Hund in der Hofmark

Dießen ist um ein Fresko reicher

Der Künstler Martin Gensbaur bei der Arbeit an seinem Werk
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Der Künstler Martin Gensbaur bei der Arbeit an seinem Werk, das einem bekannten Deckenfresko entstammt.

Dießen – Wer in den letzten Wochen durch die Dießener Hofmark kam, konnte das Entstehen einer neuen Lüftl­malerei mitverfolgen. Lange Zeit war an der Fassade des Kunstfensters nur ein Umriss mit roter Farbe zu sehen, dann ein Loch im Verputz. Nun bellt dort ein Hund und fletscht seine spitzen Zähne.

Es ist das Markenzeichen des während des Lockdowns neu gegründeten Kunstverlags „edition Kunstfenster“ und stammt aus der direkten Nachbarschaft, dem „Dießener Himmel“.

„Das Detail des Deckenfreskos von Johann Georg Bergmüller passt vielleicht ganz gut zu einer Ausstellungsplattform und einem Verlag, der es sich zur Aufgabe macht, Bilder im öffentlichen Raum zu zeigen, wo man es nicht unbedingt erwarten würde“, meint der Maler Martin Gensbaur. Sich an dem Nadelöhr des täglichen Durchgangverkehrs tagsüber auf den Gehweg zu setzen und zu malen, erfordert jedenfalls einen gewissen Mut.

Martin Gensbaur hat es überlebt und das Fresko könnte von nun an durchaus ein paar Jahrhunderte halten, wie sein Vorbild nebenan.

Außergewöhnliches Jahr

Die erste Neuerscheinung der „edition Kunstfenster“ ist seit Ende April auf dem Markt: „Das Kunstfenster Nr. 7/Quaranta oder 40 Versuche zur Flüchtigkeit des Augenblicks“, mit Beiträgen von Thomas Raff, Sebastian Goy und Alois Kramer und 40 Bildern der gleichnamigen Serie von Martin Gensbaur. Sie spiegeln ein außergewöhnliches Jahr – schließlich blieb 2020 nichts so wie gewohnt. Ein Ausnahmezustand in gesellschaftlicher Quarantäne.

Mit und ohne Anmeldung

Seit letzten Samstag werden die Originalbilder des Heftes in einer Ausstellung im Gartensaal der Abtei Venio in München Nymphenburg gezeigt. Wer sich die Ausstellung anschauen möchte, sollte sich anmelden unter: 089/1795986.

Für Mitte September ist zudem eine Finissage mit geladenen Gästen in Vorbereitung. Das Kunstfenster Dießen dagegen steht dem Betrachter ohne Anmeldung zur Verfügung – bei Tempo 30, ganztägig und ganzjährig.

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