Ein Plan für die "neue" Halle

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Die alte Mehrzweckhalle in Denklingen soll für 2,7 Millionen Euro zur Veranstaltungsstätte erweitert werden.

Denklingen – Es besteht noch viel Gesprächsbedarf. Dem Gemeinderat lagen jetzt die ersten Planungsideen für eine Erweiterung der Mehrzweckhalle vor. „Es ist bisher nur eine Vorplanung“, betonte Bürgermeisterin Viktoria Horber. „Wir müssen nun entscheiden, wie wir weiter vorgehen“.

Die bestehende Mehrzweckhalle wurde bisher sowohl vom Schützen-, Musik- und Theaterverein als auch von den Schulen genutzt. Im Keller gibt es eine Kegelbahn. Probleme ergaben sich nicht zuletzt dadurch, dass für Großveranstal­tungen die Notausgangssituation nicht mehr den rechtlichen Bestimmungen entspricht. Im Hinblick auf die notwendige Sanierung der Halle und einer möglichen Erweiterung hatte der Gemeinderat es 2012 abgelehnt, eine breitere Tür für rund 10000 Euro nur als Provisorium einzubauen.

Mit der Vorplanung hatte die Gemeinde Architekt Peter Holzapfel beauftragt. Er stellte dem Gemeinderat nun die erste Planung für eine Erweiterung vor. Grundsätzlich hatten die Ratsmitglieder die Wahl zwischen drei Kostenvarianten: Eine Sanierung ohne Erweiterung würde 1,2 Millionen Euro und die mit Erweiterung 2,7 Millionen. Die letzte Alternative wäre der komplette Neubau an anderer Stelle für 3,6 Millionen Euro. Das wurde schon aus Kostengründen nicht diskutiert, da die 3,6 Millionen reine Baukosten wären und mit Sicherheit noch erhebliche Folgekosten hinzu kämen, zumal der Sanierungsbedarf der alten Mehrzweckhalle dann immer noch nicht gelöst wäre.

Die Diskussion konzentrierte sich dann auch nur auf eine Erweiterung der Halle. Holzapfel will das Gebäude „drehen“. Zwei Wände müssen bei dieser Variante herausgenommen und neu gebaut werden, die erweiterte Halle würde dann jeweils einen Meter breiter und einen Meter länger werden.

Viele Fragen

Die Präsentation der Vorplanung warf viele Fragen. Soll man den Keller für die Schützen erweitern, obwohl der Kellerbau sehr teuer ist? Gibt es Zuschüsse vom Freistaat? Reichen die Parkplätze, wenn zukünftig Großveranstaltungen durchgeführt werden? Was sagen die Vereine dazu? Das waren nur einige der gestellten Fragen, auf die es noch keine endgültigen Antworten gibt.

Als nächsten Schritt will man nun ausführlich das Konzept mit den Vereinen, insbesondere dem Schützenverein besprechen. Verzichten möchte Viktoria Horber auf die Schützen und die Kegelbahn in der neuen Mehrzweckhalle auf keinen Fall. Immerhin spülen sie pro Monat bis zu 800 Euro Einnahmen in die Gemeindekasse.

Architekt Holzapfel konnte sich am Ende der Aussprache freuen. Ihm wurde per Mehrheitsbeschluss die weitere Planung in die Hände gelegt.

Siegfried Spörer

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