Die Damen übernehmen

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Zwei Damen repräsentieren künftig die Dießener Bürger: Antoinette Bagusat wurde zur 1. Vorsitzenden, Christine Stedele zur 2. Vorsitzenden gewählt. Kassenwart bleibt Anton Wolf (links), Schriftführer ist weiterhin Herbert Eichberg.

Dießen – 26 der insgesamt 53 Mitglieder der Wählervereinigung „Dießener Bürger“ kamen kürzlich im Gasthof Kramerhof in Riederau zusammen, um einen neuen Vorstand zu wählen. Wolfgang Noack, der bisherige 1. Vorsitzende, kann dieses Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben. Als seine Nachfolgerin wurde Gemeinderätin Antoinette Bagusat gewählt. Auch der Stellvertreterposten ist von einer Frau besetzt: Christine Stedele, Ortsprecherin aus Obermühlhausen nahm ihre neue Aufgabe gerne an.

Über das Ortsgeschehen sprach Wahlleiter Herbert Kirsch, der 1996 als Kandidat der Wählervereinigung zum Bürgermeister gewählt wurde. Optimistisch zeigte sich Kirsch in Sachen Kiosk am See, zu dem aktuell ein Architektenwettbewerb ausgelobt wurde (der KREISBOTE berichtete): „Wenn alles gut läuft, haben wir nach drei Jahren Provisorium 2018 einen neuen Kiosk in den Seeanlagen“. Auch die Planung für ein weiteres Mehrfamilienhaus im sozialen Wohnungsbau sei auf einem guten Weg. Mit dem Baubeginn sei spätestens nächstes Jahr zu rechnen.

Die Neugestaltung der Seeanlagen, so Kirsch, sei Gegenstand des aktuellen Bürgerbeteiligungsprozesses. Franz Sanktjohanser regte an, mit der Erneuerung der Ufermauer auch die Verlandungsproblematik anzugehen. Ein zirka 30 Meter breiter Streifen entlang des Ufers zwischen Dampfersteg und Badesteg sollte ausgebaggert werden. „Dort wachsen jetzt schon die Binsen. Wenn erst Seerosen wachsen, darf man dort nicht mehr rein.“ Dies werde sicher auch ein Thema im Rahmen der Bürgerbeteiligung sein, stimmte Kirsch zu, allerdings sei die Entsorgung des Aushubs sehr teuer.

Zum Thema Radweg zwischen Dießen und Fischen kündigte Kirsch an, dass die Gemeinde die aktuelle Machbarkeitsstudie auf ihrer Homepage veröffentlichen werde. Seit 2008 nach Einstellung des Planfeststellungsverfahrens, vertreten die Behörden die Ansicht, dass ein straßenbegleitender Radweg zwischen Dießen und Fischen aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht möglich ist. Dranbleiben will die Gemeinde am Radweg Dießen-Raisting. Die derzeit favorisierte Trasse, vorbei am Umspannwerk über die Eisenbahnbrücke entlang der Staatsstraße nach Raisting, werde derzeit von den Landkreisen Weilheim und Landsberg geprüft.

Interesse bestand auch an der weiteren Entwicklung der Huber-Häuser. Wie Kirsch bestätigte, sei die Gemeinde bereits als Eigentümerin ins Grundbuch eingetragen. Bis 2019 könne aber noch ein alter Vertrag auf ein Vorkaufsrecht geltend gemacht werden. Die Gebäude sollen bis dahin baulich gesichert werden, um den weiteren Verfall aufzuhalten. Eine Wohnung sei bereits vermietet, eine weitere werde derzeit hergerichtet. Mit dem Heimatverein sei die Gemeinde wegen einer künstlerischen Nutzung im Gespräch. Eine Baulücke, wie sie jahrelang nach dem Abriss der „Alten Post“ im Dießener Ortszentrum klaffte, möchte Kirsch unbedingt vermeiden. „Die Huber-Häuser haben Geschichte, und sie können ein Gewinn für Dießen werden“, betonte er. Auch ein neuer Anstrich wurde in Aussicht gestellt. Angesprochen wurde auch der geplante Entlastungsparkplatz an der Rotter Straße. Nach Ansicht Kirschs könnte er den Klosterhof entlasten und eine geregelte Querung der Rotter Straße ermöglichen.

Ursula Nagl

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