Dießener Advent klingt nach

Strahlende Gesichter bei der Übergabe der Spendenschecks (von links): Ingrid Sämmer und Ingrid Ulrich (Dießener Tafel), Regina Neubarth (Freunde der Münsterkonzerte), Kirchenpfleger Heinz Sattler und dahinter Magnus Kaindl mit Andreas Huber vom Trachtenverein Dießen-St. Georgen. Foto: Bentele

Strahlende Augen über so viel klingende Weihnachtsfreude: Rechtzeitig vor dem Fest hat Saitenschinder-Chef Magnus Kaindl den Gewinn aus dem „Dießener Advent“ zusammen mit Regina Neubarth (Freunde der Dießener Münsterkonzerte) verteilt. 1600 Euro aus den Eintrittsgeldern des Volksmusik­- konzertes im Marienmünster sind je zur Hälfte an dieTafel Dießen und an die Pfarrkirchenstiftung Mariä Himmelfahrt überreicht worden.

Der „Dießener Advent“ lockt immer am zweiten Adventsonntag Freunde festlicher und klassischer Volksmusik ins Marienmünster. Von Anfang an ein beliebter Beitrag im Rahmen der Dießener Münsterkonzerte, den Magnus Kaindl plant, organisiert und betreut. Bisher immer in Kooperation mit Kirchenmusiker Franz Günthner, der heuer wegen seiner beruflichen Veränderung nicht mehr dabei war. Deshalb teilte sich der Heimat- und Trachtenverein Dießen-St. Georgen die Vorbereitung und Durchführung des „Dießener Advents“ mit den Freunden der Dießener Münsterkonzerte, die Regina Neubarth, selbst aktive Musikerin (Geige, Querflöte), vertrat. Das Konzert war bereits im Vorfeld bis auf den letzten Platz ausverkauft, sagte Kaindl bei der Scheckübergabe, deshalb sei man in der Lage, mehr Gewinn als bisher auszuschütten und damit die Weihnachtsfreude auch noch zu teilen. Die Wahl fiel auf die Dießener Tafel und auf die Kirchenstiftung, weil man eine caritative Einrichtung unterstützen wolle, aber auch den kulturellen Auftrag mittragen. Ingrid Sämmer und Ingrid Ulrich von der Dießener Tafel waren richtiggehend gerührt und betonten beide, sie hätten niemals so viel Geld erwartet. Mit einem herzlichen Dankeschön informierten sie über die Tafel, die im Seniorenpark der Arbeiterwohlfahrt immer mittwochs geöffnet ist, und die ohne eine Heerschar freiwilliger Helfer nicht funktionieren könnte. „So eine große Spende kommt auf unser Sparkonto“, sagte Sämmer. Damit sei man für die nahe Zukunft gut gerüstet und würde das Geld verantwortungsvoll in Notfällen einsetzen. „Es kommen oft Ausgaben auf uns zu, die wir nicht kalkulieren können, sei es dass ein Kühlschrank kaputt geht oder wir auf eine plötzliche soziale Notlage reagieren wollen oder müssen.“ Kirchenpfleger Heinz Sattler sagte, dass er tief aufatmen könne, weil er für die unvorhergesehene Renovierung der Filialkirche St. Alban wieder einen Teil des Kostenaufwandes gesichert wisse. Über 43000 Euro musste die Katholische Kirchenstiftung heuer für die Hagelschäden aufbringen, die ein Unwetter am 5. Juni verursacht hatte. Mit der Schadensregulierung habe man gleich noch den Holzwurm in Kirchen­raum und -turm bekämpft. Von der Gesamtsumme seien 15000 Euro aus dem Diözesentopf bezahlt worden, ein Spendenaufruf brachte bisher 3400 Euro; ziehe man noch die Versicherungssumme ab, bleibe für die Kirchenstiftung immer noch ein stattlicher Betrag, „deshalb nehme ich mit großer Dankbarkeit und einem herzlichen Vergelt’s Gott die Spende entgegen.“

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