Denklinger Familienunternehmen expandiert nach Mexiko

Arriba! Hirschvogel jetzt auch in Mexiko

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Am 11. April fiel der offizielle Startschuss für das neue Hirschvogel-Werk in San Juan del Río in Mexiko.

Denklingen/Mexiko – Hirschvogel ist weiterhin auf Expansionskurs: Am 11. April eröffnete das Unternehmen offiziell sein neues Werk am Standort San Juan del Río in Mexiko. Bis Ende 2019 plant Hirschvogel, dort 250 Mitarbeiter zu beschäftigen. Die Niederlassung wird Bauteile für den lokalen Automobilmarkt produzieren. Als zweites Werk in Übersee soll so der nordamerikanische Markt ausreichend beliefert werden können.

Bereits im Oktober 2017 wurde in dem Werk mit der Serienproduktion im Bundesstaat Querétaro begonnen. In dem neuen Ableger will Hirschvogel Components Mexico umgeformte und weiterveredelte Bauteile für den lokalen Automobilmarkt produzieren.

Insgesamt investiert das Unternehmen in den neuen Standort von Baubeginn bis Ende 2019 die Summe von 67 Millionen Euro. Nach den Werken in China, USA, Polen und Indien ist Mexiko der fünfte Staat, den Hirschvogel erobern will. Insbesondere soll der Einfluss des Unternehmens auf die Region des Nordamerikanischen Handelsabkommens NAFTA ausgeweitet werden. Bereits im Oktober 2015 begann die Standortanalyse und Planung für das neue Werk. Knapp ein Jahr später begannen die Erdarbeiten auf dem gut elf Hektar großen Grundstück. Und im Januar 2017 starteten die Bauarbeiten an der ersten Halle. In den folgenden Monaten entstanden 20.000 m2 Produktionsfläche und 4.000 m2 Büroräume. Bis heute wurden zwei komplette Pressenlinien und 21 Bearbeitungsmaschinen installiert.

Geplant sei für 2018 die Herstellung von rund 1,5 Millionen Getriebewellen. Natürlich nicht, ohne parallel die Fertigungskapazitäten weiter aufzubauen. Leiter in Mexiko ist seit 2017 Stephan Lutzenberger, der seit 18 Jahren bei Hirschvogel tätig ist. Unter anderem auch als Produktionsleiter des Werkes in Ohio, aber auch als Entwicklungsleiter im heimischen Standort Denklingen. Das Familienunternehmen beschäftigt weltweit 5.300 Mitarbeiter und hatte 2017 einen Umsatz von 1,167 Milliarden Euro. Der Hauptsitz liegt in Denklingen, drei weitere Werke sind in Schongau und Marksuhl bei Eisenach.

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