der letzte Lumpige Donnerstag für Bürgermeister Kirsch

In Dießen gab's die letzten Kirsch-Bonbons 

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Süßer Segen kommt von oben. 52 Kilogramm Bonbons warfen Dießens Bürgermeister Herbert Kirsch als 60er-Fan und seine Mitarbeiter aus den Rathaus-Fenstern zu den Kids der Carl-Orff-Schule.

Dießen – Persönlicher Abschied von einer liebgewordenen Tradition am „Lumpigen Donnerstag“: Zum letzten Mal ließ Herbert Kirsch als Bürgermeister der Marktgemeinde einen wahren Bonbon-Regen vom Fenster seines Amtszimmers auf die Kids der Carl-Orff-Schule ergießen. Darunter auffallend viele Kirschbonbons als versteckter Abschiedsgruß des scheidenden Rathauschefs.

Aufgeregt kreischend sammelten rund 300 Maschkeras mit Scannerblick die fliegende Beute ein. Bevor sich aber die Rathaus-Fenster öffneten, mussten sie quasi als Weckruf lauthals „Kikeriki, Kikeriki“ singen, das Lied vom „scheena Hahn“. Niemand weiß so recht, wie man schon beim Vorgänger von Herbert Kirsch auf dieses Kinderlied gekommen ist. Aber es wirkt und ist der Startschuss für den Bonbon-Hagel, an dem sich auch Geschäftsleiter Karl Heinz Springer und die Vorzimmer-Damen beteiligten. Über ein Zentner Guatln flogen so vor die Füße der Carl-Orff-Grundschüler.

Damit bei der fröhlichen Belagerung des Rathauses nichts passiert, haben Polizei und Bauhof die Herrenstraße für eine halbe Stunde für den Verkehr gesperrt.

Während seiner 24-jährigen Amtszeit als Bürgermeister hat Herbert Kirsch nur zweimal urlaubsbedingt den Termin am Lumpigen Donnerstag seinen Vizes überlassen. Er kam immer originell maskiert, diesmal aber nur dezent als Fußballfan des TSV 1860 München mit T-Shirt und blauer Perücke. Sechzger-Fan bleibt er schließlich für immer, auch wenn er nach den Kommunalwahlen nimmer auf dem Chefsessel im Rathaus sitzen wird …
Dieter Roettig

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