaft an – acht Spieler wechselte Maurer ein. Der Torgefährlichkeit der Löwen tat das keinen Abbruch, auch wenn sich Rakic und Camdal im Sturm zunächst um den Titel im Versieben hundertprozentiger Chancen zu streiten schienen. Camdal jagte den Ball bis zum Schlusspfiff viermal aus bester Position am Tor vorbei, Rakic kam dagegen besser ins Laufen. In der 48. Minute legte er per Kopf zum 4:1 durch Bierofka auf, danach sorgte er zwischen der 67. und 74. Minute für einen lupenreinen Hattrick: Beim 5:1 war der eingewechselte Landsberger Torhüter Freier am Ball vorbeigesprungen, das 6:1 besorgte Rakic per schönem Lupfer, das 7:1 mit einem robusten Kopfball. Als sich Landsbergs Spielertrainer Sven Kresin – einst selbst bei den Löwen aktiv – in der 76. Minute selbst auswechselte, trafen die inzwischen locker aufspielenden Gäste noch zweimal. Buck stellte mit einem kuriosen Kopfballaufsetzer auf 8:1 (77.), Schindler besorgte nach einem Kopfball von Rakic den Endstand von 9:1 (89.). Die beste Landsberger Chance hatte noch Roman Schuster, der den Ball nach einer verunglückten Abwehr der Gäste direkt aufs Tor zog, aber im souveränen Ochs seinen Meister fand. Kresin saß da bereits mit seinem Nachwuchs auf dem Schoß auf der Bank und betrachtete die Partie gut gelaunt von außen. Sein Ziel, nicht zweistellig gegen den Zweitligisten zu verlieren, hatte er erreicht – das kann schon deshalb als Erfolg gewertet werden, weil die Landsberger am Ende ihrer Landesligasaison stehen, während sich die Löwen schon im Trainingslager in Bad Wörishofen auf die kommende Spielzeit vorbereiten. Lang wird der Urlaub aber auch für die Landsberger Kicker nicht werden. In zwei Wochen geht es mit dem Training weiter, schon am Mittwoch, 29. Juni, steht das erste Vorbereitungsspiel gegen Neugablonz auf dem Programm. Drei Abgänge Dann werden drei Spieler nicht mehr im Kader stehen, die beim Spiel gegen die Löwen verabschiedet wurden: Patrick Starker, Marcus Steinberger (nach Mering) und Elmin Korora (Neugablonz) verlassen den Verein, die Suche nach Ersatz vor allem für Steinberger läuft schon seit längerem.

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