Sanierung der Seeanlagen

Dießen ohne See-Sitzstufen

Sitzstufen Ammersee Dießen
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Die beliebten Sitzstufen am Dießener Ammersee-Zulauf wurden im Zuge der Sanierungsmaßnahmen der Seeanlagen entfernt. Erst in der nächsten Sommersaison kann man hier wieder nach Lust und Laune planschen.
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Dießen – Pünktlich zum Beginn der Sommerferien war es vorbei mit einer gemütlichen Rast inklusive Wasser-Planschen auf den Stufen des Mühlbach-Zulaufs in den Ammersees. Im Zuge der Seeanlagen-Sanierung mit Erneuerung der maroden Uferbefestigung wurden die Sitzstufen entfernt und bereits die ersten Spundwände eingezogen.

Ein Trost für enttäuschte Sommerfrischler: In der nächsten Saison lohnt sich ein Dießen-Ausflug doppelt, wenn sich die Seenlagen renoviert und frisch rausgeputzt präsentieren.

Wie Dipl.-Ing. Anita Schmid-Azar, Projektleiterin der Umbaumaßnahmen, dem KREISBOTEN gegenüber erläuterte, sei man mit den Arbeiten im Zeitplan. Zumal es wegen der Absage des Töpfermarktes nicht zur ursprünglich vorgesehenen zweiwöchigen Zwangspause kam. So konnte man zwischen Tretbootverleih am Strandhotel und dem Mühlbach bereits die ersten Fundamente betonieren. Gemeinderat und Planer haben sich dort etwas Besonders einfallen lassen, um einen künftigen Besuch in den Boxler-Anlagen noch attraktiver zu machen: In die neue Ufermauer werden in Teilabschnitten Sitzstufen aus Stein eingearbeitet und mit Uferstauden begrünt, um den Erholungscharakter zu verstärken. Besucher dürfen sich also auf neue Ruheoasen freuen, wo man mit den Füßen den Ammersee spüren kann.

Spaziergänger und Radfahrer, die derzeit von den Seeanlagen in den Boxlerpark wollen, müssen den kleinen Umweg über die Bahnunterführung benutzen. Denn die 56 Jahre alte Rialto-Brücke über den Mühlbach wurde bereits abgerissen. Und die Behelfsbrücke wird nur geöffnet, wenn schwere Baustellenfahrzeuge, Spundwände oder Baumaterialien transportiert werden.

Laut Schmid-Azar kommt die neue Rialto-Brücke auf jeden Fall noch im Herbst dieses Jahres. Wobei man derzeit rechnet und überlegt, ob man die Brücke als Fertigteil mit einem Tieflader antransportiert oder mit sogenanntem „Ortbeton“ vor Ort baut. Dabei wird Transportbeton mit Fahrmischern an die Baustelle gebracht, als Baustellenbeton gemischt und in die Schalungen zum Erhärten gefüllt.

Die neue Brücke wird mit vier Metern breiter angelegt, damit sie auch von Bauhof- und Rettungsfahrzeugen genutzt werden kann. Ihr prägender „Rialto-Schwung“ wird mit einer minimalen Steigung beibehalten, damit sie auch Menschen mit Behinderung benutzen können. Die Stahlgeländer bekommen Holzauflagen – als sogenannte „Lümmelbalken“ zum Abstützen.

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