"Die Technik ist das A und O"

„Eishockeyspezifische“ Vorbereitung erhalten die Nachwuchsspieler des HCL im Sommertraining mit Trainer Markus Rohde auch im „City-Gym“ von Benno Stangl. Foto: Kruse

Als andere erst mit dem Training anfingen, machte der HCL-Nachwuchs schon wieder Pause: „Wir haben sehr früh angefangen und sehr intensiv trainiert, da waren einige schon froh, dass sie sich jetzt zwei Wochen erholen konnten“, berichtet Trainer Markus Rohde, der die Nachwuchsarbeit beim Eishockey-Landesligisten koordiniert. Seit 30. April sind Knaben und Schüler schon wieder im Sommertraining, die restlichen Klassen haben im Juni mit der Vorbereitung begonnen.

Der viele Schweiß sollte sich aber gelohnt haben. „Wir sind auf einem guten Weg und stehen insgesamt gut da“, so der 33-Jährige, bevor es am Freitag zum ersten Mal aufs Eis geht. Auch da hat man an die Übungseinheiten lange ausgefeilt. Dementsprechend ambitioniert sind auch die Ziele des Nachwuchses vor der neuen Saison. Will man die Trainingsphilosophie zusammenfassen, lautet sie etwa so: Die Verbesserung von Schlittschuh- und Stocktechnik steht im Vordergrund. „Dafür steht auch der ganze Verein“, sagt Rohde, „wir möchten, dass der HC Landsberg technisch gute Spieler hervorbringt. Die Technik ist das A und O, leider wird sie oft nicht richtig gefördert.“ Anders beim HCL: Unterstützt von Eltern und dem Förderverein, wurde viel Material angeschafft und teilweise selbst gebaut, um die Spieler vorwärtszubringen: Slideboards und Hindernisse werden künftig auf dem Eis genauso zum Einsatz kommen wie Sprintgurte, Minihürden, Medizinbälle und Autoreifen. Jede Nachwuchsklasse absolviert ein eigene Einheit mit diesem Material, mittwochs treffen sich alle Klassen mit ihren Trainern zu einem gemeinsamen Techniktraining. Schon im Sommertraining hat man sich gezielt vorbereitet, „eishockeyspezifisch“, wie Rohde sagt. Dazu gehört auch die Arbeit im „City-Gym“ von Benno Stangl. „Wir haben da gute Bedingungen, Benny unterstützt den Verein ja schon seit Jahren und weiß auch, worauf es ankommt.“ Dagegen verzichten Rohde und die restlichen Nachwuchstrainer auf stundenlange Läufe. „Ich brauche die Burschen nicht 60 Minuten durch den Wald zu hetzen. Das entspricht auch nicht der Belastung, die sie später auf dem Eis haben.“ Aber nicht nur an den Trainingsmethoden wird gearbeitet, auch das gesamte Nachwuchskonzept wird laufend verbessert. In der kommenden Saison kooperiert man gleich mit mehreren Vereinen: Kaufbeuren, Buchloe und Füssen werden mit dem HCL zusammenarbeiten und Spieler austauschen. Das bringt personelle Verstärkung. „Und wir können gute Spieler so eher halten“, meint Rohde. „Wenn einer dann wirklich stark genug ist, um in Kaufbeuren DNL zu spielen, werden wir ihm andererseits sicher keine Steine in den Weg legen.“ Damit sollte auch gesichert sein, dass Nachwuchsakteure nicht mehr ohne weiteres in der laufenden Saison zu einem Nachbarverein wechseln und damit für Personalprobleme sorgen. Dieser Trend aus der Vorsaison hat sich inzwischen übrigens umgekehrt: 25 Neuzugänge vermeldet der HCL-Nachwuchs, darunter mehrere Landsberger, die ihrer Heimatstadt vor einiger Zeit den Rücken gekehrt hatten. Nachwuchs beim HCL • Kleinstschüler und Kleinschüler: Spielen in der Meldeklasse B, die Meldeklasse A wird angestrebt. • Knaben: Spielen in der Meldeklasse A, Saisonziel ist der „Klassenerhalt“. Schon aufgrund der Personaldecke (25 Spieler) stehen die Chancen gut. • Schüler: Die derzeit stärkste Nachwuchsmannschaft des HCL mit 22 Spielern. Saisonziel ist der Aufstieg in die Bundesliga. • Jugend: Das Sorgenkind, da viele Spieler nach oben gerutscht sind. Mit nur zehn Spielern ist man auf die Kooperationsvereine angewiesen. Ziel ist es, nicht aus der Bundesliga abzusteigen. •Junioren: Durch den Rückzug von Bad Tölz ist man in der Bundesliga geblieben und will die Klasse halten. Die Chancen haben sich verbessert, da man wieder einen größeren Kader hat (16 Feldspieler, zwei Torhüter). Ein Aufstieg bzw. Wechsel in die kostenintensivere DNL ist allerdings noch kein Thema. „Das ist weit weg“, so Markus Rohde, „und muss für unseren Verein auch wirklich nicht sein.“

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