Defizite auf hohem Niveau – Landsbergs Handballer zeigen bei 25:30-Heimniederlage Schwächen auf

Mit dem TSV Trudering hat sich den Landsberger Handballern der bisher stärkste Gegner gestellt – und er erwies sich als zu stark. Die Müller-Truppe unterlag im Sportzentrum mit 25:30 Toren. Damit rutschte der TSV Landsberg in der Tabelle der Landesliga Süd von Rang 4 auf Position 6.

Zunächst zeigten sich auch die Gastgeber von ihrer guten Seite. Von der ersten Minute gingen beide Mannschaften hochkonzentriert zu Werk und boten dem Publikum schnellen, technisch versierten Handballsport. In den ersten Minuten hatten die Truderinger die Nase vorn und konnten mit ihrem druckvollen Spiel gleich in Führung gehen (1:3/5.). Dann hatte sich die Landsberger Abwehr auf den Gegner eingestellt und eroberte immer wieder den Ball und ermöglichte so schnelle Gegentore – 4:4 stand’s nach acht Minuten. Als dann auch noch der eigene Rück­raum richtig in Fahrt kam wuchs der Vorsprung auf 8:4 (12. Minute). So stark hatte man die Gastgeber in dieser Saison noch kaum gesehen. Trudering reagierte, nahm eine Auszeit und stellte sich besser auf das Spiel der Gastgeber ein. Die Landsberger Abwehr agierte nun immer mehr etwas zu zögerlich und ließ den letzten Einsatz vermissen. Da man aber vorne noch traf blieb es bei dem Vorsprung, es entwickelte sich ein munteres Spiel. Doch dann holte Trudering Tor um Tor auf und zog in der 21. Spielminute gleich: 12:12. Etliche un­glückliche Strafzeiten trugen das ihre dazu bei, dass man mit einem 15:16-Rückstand in die Pause gehen musste. Umschwung bleibt aus Der erhoffte Umschwung nach Wiederanpfiff blieb aus, stattdessen machten die Gäste weiter ihr Spiel und bauten den Vorsprung langsam aus. Ein kurz­zeitiges Aufbäumen brachte die Landsberger noch einmal auf ein Tor heran, aber statt des Ausgleichs fiel wieder ein Gegentreffer zum 18:20 (40.). Der Landsberger Abwehr fehlte in der Folge die letzte Konsequenz und die Angriffe wurden nicht sauber ausgespielt. Sogar die in der ersten Hälfte so sicher verwandelten Gegenstöße brachte die Lechstädter nun nicht mehr im Tor unter und kassierten dafür unglückliche Gegentreffer. Trudering gelang nun fast alles. So wuchs der Landsberger Rückstand weiter an (22:29/55.) und erst in den letzten Minuten konnten sie ihn noch verringern – ohne jedoch eine echte Chance zu haben das Spiel noch zu drehen. Keine Konstanz TSV-Trainer Hubert Müller war nach der Partie eher nachdenklich: „Das wäre so eine gute Gelegenheit für uns gewesen, uns oben in der Tabelle festzusetzen. Aber vor allem in der Abwehr hat heute der letzte Einsatz und Wille gefehlt. Wenn wir da die Konstanz vermissen lassen, müssen wir das Spiel vorne gewinnen. Und dazu sind wir im Angriff nicht stark und konstant genug. Wenn wir gegen solche Teams auf diese Weise Punkte lassen, müssen wir aufpassen, dass es am Ende der Saison nicht noch knapp wird.“ Ins Auswärtsspiel gegen Landesliga-Spitzenreiter SC Kissing gehen die Landsberger am kommenden Samstag trotz der Niederlage der Kissinger bei der HSG Kirchheim/Anzing als klare Außenseiter. Für den TSV Landsberg: Benjamin Kobold, Andreas Meßner, Severin Bartl (3), Christian Eisen, Jörg Friedrich (1), Oliver Götsch (1), Ulrich Knörzer (1), Alex Neubauer (4), Roman Müller (2), Marco Müller (5), Sandor Schmid (2), Roberto Schwirkmann (1), Mathias Schubert (4), Robert Zagar (1).

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