Auszeichnung geht nach Berlin

Dießener Keramikpreis für Juliane Herden 

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Die strahlende Preisträgerin Juliane Herden bei der Laudatio von Wolfgang Lösche (rechts). Ganz links Preisstifter Benjamin Rohde neben Bürgermeister Herbert Kirsch.

Dießen – 75 Aussteller des Dießener Töpfermarktes haben sich für den begehrten Keramikpreis beworben, der seit 2001 von der Brennofenfirma Rohde gestiftet wird und heuer auf 4.000 Euro aufgestockt wurde. Diese Auszeichnung genießt inzwischen höchste Wertschätzung in der Branche. Es heißt, wer die Urkunde in seiner Werkstatt hat, spielt in der ersten Liga mit.

Diese Liga hat jetzt ein neues Mitglied. Die Jury entschied sich für Berlinerin Juliane Herden, die überglücklich Urkunde und Scheck entgegen nahm. Erste Gratulanten im Traidtcasten waren Bürgermeister Herbert Kirsch, Benjamin Rohde von der Stifter-Familie und Marktleiter Wolfgang Lösche, der die Laudatio hielt.

Das vorgegebene Thema des diesjährigen Keramikpreises hieß „Serie und Unikat“. Damit waren zwei Kernbereiche der handwerklichen Keramik in Kleinserien angesprochen. Diese Serie ist im Gegensatz zur Industrie immer von kleinen Abweichungen und Besonderheiten gekennzeichnet. Innerhalb des Serienprogrammes gibt es auch die sehr gelungenen und besonderen Stücke, quasi das Unikat der Serie, unvergleichlich und einzigartig.

Juliane Herden bewarb sich mit einer Gruppe von drei ovalen Gefäßen, die seriellen Charakter besitzen. Wolfgang Lösche in seiner Laudatio: „Die stark kontrastreiche Oberfläche ist in schwarze und weiße Flächen gegliedert. Die einzelnen Flächen suggerieren den Eindruck von gerissenem Papier. Durch diese Technik und die unterschiedliche Komposition der Farbflächen auf den drei Gefäßen wird jedes einzelne Stück zu einem Unikat. Die serielle Herstellung der ganzen Gruppe hat eine stark graphische Wirkung und zeigt eine intensive Auseinandersetzung und ein wiederholtes Einüben dieses Gestaltungsprinzips.“

Die Jury bestand aus der letztjährigen Preisträgerin Monika Debus, der Kulturreferentin der Stadt Lorsch, Gabi Dewald, dem Keramiksammler Rudolf Strasser sowie Dr. Josef Strasser von der Neuen Sammlung des International Design Museums München. Traditionsgemäß wird die Marktgemeinde Dießen die Gruppe mit den drei Gefäßen ankaufen und im Rathaus ausstellen.

Dieter Roettig

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