Dank Lockerung:

In Zeiten von Corona Papier für die Vereinskasse sammeln

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Damit das Altpapiersammeln stattfinden kann, sind Vorkehrungen zu treffen. So dürfen beispielsweise nur Personen des gleichen Haushalts gemeinsam auf einen Wagen.

Kaufering – Jeder Kauferinger steht jeden Tag vor dieser Entscheidung: Werfe ich mein Altpapier weg oder stelle ich es der Sammlung des VfL zur Verfügung? „Wenn ich weiß, dass ich mit ganz kleinem Aufwand einem örtlichen Verein einen großen Gefallen tun kann, dann ist die Sache doch sonnen­klar“, meint Ludwig Reiter. Der Organisator und seine Mitstreiter sind diesen Samstag wieder auf den Straßen der Marktgemeinde unterwegs. Das Landratsamt hat das trotz Corona erlaubt und Kauferings Altpapiersammlern das Versprechen abgenommen, ganz besondere Vorkehrungen zu treffen.

Alle acht Wochen machen sich rund 40 Mitglieder der Abteilungen Turnen und Leichtathletik sowie Fußball des VfL Kaufering an die Arbeit. Wo sie fündig werden, das wissen sie meist im Vorfeld. „Es gibt ganz viele Kauferinger, die uns schon lange spitzenmäßig unterstützen“, freut sich Reiter. Diese Haushalte sammeln ihre Altpapier in Kisten oder Kartons, um diese dann zu den Sammelterminen vor die Tür zu stellen. „Mit meinem Abfall und ohne Aufwand einen Verein unterstützen, einfacher geht es nicht“, findet Reiter. „Es ist doch annähernd derselbe gute Gedanke wie der, dass lokal einkaufen und regional konsumieren richtig ist.“

Knapp 5.800 Euro verdiente sich seine Abteilung bei ihren Sammlungen im Jahr 2019, indem sie 94 Tonnen Altpapier zusammentrug. Die Entwicklung sei aber rückläufig, seit 2010/11 die Blaue Tonne eingeführt wurde, bedauert Reiter. 2018 waren es rund 105 Tonnen. Ein deutlicher Einbruch, beispielsweise im Vergleich zum Jahr 2008: Damals kam man noch auf 173 Tonnen – und 10.500 Euro für den Verein. Der finanzielle Ertrag hat sich seitdem beinahe halbiert.

„Ich selbst mache es so: Karton in die Blaue Tonne, Altpapier in eine separate Box“, schildert Reiter. Denn er weiß: Wenngleich die jährliche Summe nicht mehr die Größe der Vergangenheit erreicht, ist sie immer noch eine ganz wichtige Einnahmequelle für seinen VfL. Umso bedauerlicher sei es, dass die Helfer manchmal über ganze Straßenzüge hinweg keinen Sammelerfolg haben. Trotzdem: „Auch diese fahren wir weiterhin an. Vielleicht lesen die Leute ja diesen Artikel und wir landen das nächste Mal wieder Treffer, wo zuletzt Fehlanzeige war.“

Das nächste Mal, das ist schon am kommenden Samstag. Im Lauf der Woche gab das Landratsamt sein Einverständnis, dass ab dem 9. Mai wieder gesammelt werden darf. Dabei sind wichtige Vorkehrungen zu treffen, zum Beispiel diese: Während sich die Sammler üblicherweise bunt gemischt auf die Wagen verteilen, ist diesmal darauf zu achten, dass sie aus demselben Haushalt stammen. Bei der Suche nach Helfern ergibt sich daraus in der Kürze der Zeit eine ganz neue Herausforderung. „Das schaffen wir, die Motivation unter unseren Mitgliedern ist groß und wir setzen die Vorgaben zuverlässig um“, ist sich Reiter sicher. „Jetzt und in Zukunft wäre es natürlich ein tolles Zeichen, wenn uns die Kauferinger mit all ihrem Altpapier unterstützen.“

Wer möchte, kann sein Altpapier am Samstag ab 9 Uhr auch direkt auf dem Parkplatz des Kauferinger Lechtalbads abgeben. Das nächste Mal sammelt der VfL Kaufering dann am 18. Juli.

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