Dießener Filmtage mit Freundschaften

Die 15. Dießener Kinotage gehen an den Start: Sabine Cichowski, Kulturreferentin vom Augustinum Ammersee präsentiert „Geschichten von der Freundschaft“, Schirmherr Bürgermeister Herbert Kirsch zeigt das Plakat dazu und Stiftsdirekter Bernhard Benne informiert über die neue Kinotechnik.

Dießen – „Die Kulturreferentin im Augustinum Ammersee eröffnet am 15. November die 15. Dießener Filmtage mit sechs Kinoerlebnissen aus den Jahren 1964 bis 2012 . Kultfilme, die Geschichten erzählen über die Freundschaft. 

Das Augustinum Ammersee ist vor 45 Jahren eröffnet worden. Wichtiger Ort der Begegnung zwischen Bewohnerschaft im Stift und der Öffentlichkeit sind das ganze Jahr über die kulturellen Ereignisse. Dazu gehört auch das Kino im Theatersaal mit 299 Sitzplätzen. Zur Eröffnung übernahm man die Kino-Ausstattung vom ehemaligen Dießener „Kapitol“ (heute KinoWelt am Ammersee). Die alten 35-Millimeter-Projektoren werden im Vorführraum bleiben, daneben zieht aber zeitgemäße Technik für optimale Sound- und Bildqualität ein.

„Wir investieren erheblich“, berichtet Bernhard Benne, dass die Umrüstung den aktuellen Stand der Kinotechnik im Augustinum künftig garantiere. Einen Testlauf präsentiere das Cinema Augustinum seinen Besuchern bei den anstehenden Filmtagen, die endgültige Umrüstung erfolge im Laufe des nächsten Jahres. Neu ist auch die Leinwand, kündigt Sabine Cichowski eine acht auf vier Meter große Vorführfläche direkt am Bühnenrand an.

„Das Erlebnis Kino ist uns wichtig“, betont die Kulturreferentin den Event-Charakter, für den es lohnt, außer Haus zu gehen und den Kinosaal dem „Home-Kino“ vorzuziehen. Große Filmkunst in Gesellschaft anzuschauen, sich vorher im Foyer zu treffen und nach dem Film miteinander ins Filmcafé zu gehen, um bei den Nachgesprächen zu verweilen und zu diskutieren. „Es ist gute Gepflogenheit, den Film bei einem Drink und einem guten Gespräch ausklingen zu lassen.“ Dafür finden sich im Augustinum bekannte Filmkritiker ein, die den Blickwinkel auf das Kinogeschehen in der Rückschau beleuchten und vertiefen. Unter anderem sind Kurt Tykwer (Filmforum Landsberg) eingeladen, Dr. Ulrike Frick (Filmkritikerin Münchner Merkur) und der Leiter des Fünf-Seen-Filmfestivals (fsff) Matthias Helwig, der sein jüngstes Festival bis nach Dießen ausgeweitet hat und die Kooperation mit der Spielstätte im Augustinum auch künftig fortsetzen möchte.

Sechs Filme – sechs mal starke Persönlichkeiten, wilde Kerle, tief empfindende Menschen, Geschichten, die das Leben schreibt, und die große Filmkünstler in Szene gesetzt haben. Der älteste Film, „Alexis Sorbas“ (19. November, 19.30 Uhr) aus dem Jahr 1964, ist Kult und beginnt im Hafen von Piräus… Die Filmmusik von Mikis Theodorakis und die kraftstrotzende Rolle von Anthony Quinn machen den Film zum Klassiker.

Zur Eröffnung sind die Comedian Harmonists (15. November, 19.30 Uhr) auf der Lein­- wand. Joseph Vilsmaier zeigt die Geschichte der sechs Musiker, die ihr ungeheuerer Erfolg blind macht für die sich verändernde politische Situation im Dritten Reich – so verändert sich auch ihre Freundschaft. Ein Wiedersehen gibt es mit dem Cinema Paradiso (17. November, 19.30 Uhr) Giuseppe Tornatores Kinodebüt von 1988 ist eine wundervolle Ode an die generationenübergreifende Freundschaft und an das Kino.

Familienkino ist auch ein Teil der 15. Dießener Kinotage. Mit „Tom und Hacke“ (18. November, 16 Uhr) lehnt Regisseur Norbert Lechner an die Bubengeschichten von Tom Sawyer und Huckleberry Finn an. Die Vorbilder aus den frühen TV-Serien sind am Mississippi daheim – Tom und Hacke leben in einem kleinen Dorf irgendwo in Niederbayern.

Die Komödie „Und wenn wir alle zusammenziehen?“ (21. November, 19.30 Uhr) Erzählt was passiert, wenn fünf Freunde beschließen, eine Senioren-Wohngemeinschaft zu gründen. Mit „Ziemlich beste Freunde“ (22. November, 19.30 Uhr) enden die Filmtage. Top aktuelles Kino aus 2012, in dem sich der arbeitslose und frisch aus dem Knast entlassene Driss als Pfleger bei dem querschnittsgelähmten reichen Erben Philippe bewirbt, um den Stempel für die Arbeitslosenunterstützung zu bekommen. Ein Film, der ohne Pathos vom Zusammenprall der Klassen erzählt und von der immensen Kraft, das Leben zu nehmen, wie es ist. Beate Bentele

Meistgelesen

Landrat klärt Mordfall
Landrat klärt Mordfall
Eine Leiche muss her!
Eine Leiche muss her!
80 Schafe verenden bei Stallbrand
80 Schafe verenden bei Stallbrand
"Besorgniserregende" Entwicklung
"Besorgniserregende" Entwicklung

Kommentare