Lechgautrachtenfest Reichling

Umzug startet mit Schreck

1 von 32
Aus drei Landkreisen kamen die Trachtler, die den großen Festumzug beim Lechgautrachtenfest in Reichling am Sonntag mitgestalteten.
2 von 32
Aus drei Landkreisen kamen die Trachtler, die den großen Festumzug beim Lechgautrachtenfest in Reichling am Sonntag mitgestalteten.
3 von 32
Aus drei Landkreisen kamen die Trachtler, die den großen Festumzug beim Lechgautrachtenfest in Reichling am Sonntag mitgestalteten.
4 von 32
Aus drei Landkreisen kamen die Trachtler, die den großen Festumzug beim Lechgautrachtenfest in Reichling am Sonntag mitgestalteten.
5 von 32
Aus drei Landkreisen kamen die Trachtler, die den großen Festumzug beim Lechgautrachtenfest in Reichling am Sonntag mitgestalteten.
6 von 32
Aus drei Landkreisen kamen die Trachtler, die den großen Festumzug beim Lechgautrachtenfest in Reichling am Sonntag mitgestalteten.
7 von 32
Aus drei Landkreisen kamen die Trachtler, die den großen Festumzug beim Lechgautrachtenfest in Reichling am Sonntag mitgestalteten.
8 von 32
Aus drei Landkreisen kamen die Trachtler, die den großen Festumzug beim Lechgautrachtenfest in Reichling am Sonntag mitgestalteten.

Reichling – Es muss einen guten Grund dafür geben, wenn einige tausend Trachtler aus mehreren Landkreisen auf die Straße gehen. In Reichling war am Sonntag die Voraussetzung dafür bestens: Bei strahlendem, aber nicht zu heißem Wetter bildete der Umzug den Höhepunkt des Lechgautrachtenfestes, das der örtliche Verein „D‘Wurzbergler“ heuer ausrichtete. Der Festzug, in den sich 3000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene einreihten, bildete ebenso wie der Gottesdienst unter freiem Himmel am 745 Meter hohen Aussichtspunkt Wurzberg eine große Demonstration für Brauchtum.

Die Schirmherrin des 94. Lechgaufestes, Reichlings Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler, bekannte nach dem Umzug im Festzelt vor 2000 Leuten, wie sie den Tag erlebt hat. Vormittags bei der Messe am Wurzberg sei ihr das Herz aufgegangen. Und der Festzug am Nachmittag sei einfach „wunderschön“ gewesen.

Die Schirmherrin konnte aber ebenso wie Landrat Thomas Eichinger, Pfarrer Michael Fogg und der Ehrenvorstand des Lechgaues, Florian Echtler (Steingaden) froh und dankbar darüber sein, dass sie die Großveranstaltung ohne Verletzungen überstanden hat. Denn kurz nachdem sich der Festzug vom Festzelt Richtung Eglmoos und Dorfmitte hinauf in Bewegung gesetzt hatte, kamen die Rösser vor der Ehrenkutsche zu Sturz. Die zwei Pferde, erheblich aufgeregt, wurden nicht mehr vor die Kutsche gespannt.

Der Schreck bei Horner-Spindler und bei den drei Männern war groß. Sie konnten der Kutsche aber ohne Blessuren ent­steigen. Daraufhin reihten sich die Vier hinter den drei Vorreitern und dem Musikverein Reichling zusammen mit weiteren Ehrengästen in der Fußgruppe ein. Im oberen Dorf – im Bereich der Kirche und des Rathauses, wunderten sich freilich einige Zuschauer, wo denn die Kutsche mit den Ehrengästen bleibe. Dort hat die Nachricht von dem kleinen Zwischenfall erst zum Schluss des Festzuges die Runde gemacht.

Die Erleichterung darüber, dass nichts passiert war, aber ebenso die Freude über das prächtige Fest war nachher auch Vorsitzendem Markus Förg und seinem Vertreter Martin Sepp von den „Wurzberglern“ anzusehen. Sie konnten von Bürgermeisterin Horner-Spindler ebenso eine Spende entgegennehmen wie Tobias Harrer und Hubert Rapp von der Zimmerstutzengesellschaft Reichling, die in der Woche zuvor das oberbayerische Böllerschützentreffen ausgerichtet hatte. Insgesamt stand das Festzelt in Reichling zehn Tage. Auftakt war der politische Abend mit Finanz- und Heimatminister Markus Söder (der KREISBOTE berichtete).

Aus drei Landkreisen

Von Landsberg bis Füssen und von Böbing bis Mindelheim waren die Trachtler nach Reichling gekommen. Die Lechraingemeinde hatte sich zum Lechgaufest prächtig herausgeputzt, was auch am Häuserschmuck und an den vielen Fahnen zu erkennen war. Die geschätzt 2500 bis 3000 Zuschauer sahen einen Umzug, zu dem viele Gruppen aus der Region ebenso beigetragen hatten wie Vereine aus der Gemeinde.

Freilich zeigte das Lechgaufest einmal mehr auf, dass Reichling, obwohl seit 1972 zum Landkreis Landsberg gehörig, kulturell ein wichtiges Bindeglied zum Schongauer Land ist. Neben dem Landsberger Landrat Thomas Eichinger war auch die Weilheim-Schongauer Landrätin Andrea Jochner-Weiß im Festzug bei den Ehrengästen mitgegangen. Und dies hatte was Symbolhaftes. Denn die Trachtenvereine aus dem Schongauer Land waren stark vertreten.

Auch die Musikkapellen und Gruppen vom oberen Lech bildeten oft lange Reihen. Ein Zeichen dafür, dass die Trachtenbewegung in der Gegend zwischen Reichling und Steingaden fest verankert ist. Und das nicht nur auf den Dörfern. Sondern auch in der Stadt. Die „Schlossbergler“ aus Schongau übertrafen, angeführt von der stark besetzten Stadtkapelle, die Teilnehmerzahl der dahinter folgenden Vereine aus Landsberg und Kaufbeuren um ein Mehrfaches.

Zum farbenprächtigen Bild haben nicht nur die vielen Trachtler beigetragen, sondern auch die 17 Festwagen und die Vereine aus dem Dorf. Neben prächtigen Rössern gab es noch mehr „Tierisches“ im Festzug zu bestaunen. Die Landjugend aus Reichling hatte auf einem eisenbereiften Wagen ein Heufuder aufgeschichtet. Davor waren zwei Ochsen eingespannt. Auf den Hund gekommen ist die Jägergruppe. Sie hatte sich ebenfalls in den langen Zug eingereiht – die Jagdhunde an der Leine durften dabei nicht fehlen.

Beim Umzug zum Trachtenfest wurden nicht nur fesche Dirndl, sauberne Joppen und Lederhosen „aufgetragen“. Flott gekleidet zeigten sich der Sportverein Reichling und die Mädels und Burschen vom Jugendclub Ludenhausen.

Johannes Jais

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Wie sieht das neue Inselbad aus?
Wie sieht das neue Inselbad aus?
Parknotstand durch Neubau?
Parknotstand durch Neubau?
"Einmal die Tonne öffnen, bitte!"
"Einmal die Tonne öffnen, bitte!"

Kommentare