Dießen-Windermere

Seit 20 Jahren eng befreundet

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So geht Croquet! James Orrom, aufgewachsen im Lake-District und jetzt in Dießen lebend, wies die Teilnehmer Jubiläumsturniers anlässlich der 20-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Windermere und Dießen in die Spielregeln und -technik ein.
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Mit einer kleinen, aber feinen Veranstaltungsreihe feierte der Freundeskreis Ammersee-Windermere am Wochenende die 20-jährige Städtpartnerschaft zwischen Dießen und Windermere.
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Mit einer kleinen, aber feinen Veranstaltungsreihe feierte der Freundeskreis Ammersee-Windermere am Wochenende die 20-jährige Städtpartnerschaft zwischen Dießen und Windermere.
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Mit einer kleinen, aber feinen Veranstaltungsreihe feierte der Freundeskreis Ammersee-Windermere am Wochenende die 20-jährige Städtpartnerschaft zwischen Dießen und Windermere.
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Mit einer kleinen, aber feinen Veranstaltungsreihe feierte der Freundeskreis Ammersee-Windermere am Wochenende die 20-jährige Städtpartnerschaft zwischen Dießen und Windermere.
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Mit einer kleinen, aber feinen Veranstaltungsreihe feierte der Freundeskreis Ammersee-Windermere am Wochenende die 20-jährige Städtpartnerschaft zwischen Dießen und Windermere.
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Mit einer kleinen, aber feinen Veranstaltungsreihe feierte der Freundeskreis Ammersee-Windermere am Wochenende die 20-jährige Städtpartnerschaft zwischen Dießen und Windermere.
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Mit einer kleinen, aber feinen Veranstaltungsreihe feierte der Freundeskreis Ammersee-Windermere am Wochenende die 20-jährige Städtpartnerschaft zwischen Dießen und Windermere.

Dießen – Jenny Borer, die Vorsitzende der Twinning Association in Windermere, drückte mit einem einzigen Satz aus, was viele sich wünschen: „Was auch immer sich auf der politischen Ebene zwischen unseren Ländern verändern mag – wir werden auch in Zukunft in Freundschaft verbunden bleiben.“ Das 20-jährige Jubi­läum der Städtepartnerschaft zwischen Dießen und Windermere wurde jetzt ein Wochenende lang bei schönstem Sonnenschein mit vielen Veranstaltungen gefeiert.

So geht Croquet! James Orrom, aufgewachsen im Lake-District und jetzt in Dießen lebend, wies die Teilnehmer Jubiläumsturniers anlässlich der 20-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Windermere und Dießen in die Spielregeln und -technik ein.

Den Auftakt bildete eine Kutschfahrt nach Holzhausen zur Gasteiger-Villa, wo der Freundeskreis Ammersee-Windermere (FAW) für die englischen Gäste eine Führung organisiert hatte. Der Höhepunkt der Feierlichkeiten bahnte sich am Samstag Nachmittag in den Dießener Seeanlagen an, wo bereits zum dritten Mal vom FAW ein Croquet-Turnier veranstaltet wurde. Jeder – Anfänger oder Könner - durfte mitmachen, denn zu Beginn gab es durch James Orrom eine Einweisung in die Spielregeln und die Spieltechnik. Und während die englische Nationalmannschaft auf russischem Rasen um den Einzug ins Halbfinale kämpfte, stritten auf Dießener Rasen die Croquet-Spieler um den Einzug in die finale Runde, an deren Ende als Preis eine Flasche Whisky winkte. Nach eifrigen Bemühungen und vielen gut gezielten Schlägen konnten Hubertus Sedlaczek, ein Besucher aus Niedersachsen, und Tony Blaney, Hotelier vom Fairfield Guest House in Bowness/Windermere, die beiden ersten Plätze erringen. Viele Zuschauer und Fans hatten sich am Spielfeldrand versammelt, die Bläsergruppe Dießen sorgte mit schwungvollen Melodien für die gute Stimmung, die Damen vom FAW boten zur Erfrischung Pimm’s und Sandwiches an.

Am Abend versammelten sich die Mitglieder und Gäste des FAW zu einem köstlichen Abendessen und geselligem Beisammensein. Der FAW-Vorsitzende Dieter Hardt begrüßte die Gäste und ließ in einer kurzen Rede die 20 Jahre Partnerschaft Revue passieren. Auslöser für die Städtepartnerschaft war 1997 ein Brief von James Orrom - aufgewachsen im Lake District, jetzt wohnhaft in Dießen - an den Parish Council in Windermere, in dem er die Gründung einer Partnerschaft vorschlug, weil die beiden Orte so viel gemeinsam hatten und er sich hier am Ammersee so sehr an den Lake Windermere erinnert fühlte. Der Gemeinderat in Windermere sagte sofort zu, so dass es 1998 zur offiziellen Begründung kam, unterzeichnet von Dießens Bürgermeister Herbert Kirsch und der Vertreterin aus Windermere, Gillian Hubbard. Beide setzten sich damals zum Ziel, dass die Partnerschaft alle Bürger der Orte einbeziehen und es keinesfalls beim Händeschütteln von Vorsitzenden und Bürgermeistern bleiben sollte.

