"Die Gauklerin von Kaltenberg"

Jedes ihrer VolksMusicals ist ein eigenständiges Projekt: Sanni Risch steckt mitten in den Vorbereitungen für „Die Gauklerin“ – die Flyer sind schon gedruckt. Foto: Hofstetter

Sanni Risch setzt ihre Talente vielseitig ein: Die gelernte Musikkauffrau und Tontechnikerin komponiert, dirigiert, textet, spielt mehrere Instrumente und gibt auch noch Unterricht. Im Sommer 2013 bringt die Andechserin mit „Die Gauklerin von Kaltenberg“ ihre vierte Neuproduktion auf die Bühne.

Vor vier Jahren machte die 39-Jährige mit der Weltpremiere „Hurlahutsch, die Sagen der Wilden Fräulein“ von sich reden. Gut 3000 Zuschauer sahen Rischs erste Produktion, an der über 120 Darsteller aus dem Oberallgäuer Raum mitgewirkt hatten. 2010 griff die Andechserin mit „Ramsee“ die Sage des versunkenen Dorfes vom Ammersee auf. Und im Jahr darauf produzierte sie „Kutta-Miedl“, ihr drittes Musiktheater-Bühnenwerk. Im Sommer kommenden Jahres kann Sanni Risch ihrem Publikum im Herrschinger Thea­- terzelt wieder eine Besonderheit bieten. Konnte sie doch als Protagonistin für die „Gauklerin von Kaltenberg“ Julia Freidank, die in Geltendorf lebende Autorin der gleichnamigen historischen Romanvorlage, gewin­- nen. „Ich wollte die Rolle so authentisch wie möglich besetzen“, brachte die Andechserin bei einem Gespräch mit dem KREISBOTEN ihre Freude über Freidanks Zusage zum Ausdruck. Und Hauptdarstellerin Freidank erklärt in einem Interview: „Ich freue mich wahnsinnig darauf. Es ist spannend für mich, weil es das erste Mal ist, dass jemand, nach einem Buch von mir, ... ein Musical entwirft ..., und weil ich selbst daran teilnehmen werde ... Es ist eine ganz große Erfahrung für mich, dass nun extra für meine Stimme etwas geschrieben wird.“ Furchtlose Gauklerin Zum Inhalt der neuen Produktion: Anna, die Gauklerin von Kaltenberg, kennt keine Furcht, gibt sich selbstbewusst und ungläubig, verliebt und sehr kämpferisch. Dabei kann die junge Frau einen unverwechselbaren Schatz ihr Eigen nennen: ihre Stimme. Ungeachtet der heftig wütenden Feh­den und Männerkämpfe, die in mittelalterlicher Zeit das Land von Kaltenberg bis zum Ammersee beherrschen, geht die Gauklerin ihren Weg aufrecht und stolz bis nach Benediktbeuern, wo sie auf die Car­- mina Burana stößt. Jene Schrift, die im Laufe der folgenden Jahrhunderte noch zu echtem Weltruhm gelangen soll... Wie in ihren vorangegangenen Stücken bedient sich Sanni Risch in ihrem vierten VolksMusical eines regionalen Themas, produziert für „Die Gauklerin“ ein neues Libretto und setzt als Darsteller und Musiker Laien aus der Region ein: „Ein festes Ensemble gibt es nicht. Jede Produktion ist ein eigenständiges Projekt, Sprechrollen und Musikstücke werden neu einstudiert und die Kostüme entworfen“, verrät die Initiatorin. Sanni Risch komponiert, leitet die Proben, dirigiert und führt Regie. „Jeder, der möchte, darf in dem zweistündigen Stück mitmachen, vom Kind bis zum Rentner, der älteste ist 72“, gibt Risch die Richtung vor und setzt sich in ihrem jüngsten Projekt wieder zum Ziel, „schlummernde Talente in der Region zusammenzuführen“. Insgesamt wirken über 50 Darsteller und Musiker an dem Gesamtschauspiel mit, das exclusiv nur in Herrsching gezeigt wird. Schlagzeuger gesucht Mitten im Erzählfluss stoppt Risch, hält kurz inne. Da war doch noch etwas, was sie unbedingt loswerden wollte: „Wir suchen für unsere sechs Aufführungen im Herrschinger Theaterzelt am Mühlfeld noch einen Schlagzeuger. Interessierte können sich gerne unter der Telefonnummer 0172/8509381 melden.“ Übringes: Der Kartenvorverkauf für „Die Gauklerin von Kaltenberg“ ist bereits gestartet. Gespielt wird am 19. (Premiere), 20., 21., 26., 27. und 28. Juli 2013 um 19.30 Uhr. Weitere Informationen gibt es auf www.volksmusicals.eu.

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