Ein Buch, das Gutes tut

Die tierische Schatzsuche in Landsberg

Maulwurf Molte
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Das ist Molte, genau genommen Molte 08, der Neunzehnte. Der süße Maulwurf ist tierischer Protagonist des Kinderbuchs von Anita Christner, das demnächst erworben werden kann.
  • vonAndrea Schmelzle
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Stoffen – „Eine Liebeserklärung an Kinder, Tiere sowie an die Stadt Landsberg“, so bezeichnet Anita Christner ihr 64-seitiges, kunterbuntes Buch, bestückt mit hundert Bildern, Aquarellen und Fotos, das demnächst im Eigenverlag erscheint. „Molte 08 der Neunzehnte & die tierische Schatzsuche von Landsberg“ ist ein spannendes Abenteuer, bei dem nicht nur Kinder, sondern auch so mancher Erwachsene etwas lernen kann. Mit sieben tierischen und einem menschlichen Protagonisten – und einer guten Tat, die dahintersteht: Der Reinerlös kommt zwei sozialen Organisationen zugute. 

Eigentlich habe es Corona erst möglich gemacht, was ihr schon lange im Kopf herumschwirrte, meint die 67-jährige Rentnerin Anita Christner, die vom Ammersee kommt, aber seit einem Jahr in Stoffen lebt. Nämlich ein Buch zu schreiben, das alles vereint, was sie liebt: Kinder, Tiere und die Stadt Landsberg. Gekoppelt mit einer guten Tat, nämlich mit dem Erlös die beiden gemeinnützigen Organisationen, die ihr am Herzen liegen, zu unterstützen. Durch die Corona-Maßnahmen „eh viel daheim“, habe sie daher einfach angefangen zu schreiben:

Über die Geschichte um Molte, den kleinen Maulwurf, der unter der Erde eine Schatzkarte findet, Elsa, die bunte Kuh, Fünferl, eine Rauhhaardackeldame, die Krähe Nadel, Bob, der Rastafari-Esel, Vulpini, die kleinen Füchsin, das Shettland-Pony Fräulein Resi und schließlich Moses, das einzige Menschenwesen. Es sei ein Buch über das Abenteuer von sieben Tieren und einem blinden indischen Kind, die sich in der Altstadt von Landsberg auf eine Schatzsuche begeben, auf ihrem Weg, etwa durch Wildpark, Teufelsküche, Bayertor, Hexenviertel, so einiges erleben – und dabei von ihren Ängsten befreit werden.

Und auch die bunte Kuh Elsa ist bei der Schatzsuche mit dabei.

Durch knifflige Aufgaben, Hinweise, wo der Schatz versteckt sein könnte, und Wörterrätsel bekommen die Kinder immer wieder den Anreiz, mitzumachen und mitzuraten. Es seien verrückte und phantasievolle Geschichten, so Christner, die auf ein Ende hinführen, bei dem es ihr wichtig sei, dass die Kinder es wahrnehmen, erfahren und auch annehmen. „Dass sie merken: Freundschaft, Nächstenliebe und Achtsamkeit sind nicht nur im Umgang mit Menschen, sondern auch mit Tieren und Pflanzen wichtig.“

Rund drei Monate hat Christner intensiv an ihrem Werk gearbeitet. Mit vielen Unterstützern im Hintergrund. Einige davon hat sie erst über Facebook kennengelernt. Etwa eine Malerin, mit der sie inzwischen befreundet ist. Diese hat die acht Protagonisten in niedlichen Aquarellen dargestellt. Aber auch Christners 14-jährige Enkelin Lia hat Aquarelle beigesteuert. Kennengelernt hat sie auch Menschen aus der Region, die ihr bei der Suche nach ‚Landsberger‘ Schauplätzen, etwa dem

‚Zauberbaum‘, geholfen und ihr unzählige Vorschläge und Ideen geschickt haben. Die vielen Fotos dazu hat Christner selbst geschossen.

Erscheinen lässt die Autorin ihr Buch im Eigenverlag und über Selbstvertrieb – um Zwischenhandelskosten auszuschließen und damit einen höheren Spendengewinn erzielen zu können. Wer es kaufen möchte, kann es direkt bei ihr daheim abholen. „Ich verschicke es aber auch gerne oder liefere selbst aus“, sagt sie. Denn das Büchlein sei auch deswegen ein Herzensprojekt, da sie den Reinerlös der ersten Auflage von 250 Exemplaren zu hundert Prozent je zur Hälfte an das Tierheim Landsberg und die baden-württembergische Organisation Human Dreams spenden werde, deren Gründerin Nicole Mtawa Kinderdörfer und Kinderpflegeheime für behinderte Kinder in Afrika und Indien aufgebaut hat.

Christner war oft auf Reisen und hat viele Winter in Indien verbracht. All ihre Erfahrungen spiegeln sich im Buch wider. Auf ihrem Streifzug durch Landsberg erzählen sich die Tiere gegenseitig Geschichten und Erlebnisse. Auch hier kommt vieles durch, was Christner selbst erlebt hat. Dennoch: „Es ist eine fiktive Geschichte“, sagt sie.

Derzeit ist das farbenfrohe Buch, in dem es nicht „eine einzige weiße Seite“ gebe, noch im Druck. Christner hofft, dass es bis zum Muttertag am 9. Mai fertig ist. Dann kann es für 12,50 Euro plus Versandkosten erworben werden. Gedacht ist es für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren. Auf deren Resonanz ist die Autorin schon gespannt. „Die Kinder – oder auch ihre Eltern – können mir gerne schreiben“, meint sie. Vielleicht ergebe sich ja sogar eine Folgegeschichte. Aber zunächst wünscht sie ihren kleinen und größeren Lesern viel Spaß auf der Schatzsuche, mit dem ‚Erdwerfer‘ und ‚Mundschmeiß‘ Molte samt Kumpanen.

So wird Anita Christners Kinderbuch über den Maulwurf Molte aussehen.

Kontakt und Erwerb über: schpatzerl53@yahoo.de.

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