Musikschule Dießen

Von Zauberspruch bis Zauberflöte

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Cooler Blasmusik-Sound: Die Blechblüten unter der Leitung von Thomas Schmidt (rechts).

Dießen – Rund 40 Musiker aller Altersgruppen musizieren gemeinsam im Orchester der Dießener Musikschule, und es ist immer wieder ein ganz besonderes Gefühl, wenn sie zu Beginn eines Konzerts gemeinsam zum ersten Ton ansetzen, der stets Ausdruck für ein Generationen übergreifendes Musizieren ist. Mit der bekannten „20th Century Fox Fanfare“, gefolgt von Henry Mancinis „Pink Panther-Theme“ hat das Orchester auch beim diesjährigen Frühlingskonzert unter der Leitung von Thomas Schmidt einen wunderbaren, präzisen Auftakt vorgelegt, der Jung und Alt gleichermaßen in Schwung brachte.

Heitere Freude an Rhythmus und Melodie demonstrierten die Kinder der Musikalischen Früherziehung mit ihrem „Hexenlied“. Sie hatten ihren Ritt auf dem Besen kurzerhand vom Blocksberg auf den Schatzberg verlegt und kamen hoch motiviert mit den Musikpädagoginnen Barbara Schmelzer und Beate Hoidn auf die Bühne des Theatersaals im Augustinum „geflogen“. Der musikalischen Früherziehung bereits entwachsen waren die Solistinnen im nachfolgenden Set: Theresa Horn (Violine), Verena Stechele (Blockflöte) und Selina Schmid (Querflöte) zeigten mit Kompositionen von Georg Friedrich Händel und Wolfgang Amadeus Mozart einmal mehr, welch schöne und wohlklingenden Früchte eine kontinuierliche Musikausbildung tragen kann. Quirin Cammerer de­monstrierte auf seiner Trompete mit Thorvald Hansens „Sonate op. 18“, wie abwechslungsreich, differenziert und wohlklingend Trompetensound sein kann. Der junge Trompeter bereitet sich mit seinem Instrument derzeit auf das Musikabitur vor.

Überzeugend waren auch die Ensembleleistungen: Die „Zauberhölzer“, das Klarinetten- und Querflötenensemble unter der Leitung von Schamsi Bauknecht, bezauberte die Zuhörer mit frühlingshaften Klängen aus Mozarts letzter großer Oper „Die Zauberflöte“, mit einem „Divertimento in d-Moll“ von Andrea Donizetti sorgte das Blockflötenensemble von Martin Jung für anhaltende Begeisterung.

Hochkarätig ging es auch nach der Pause weiter: Isabel Maier brillierte an der Blockflöte mit dem „Concerto II“ in C-Dur und einem „Allegro“ des Engländers John Baston (1685-1740). Als Virtuosin am Klavier entpuppte sich die neunjährige Clea Schultze mit dem markigen „Zauberspruch“ des Finnen Erkki Melartin (1875-1937) und dem verspielt quirligen „Confectionary on a Conveyor Belt“ von Akira Yuyama (*1932). Clea, Schülerin von Junko Podwojewski, war aus dem diesjährigen Regional­entscheid „Jugend musiziert“ in Landsberg als Erstplatzierte hervorgegangen. Nicht weniger schön gelang im Anschluss Julia Maiers Interpretation von Franz Schuberts „Impromptu“.

Mit einem Blues auf der E-Gitarre, gespielt vom Schüler-Lehrer Duo Sebastian Maier und Thorsten Bendzko und einer großartigen, temperamentvollen Improvisation am Schlagzeug von Max Robert setzten junge Musiker moderne Akzente. Für einen schwungvollen, gut gelaunten Ausklang sorgte das „Blechblütenensemble“ unter der Leitung von Thomas Schmidt mit „You raise me up“ von der irischen Boygroup Westlife und schließlich dem Ohrwurm für den Nachhauseweg „Downtown“, von Petula Clark.

Ein besonderer Höhepunkt, auf den Schüler und Lehrer zu Recht stolz sein können, war außerdem die Verleihung der Urkunden für die freiwilligen Leistungsprüfungen an Paula Klafs (Junior 2), Isabel Maier (Blockflöte D1), Sebastian Maier (Klavier, Gitarre und E-Gitarre D1), Julia Maier (Klavier D1, Blockflöte D2), Thomas Maier (Klavier D2), Selina Schmid (Querflöte D1) und Verena Stechele (Blockflöte D1).

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