Deutliche Pleite

Kein Durchkommen: Zu oft verebbten die Landsberger Angriffsbemühungen (im Bild Roberto Schwirkmann) in der Kissinger Defensive. Foto: Krivec

Eine ganze Weile konnten die Handballer des TSV Landsberg am Wochenende in der Landesliga Süd beim SC Kissing mithalten. Erst in der letzten Viertelstunde brach die Konzentration ein, so dass die Gastgeber mit schnellen Toren zu einem deutlichen 25:16-Sieg kommen konnten. Ein Erfolg in Kissing war zwar nicht unbedingt eingeplant, wäre aber einen Entlastung im Abstiegskampf gewesen. Jetzt werden die vier Parteien bis Ostern die entscheidenden sein – bei drei Heimspielen keine ganz schlechte Ausgangslage.

Man hatte sich offensichtlich vorgenommen, sich nicht von der schnellen, offensiven Spielweise der Gastgeber mitreißen zu lassen, sondern wollte die Partei mit kontrolliertem Spiel lange offen halten, um dann am Spielende möglichst die Nase vorn zu haben. Das klappte zunächst auch recht gut. Eine 4:1 Führung der Gastgeber glich man bis zur Mitte der torarmen ersten Hälfte aus. Schon jetzt wurde aber deutlich, dass vom Landsberger Rückraum an diesem Tag kein so rechter Druck ausging und man auch sonst nur schwer durch kam. Trotzdem blieb man dran, war immer wieder mal kurzzeitig in Führung und ging mit einem akzeptablen 8:9 in die Pause. Nach dem Wechsel fruchtete die schnelle dynamische Spielweise der Kissinger (10:15/40.) nun besser. Schnell wuchs der Rückstand und die Landsberger kamen mit ihrem Positionsangriffen kaum zum Erfolg. Erschwert wurde das in der ganzen zweiten Hälfte auch durch zahlreiche unglückliche Entscheidungen der Schiedsrichter. Das blieb auch dem Gegner nicht verborgen, stellte doch ein Kissinger Funktionär nachdem Spiel erleichtert fest: „ Wir können von Glück sagen, dass wir in einem solch wichtigen Spiel diese Schiedsrichter hatten“. Fehlende Konzentration Trotzdem arbeiteten sich die Landsberger wieder auf heran (18:15/48.). Es war noch nichts entschieden, aber dann ging im Angriff die Konzentration verloren und man verlor in der offensiven gegnerischen Abwehr immer wieder den Ball, was die Gastgeber zu konsequent verwandelten Gegenstößen nutzten. Und selbst fand man kein Mittel mehr gegen die flexible Kissinger Abwehr, so dass man bis zum Spielende nur noch einen Treffer erzielte. Da schwanden sichtbar auch die Kräfte. „Wir haben lange gut mitgehalten, aber in den letzten zehn Minuten das Spiel völlig aus der Hand gegeben und es dem Gegner dadurch leicht gemacht. Acht Tore je Halbzeit sind natürlich zu wenig“, bilanzierte der Landsberger Trainer Hubert Müller nach dem Spiel. „Unglücklich für uns waren auch die vielen, schwer nachvollziehbaren Entscheidungen der Schiedsrichter gegen uns. Das hat uns in vielen Situationen gebremst. Jetzt gilt es für uns in den nächsten vier Partien zu beweisen, dass wir in diese Liga gehören.“ Das erste der Entscheidungsspiele steigt am nächsten Samstag um 16:30 Uhr im Sportzentrum gegen den TSV Friedberg II, ein Team aus der Spitzengruppe der Landesliga-Süd.

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