Renovierung läuft:

Marienmünster-Fassade bald in neuem Glanz

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Bald können sich die Brautpaare wieder vor der Schmuckfassade des Marienmünsters fotografieren lassen. Bis Oktober soll die Sanierung abgeschlossen sein.

Dießen – Hochzeitsfotografen müssen sich zurzeit ein neues Motiv suchen, wenn sie nach der Trauung im Marienmünster das Brautpaar ablichten wollen. Das beliebte Motiv vor der repräsentativen Westfassade ist die nächsten Wochen ungeeignet für eine bleibende Erinnerung. Grund ist ein gewaltiges Gerüst von fast 30 Metern Höhe für eine umfassende Fassadenrenovierung, da der Putz stellenweise Risse aufzeigt und Stuck abbröckelt. Kirchenpfleger Peter Keck hofft, dass das Wetter mitspielt und die Arbeiten bis Oktober abgeschlossen sind.

Die West- oder Schmuckfassade des Marienmünsters besteht in ihrer jetzigen Form seit 1739. Sie ist 25 Meter breit und gewaltige 36 Meter hoch. Sechs Pilaster beziehungsweise Halbsäulen an den Ecken und zwischen Fenstern und grauen Farbfeldern sowie der leicht ausschwingende Mittelbereich mit dem Kirchenportal ergeben eine beeindruckende Optik. Oberhalb des Portals begrüßt Maria Immaculata im Sternenkranz die Besucher, und über dem großen Mittelfenster ist weithin sichtbar das Wappen der Augustiner Chorherren platziert.

Nachdem bereits vor zwei Jahren der untere Teil der Fassade renoviert wurde, geht die aktuelle Sanierung von der ersten Balustrade bis zum First. Dabei werden vor allem die Blechabdeckungen am Giebel und über den Friesen und Vorsprüngen genau unter die Lupe genommen. Sie müssen absolut wasserdicht sein, da sonst Wasser in den Stuck einsickert, das im Winter gefriert. Und dabei besteht die Gefahr, dass die Stuckgesimse abgesprengt werden.

Die Experten rücken auch dem Hl. Augustinus zu Leibe, der in einer Nische unter dem Giebel thront. Seine Blechummantelung ist ebenso renovierungsbedürftig wie die beiden Vasen mit dem ewigen Licht auf dem First, den die goldene Dreifaltigkeit krönt. Wenn zum Finale alle Reparaturarbeiten farblich angepasst sind, erstrahlt die Westfassade wieder in ihrem altem Glanz.

Bereits in Kürze stehen die nächsten Arbeiten an. Die zwölf Apostel in den Seitenaltären müssen dringend restauriert werden. Wegen der salzhaltigen Luft im Kircheninneren zeigen die mit Weißkalk gestrichenen Holzfiguren Risse und Abplatzungen. Die Kosten in Höhe von rund 80.000 Euro werden aus kirchlichen und staatlichen Mitteln sowie aus Spenden getragen.

Dieter Roettig

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