Neue Sozialwohnungen in Dießen

In Windeseile zum Richtfest

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Nach dem Richtspruch auf den Sozialbau an der Von-Eichendorff-Straße: Bürgermeister Herbert Kirsch, Bauamtsleiterin Johanna Schäffert, die Zimmerer Andreas Paul und Martin Frei, Bauamt-Technikchef Gustav Arnold und Architekt Alexander Pfletscher (von links) begießen den schnellen Baufortschritt.

Dießen – Bürger aus Utting und Schondorf, die sehnsüchtig auf eine bezahlbare Wohnung warten, blicken neidisch nach Dießen. Während in den Nachbargemeinden auf dem Schmucker-Areal und dem Prix-Gelände noch nicht mal der erste Spatenstich für die längst beschlossenen sozial verträglichen Wohnprojekte erfolgt ist, geht es in der Marktgemeinde Dießen bereits in die Zielgeraden.

Beim Sozialbau in der Von-Eichendorff-Straße wurde jetzt Richtfest gefeiert. Nächste Woche beginnt der Innenverputz und Anfang des kommenden Jahres können die ersten Mieter einziehen. Wie Bürgermeister Herbert Kirsch vor Handwerkern, Nachbarn, Gemeinderäten und der Verwaltung betonte, konnte das Projekt „geradezu in Windeseile“ realisiert werden, was bei öffentlichen Bauvorhaben eine Seltenheit sei. Nach der Änderung des Bebauungsplanes 2016/2017 und dem Architek­ten­wettbewerb konnte bereits im März 2018 mit dem Bau begonnen werden. „Auch, weil rundum nette Nachbarn wohnen, die uns wohlwollend gesonnen waren“, betonte Kirsch. Dafür dankte er ausdrücklich den zum Festakt eingeladenen Anwohnern.

Beifall gab es für den launigen Richtspruch von Zimmerermeister Paul Andreas aus Mauerstetten im Allgäu, der bei den langen Reimen so manches Glas leeren und dann zerdeppern musste. Er dankte humorvoll allen am Bau Beteiligten, vom Baggerführer über den „Kies-Chauffeuren“ bis zu den Brotzeitholern: „Nehmt hin den Dank Ihr Handwerksleut, auf Euer Wohlsein trink ich heut!“

Mit rund sechs Millionen Euro wird der Neubau zu Buche schlagen, wobei die Regierung von Oberbayern im Rahmen des Kommunalen Wohnraumförderungs­pro­gram­mes 30 Prozent bezuschusst. Den Rest stemmt die Marktge­meinde aus eigenen Rücklagen, muss also keinen Kredit aufnehmen.

Architekt Alexander Pfletscher führte stolz die Gäste durch den Rohbau mit den 18 barriere­freien Wohneinheiten – vom Appartement bis zur Vier-Zimmer-Wohnung. Wie er betonte, ergeben die bodentiefen Fenster, hellen Fassaden, Balkone und Terrassen sowie die Satteldächer einen hohen Wohnwert für die künftigen Mieter. Durch den Trick der beiden mit einem gemeinsamen Treppenhaus verbundenen Gebäude füge sich der Sozialbau mit Augenmaß in das bestehende Wohngebiet ein. Der Übergang im Obergeschoss werde eine Art verglaster Wintergarten und soll ein „Ort der Begegnung“ werden.

Bürgermeister Kirsch, Bauamtsleiterin Johanna Schäffert und Bauamt-Technikchef Gustav Arnold luden Handwerker und Gäste zu einer italienischen Brotzeit vom „La Gondola“ in die Tiefgarage ein. Hier verriet Kirsch, dass er sich auf die Einweihung und Schlüsselübergabe an die ersten Mieter als „ein sehr befriedigendes Finale“ seiner 24-jährigen Amtszeit freue. Wie im KREISBOTEN berichtet, tritt Kirsch bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr nicht mehr an.

Dieter Roettig

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