Die Stelzer:

Neues Jahr, fremde Kulturen

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Bis nach Taiwan reisen einige Schauspieler des Landsberger Theaterensembles „Die Stelzer“ über Silvester und beginnen damit ein aufregendes Jubiläumsjahr.

Landsberg – Das Jahr 2014 wird ein ganz besonderes sein für das Landsberger Theaterensemble „Die Stelzer“: Unter diesem Namen feiert das Theater im kommenden Jahr 20-jähriges Jubiläum.

1994 ist der Name erstmals als neue Bezeichnung verwendet worden. Es beendet die Vorgänger-Formation, die als „Lechwehrtheater“ tätig war. „Die Stelzer“ hatten sich damals unter der Leitung von Wolfgang Tietze, Peter Pruchniewitz und Wolfgang Hauck gegründet, um noch intensiver die Theatertätigkeit zu entwickeln.

Nach einer Umfirmierung im Jahr 1999 werden „Die Stelzer“ von Peter Pruchniewitz und Wolfgang Hauck als GbR geführt und sind weit über die Stadt Landsberg hinaus aktiv. Reisen gehört zum Theateralltag. Erst vor wenigen Tagen haben fünf Darsteller aus dem Ensemble mal wieder ihre Koffer gepackt um Weihnachten sowie den Jahreswechsel in Taiwan verbringen.

Bereits zum dritten Mal haben „Die Stelzer“ ein Engagement auf der westpazifischen Insel vor dem chinesischen Festland – dieses Mal als Hauptprogramm mit elf Tagen und zwei neuen Bühnenprogrammen. Diese werden auf der „Yunlin International Agriculture Expo“ präsentiert. Das ist die größte Landwirtschaftliche Messe in Huwei Township, die vom 25. Dezember bis 6. März stattfindet und vergleichbar mit einer Bundesgartenschau ist.

Die fünf professionellen Schauspieler aus dem Stelzer-Ensemble haben noch im Dezember die beiden Bühnenprogramme intensiv einstudiert. „Die barbusigen Donaunixen werden jedoch nicht wie ursprünglich geplant mit im Programm sein: Das vollbusige Erscheinungsbild war für die Taiwanesen doch etwas verwirrend,“ erzählt Theaterleiter Wolfgang Hauck lachend.

Kostüme, die bei den Auftritten in Yunlin im Einsatz sind, werden zum Teil erst vor Ort hergestellt. „Momentan sind wir dabei, die Dinge, die dazu benötigt werden, wie etwa eine Lochzange, einen Schraubenzieher oder einen Kabelbinder, zu fotografieren – zum Zwecke der Verständigung. Mit Englisch kommt man dort kaum weiter. Und für uns ist es einfacher, Bilder von diesen Dingen zu machen als die chinesischen Wörter dafür zu lernen,“ berichtet Darstellerin Inés Zahmoul aus Berlin, die auch schon im Sommer diesen Jahres mit den Stelzern in Taiwan war. Sie weiß wovon sie spricht. Im Sommer hat sie bereits als Musicalsängerin einen chinesischen Text einstudiert.

„Für uns ist dieser Auftritt über Weihnachten und den Jahreswechsel schon ein Ausblick für 2014 – ein Jahr, in dem wir sehr viele Auftritte im Ausland haben werden,“ sagt Wolfgang Hauck. Schon Ende Januar reisen „Die Stelzer“ im Auftrag des Goethe Instituts jeweils eine Woche nach Istanbul und Zypern. Im Sommer werden sie wie schon 2013 auf dem Yilan International Lohas Festival in Taiwan auftreten. Zudem sind Workshops im Kosovo und in Moskau geplant.

„Neben unserem internationalen Engagement wird es auch noch größere Produktionen geben, die wir wieder mit unserem jugendlichen Nachwuchs in Landsberg gestalten. Das wird im österreichischen Bad Hofgastein ein „SommerNachtsTraumTheater“ sein. Das ist zwar auch im Ausland, aber noch gut erreichbar,“ meint Wolfgang Hauck. Für Auftritte in Landsberg bleibt im nächsten Jahr wenig Zeit. Jedoch wird 2015 im Rahmen des Ruethenfestes wieder mit dem Freilichttheater „Licca Line – Eine lange Fahrt ins sagenhafte Damasia“ eine besonders große Produktion im Mittelpunkt stehen.

Zunächst einmal wird der Jahreswechsel in Taiwan gefeiert – durch die Zeitverschiebung rutschen „Die Stelzer“ sogar einige Stunden früher als die Landsberger in ihr ganz besonderes Jahr 2014. Alle Informationen gibt es auch unter www.die-stelzer.de.

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