Herkomer-Konkurrenz

In den Fußstapfen Herkomers

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Die Motoren der Oldtimer tuckerten und brummten bei der diesjährigen Herkomer-Konkurrenz vom Papierfleck in Landsberg aus bis nach Irsee und nach Merching.

Landsberg – In der gesamten Lechstadt brummten und tuckerten am Wochenende die Motoren – 59 Teilnehmer rückten mit ihren Oldtimern zur „Herkomer-Konkurrenz“ 2013 an. Seit 1905 findet die Rallye von Landsberg aus statt, sie ist damit die älteste ihrer Art für Tourenwagen bis Baujahr 1930.

Für das neue Organisationskomitee war es wahrlich keine leichte Aufgabe, die Herkomer-Konkurrenz einigermaßen glatt über die Bühne zu bringen. Nur zwei Personen der bisherigen Organisatoren waren übrig geblieben; so wurde eine neue Mannschaft, einschließlich des Vorsitzenden Manfred Strobl, kurzfristig buchstäblich ins kalte Wasser geworfen. Dafür klappte es recht gut, mit dem neuen Fahrtleiter Joachim Stech taten die Landsberger einen Glücksgriff. Er ist auf dem Gebiet ein Routinier und hat mit der Schwaben-Klassik schon Meriten erworben. Ein alter Hase ist dagegen Ulf von Malberg, der zum zehnten Mal mitwirkte.

Für die Jubiläums-Veranstaltung vom 10. bis 13. Juli 2014 (Herkomer starb 1914) ist man also gerüstet. Dann ist auch der Hauptplatzumbau längst abgeschlossen, sodass man als Zielort wieder die gute Stube der Lechstadt nutzen kann. Auch für das Herkomer-Museum kam von den Teilnehmern Geld in die Kasse, sobald die genaue Summe feststeht wird man den Kontostand in einer kleinen Feierstunde veröffentlichen.

Die Strecken bis Irsee am Freitag und bis Merching am Samstag kamen bei den Teilnehmern gut an, bis auf eine Steigung von 13 Prozent war sie auch für die sogenante Messingklasse (bis Baujahr 1918) glatt zu bewältigen. Allerdings fiel der Senior der Rallye, der Peugeot von 1899, nach drei erfolgreich bestrittenen Veranstaltungen diesmal aus. Ein hässliches Geräusch aus dem Inneren des Motors lies das Aufladen sinnvoll erscheinen.

Das Siegerteam Moritz mit dem Pontiac-Holden von 1929 gewann nunmehr zum dritten Mal, sodass bei der Siegerehrung für das nächste Mal ein Handicap „angedroht“ wurde. Andererseits rettete es die deutsche Oldtimerehre, denn die folgenden drei Plätze gingen ins Ausland. Dass auch Funktionäre und Juroren hervorragend Auto fahren können, bewies am Wochenende die schweizerische Kombination Aeschlimann und Oberholzer, häufig internationale Stewards, wobei Lukas Oberholzer dieses Jahr für den Präsidenten des Weltverbandes FIVA kandidiert und gute Aussichten hat.

Platz drei ging an die österreichisch/japanische Kombination Loy, die mit Dalmatinerin im Ford T auch die Gruppe B (bis 1918) gewannen. Die Gruppe A der holten sich Melkus/ Brunet, ebenfalls aus Österreich mit einem Oldsmobile Curved Dash von 1902 auf dem 8. Platz in der Gesamtwertung.

Die Oldies sind los

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