In den folgenden Jahren wurde dieses Ideal auf vielfache Weise umgesetzt. Dießener Vereine reisten nach Windermere, allen voran die Dießener Bläsergruppe, die inzwischen schon zehnmal in Windermere war und viele Male mit dortigen Musikern Konzerte veranstaltete. Jedes Jahr reist eine Schülergruppe der Carl-Orff-Volksschule in den Lake District und bekommt auch jedes Jahr Besuch von einer Schülergruppe aus der Lakes School in Windermere. Mehrfach wurden Gruppenreisen mit verschiedenen Themenschwerpunkten unternommen, denn der Lake District bietet vielfältige Möglichkeiten zu kulturellen und historisch interessanten Erkundungen und unzählige landschaftlich schöne Ziele für längere oder auch kürzere Wanderungen. Auch Praktika und Schulaufenthalte von einzelnen Jugendlichen konnten vermittelt werden.

Für die FAW-Mitglieder in Dießen werden rund ums Jahr Aktionen geboten wie das jährliche Christmas Dinner, Croquet-Turniere, Reading Club und Get-Together. Einen Überblick über die Vereinsaktivitäten gibt die mehrmals im Jahr wechselnde Ausstellung im so genannten Windermere-Fenster, gleich hinter der englischen Telefonzelle, wo jetzt reger Büchertausch stattfindet. Auch in Windermere wird rund ums Jahr die Partnerschaft mit Veranstaltungen gefeiert, wenn beispielsweise im Advent die Schulkinder ein Krippenspiel aufführen und dazu Plätzchen und bayerische Spezialitäten serviert werden.

Bürgermeister Kirsch betonte in seiner Rede, wie wichtig ihm die Verbindung mit Windermere in den vergangenen 20 Jahren geworden ist. Die Gemeinde unterstützt den Schüleraustausch jedes Jahr finanziell und trägt, wo immer es möglich ist, zur Förderung der Vereinsziele bei, so wie damals beim Aufstellen der Telefonzelle, beim Montieren der Partnerschaftsschilder am Ortseingang oder bei der Einweihung der Windermerestraße in Dießen. Kirsch betonte, wie begeistert er von der Landschaft rund um Windermere und besonders von den Leuten dort ist, wo sich jeder Besucher willkommen fühlen kann. Damit unterstrich er nochmals die Worte von Jenny Borer, die ebenfalls ihren Dank an all die ausdrückte, die die Partnerschaft zu einer lebendigen Gemeinschaft und einem festen Band der Freundschaft zwischen den zwei Ländern werden ließen. Der Bürgermeister von Windermere, Leith Hallatsch, freute sich über die enge Zusammenarbeit der beiden Orte und versprach, die Partnerschaft auch in Zukunft eifrig zu unterstützen.

Der Höhepunkt des Festabends war die Überreichung eines Straßenschildes als Geschenk der Bürger von Windermere an die Bevölkerung von Dießen, denn in Windermere gibt es nun eine Straße, die den Dießenern gewidmet ist, die Dießen Promenade.

Am Sonntag Vormittag lud der FAW zu einer Matinee in den Schacky-Park ein, wo die Folkgruppe Rowan Tree Hill aus Weilheim Volksmusik aus Nordengland, Schottland und Irland spielte. Bei strahlendem Sonnenschein waren über hundert Besucher gekommen und spendeten eifrig Applaus. Den Rest des Nachmittags verbrachten die englischen Besucher bei einer Dampferfahrt auf dem Ammersee oder am Ziegelstadel bei der Eröffnung des Orff-Festivals.

Erst am Montag klangen die Feierlichkeiten bei einem gemütlichen Weißwurst-Frühstück aus, ehe die englischen Gäste sich auf den Weg zum Flughafen machten. Inzwischen waren schon die Schüler aus der Lakes School in Windermere angekommen, so dass auch hier die Tradition der freundschaftlichen Begegnungen weitergeführt wird. Denn die beiden Partnerschaftsvereine haben sich vorgenommen: Nach den ersten 20 Jahren werden wir auch die nächsten 20 Jahre mit gegenseitiger Freundschaft, gemeinsamen Zielen und vielseitigen Begegnungen füllen.

gg

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