Fast ‚klammheimlich‘ aufgestellt

Dießen hat wieder einen Maibaum

Maibaum Dießen
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Drei Jahre soll der neue Maibaum stehenbleiben. Bürgermeisterin Sandra Perzul dankte Trachtler­chef Andreas Huber fürs Aufstellen.
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Dießen - Jetzt hat Bürgermeisterin Sandra Perzul wieder den lange vermissten Bilderbuchblick aus ihrem Amtszimmer: den prächtigen Maibaum, der mit fast dreimonatiger Verspätung an der Gabelung Mühlstraße/Fischerei aufgestellt wurde. Da die Inzidenzwerte gerade einigermaßen ausfallen, nutzte der „Heimat- und Trachtenverein D’Ammertaler Dießen-St. Georgen“ die Gunst der Stunde und organisierte kurzerhand das Aufstellen des 32 Meter hohen Maibaumes, natürlich mit Genehmigung der Verwaltung.

Der Maibaum in Dießen steht wieder

Maibaumaufstellen in Dießen
Maibaum Dießen 2021 G.jpg © Roettig
Maibaumaufstellen in Dießen
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Maibaumaufstellen in Dießen
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Maibaumaufstellen in Dießen
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Maibaumaufstellen in Dießen
Maibaum Dießen 2021 G.jpg © Roettig
Maibaumaufstellen in Dießen
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Allerdings pandemiebedingt ohne vorherige Ankündigung und ohne geselliges Rahmenprogramm. Zum Bedauern von Andreas Huber, dem Vorsitzenden des Heimat- und Trachtenvereins, zuständig für die Ausrichtung dieses urbayerischen Brauchs in der Marktgemeinde. Immerhin unterhielt die „Mühlbach Klarinettenmusi“ die sonntäglichen Spaziergänger, die zufällig Augenzeugen der aufwendigen Prozedur wurden.

Die stattliche Fichte mit 32 Metern Höhe und 2,9 Tonnen schwer wurde bereits Ende letzten Jahres in einem Dießener Forst gefällt, entrindet und zum Austrocknen fachmännisch auf Böcken im Sägewerk Geiger gelagert. Gestiftet haben den Baum Zimmerermeister Franz Pföderl und Malermeister Herbert Wammetsberger. Ein eingespieltes Team des Heimat- und Trachtenvereins mit Florian Vief, Herbert Wammetsberger und Paul Patermann hat den Stamm glatt geschliffen und weiß mit blauen Rauten und Schnecken bemalt. Die 26 Ortsbilder und Zunftzeichen sowie den Wettergockel frischte wieder Sandra Sieber auf. Wie alt die eisernen Kunstwerke sind, sieht man an der Darstellung des Rathauses noch ohne Anbau und am Marienmünster. Den Kirchturm krönt hier die neugotische Spitzhaube von 1827. Erst 1985 wurde sie durch die jetzige Zwiebelkuppe ersetzt.

Nachdem die Dießener Feuerwehr das Areal um den Mai­baum großzügig abgesperrt hatte, wurde der weißblaue Stamm per Kran der Hechenwanger Firma Fichtl aufgerichtet und punktgenau in den „blauen Eisenschuh“ am Spitz zwischen Mühlstraße und Fischerei verankert. Am Joystick des Krans saß übrigens mit viel Fingerspitzengefühl Trachtlerchef Andreas Huber persönlich. Nachdem der Baum mit dem Wettergockel an der Spitze kerzengerade gen Himmel ausgerichtet war, kam noch die obligatorische weißblaue Rautenfahne über die die alten Zunftzeichen der Bauern, Bierbrauer, Bäcker, Sattler oder Maurer.

Mindestens drei Jahre soll der neue Maibaum stehen bleiben. Und beim nächsten Aufstellen ist die Pandemie garantiert gebändigt und es darf wieder kräftig gefeiert werden. Darauf freut sich Bürgermeisterin Sandra Perzul, die aufmerksam das Aufstellen des Maibaums beobachtete und mit dem Handy filmte.

Der Ursprung des Maibaums ist umstritten. Vermutlich liegt er bereits bei den alten Germanen und deren Verehrung diverser Waldgottheiten. Im Laufe der Jahrhunderte vermischte sich heidnisches und christliches Brauchtum zu einem Dorffest für Jung und Alt.

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