Neujahrsempfang im Traidtcasten

Medaillen-Regen für Dießens Ehrenamtliche

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Ehrenamtlich tätige und engagierte Bürgerinnen und Bürger wurden beim Neujahrsempfang in Dießen ausgezeichnet. Unser Bild zeigt (von links) Albert Wasl, Bürgermeister Herbert Kirsch, Eva Patermann, Andrea Geyer, Anna Abenthum, Jakob Stainer, Rita Baur, Georg Reindl, Christl Kaeßler und Vizebürgermeister Peter Fastl.

Dießen – Ohne die ehrenamtlichen Funktionäre in den Vereinen und die freiwilligen Helfer auf allen Ebenen des Gemeindelebens würde eine Kommune wie Dießen nicht so reibungslos funktionieren. „Sie alle leisten einen wertvollen und unbezahlbaren Beitrag und verdienen Dank und Anerkennung“, wie Bürgermeister Herbert Kirsch beim traditionellen Neujahrsempfang der Marktgemeinde betonte. So standen auch die Auszeichnung und Belobigung langjähriger und besonders engagierter Bürger im Mittelpunkt der Veranstaltung im vollbesetzten Traidtcasten neben dem Marienmünster.

Unter den Gästen waren neben dem nahezu vollständigen Gemeinderat Vertreter von Polizei und Feuerwehr sowie Josef Seefelder, der Ehrenringträger der Gemeinde und Pfarrer Josef Kirchensteiner als Hausherr. In gewohnt lockerer Art führte Bürgermeister Kirsch mit goldener Amtskette um den Kragen durch den Abend. Als Schwerpunkte des neuen Jahres nannte er unter anderem den Baubeginn der Sozialwohnungen und den neuen Kiosk „als wahres Schmuckstück“ in den Seeanlagen, das heuer noch eröffnet werden soll. Mit der Renovierung der Ufermauern als ersten Schritt zur Neugestaltung der Seeanlagen werde es 2018 aber nichts, da von Seiten der Behörden noch diverse Gutachten angefordert wurden. Kirsch bedauerte, dass der von den Bürgern und Gemeinden Dießen, Pähl und Raisting seit Jahrzehnten geforderte Radweg entlang der Birkenallee nun endgültig abgeschmettert wurde. „Als kleine Dorfbürgermeister hatten wir keine Chance gegen die Regierung von Oberbayern“, kommentierte Kirsch mit Galgenhumor das traurige Nein. Dafür aber könne der Radweg von Dießen nach Raisting in absehbarer Zeit realisiert werden, wie man ihm im Ministerium versichert habe. Für die Zukunft wünschte sich Kirsch weiter einen intensiven Dialog mit den Bürgern, die sich glücklich schätzen könnten, an einem der schönsten und friedlichsten „Platzerl“ Bayerns leben zu dürfen.

Den Reigen der Auszeichnungen eröffnete Albert Wasl, der für seine langjährige Tätigkeit als Schriftführer und Fahnenbegleiter im Veteranen- und Soldatenverein St. Georgen-Wengen mit der Bürgermedaille in Bronze geehrt wurde. Eva Patermann erhielt die Bürgermedaille in Silber als Dank für 25 Jahre Schriftführer-Tätigkeit beim Heimat- und Trachtenverein d‘Ammertaler Dießen-St. Georgen. Ebenfalls Silber bekam Andrea Geyer, die 31 Jahre lang Schriftführerin der Dießener Wasserwacht war und unzähligen Kindern als Jugendleiterin das Schwimmen beigebracht hat. Die Bürgermedaille in Gold wurde zweimal vergeben. Einmal an Georg Reindl von dem Burgschützen St. Georgen, der als langjähriger Kassenwart, zweiter Vorstand, Hausmeister, Vereinswirt und Ausschussmitglied ein Tausendsassa ist. Beim Bau des Schützenheimes hat er zudem über 900 ehrenamtlichen Arbeitsstunden beigetragen.

Nach Bronze und Silber erhielt Jakob Steiner jetzt auch noch die Goldene Bürgermedaille. Er ist seit 1988 Schützenmeister der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft Dießen und freute sich in seiner Dankesrede auf die große Jubiläumsfeier im Jahr 2020. Dann wird die Schützengesellschaft 600 Jahre alt. Bis dahin will er sein Amt mindestens noch ausüben, das inzwischen viel mit Verwaltungstätigkeit zu tun habe. Ob Brandschutz, Waffengenehmigungsverfahren oder sichere Aufbewahrung der Waffen - die Bürokratie mache auch vor den Vereinen nicht Halt.

Bürgermeister Herbert Kirsch und sein Vize Peter Fastl ehrten auch drei Damen, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich nützlich machen. Christl Kaeßler kümmert sich um die Josefskapelle an der Prinz-Ludwig-Straße in Dießen, Rita Baur um das Kriegerdenkmal in Dettenhofen und Anna Abenthum um das Kriegerdenkmal in Dettenschwang.

Zum Neujahrsempfang gehört traditionell auch die Ehrung der erfolgreichen Sportskanonen aus der Marktgemeinde (Mehr dazu auf Seite 19). Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang von einem Streicherquartett mit den hochbegabten jungen Musikern Theresa Kiemer und Christof Berghoff (beide Violine), Hannah Bauer (Viola) und Jakob Noll (Cello). Mit der „Keinen Nachtmusik“ von Mozart eröffneten sie den Abend und leiteten mit dem „Ungarischen Tanz“ von Brahms zum gemütlichen Teil mit einem leckeren Buffet über.

Dieter Roettig

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