Heimelig am Bach

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Auch entlang des Mühlbachgerinnes südlich vom Untermüllerplatz sollen einige Holzbänke aufgestellt werden. Der Bereich unter den Bäumen soll mit Stauden bepflanzt werden.

Dießen – Bereits seit November ist die Mühlstraße – Dießens rundum erneuerte, verkehrsberuhigte Flaniermeile – wieder für den Verkehr geöffnet. Doch die Detailgestaltung, die den öffentlichen Raum zum Lebensraum macht, beschäftigt den Bauausschuss nach wie vor. In der jüngsten Sitzung ging es um eine Alternativplanung für das Tosbecken, um Standorte für Sitzbänke und Papierkörbe und um die Begrünung des Untermüllerplatzes.

Grundsätzlich hatte sich der Gemeinderat schon im Spätherbst darauf geeinigt, dass das Tosbecken beim Mühlbachabsturz gegenüber der Eisdiele zum Plantschen über drei Stufen zugänglich gemacht werden soll. Die Kostenschätzung hierfür liegt laut Planer Klaus Immich bei 47.945 Euro. Die unterste Stufe, so Immich am Montag, könnte zum Plantschen etwas breiter ausgebaut werden. Von einem Holzgeländer und einem Holzbelag für die oberste Sitzstufe riet er ab. Holz verwittert und bei Nässe besteht Rutschgefahr.

Einstimmig sprach sich das Gremium auch für die Anschaffung von zwölf schlichten, hochwertigen Holzbänken mit Stahlwangen aus. Das vom Planer vorgeschlagene Modell entspricht im Stil den Bänken am Busbahnhof und ist wahlweise mit oder ohne Lehne erhältlich. Kostenvoranschläge müssen dazu noch eingeholt werden. Eine Bank soll im Bereich des Schmuck- und Uhrengeschäfts platziert werden. Im Bereich des Motorradstellplatzes werden voraussichtlich zwei Bänke ohne Lehne aufgestellt, weitere sind beim Fahrradabstellplatz östlich des Gasthofs Unterbräu und entlang des Mühlbachgerinnes an der Südseite des Untermüllerplatzes vorgesehen.

Auch hier empfahl Immich Bänke ohne Lehne, damit Rastende die Blickrichtung je nach Sonneneinstrahlung und Ausblick variieren können. Einige Gemeinderäte wünschten sich außerdem eine Bank im Umfeld des Maibaums. Marc Schlüpmann (Grüne) schlug als Standort die Rasenfläche neben der kleinen Fußgängerbrücke gegenüber vom Schreibwarengeschäft vor. Außerdem sollen zwei schlichte gerundete Bänke den Brunnen auf dem Untermüllerplatz kreisförmig umrahmen. Vorgesehen sind zudem vier zum Stil der Bänke passende Abfalleimer, drei am Untermüllerplatz und einer im Umfeld des Maibaums.

Die Planung zur Begrünung des Untermüllerplatzes stellte Landschaftsarchitektin Monika Buchner vor. Sie empfahl für die Grünfläche im Bereich des Brunnens und für die Fläche unter den Bäumen entlang des Mühlbachs bodendeckende Stauden wie Elfenblume, kaukasisches Vergissmeinnicht oder Frauenmantel. Die Idee sei „ein bunter Teppich mit einzelnen Solitärstauden“ wie Glockenblumen, Herbstanemonen oder Taglilien. Damit der Teppich schnell grün und dicht wird, dürfe nicht an Pflanzen gespart werden. Nach der Pflanzung müsse außerdem zur richtigen Zeit organisch gedüngt und gegossen werden. Für zirka 500 Pflanzen veranschlagte Buchner 2398 Euro, für die Pflanzarbeiten 1299 Euro. Sämtliche Verschönerungsmaßnahmen wurden vom Bauausschuss einstimmig befürwortet.

Ursula Nagl

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