Handy verhindert Schäden im Ortsbus

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Komfortabel und unterhaltsam – eine Fahrt mit dem Ortsbus durch Dießen (v.l.) Ralf Kreuzer (Regionalverkehr Oberbayern), Horst Schnappinger (Schnappinger Reisen GmbH) und Bürgermeister Herbert Kirsch.

Dießen – Der Ortsbus der Gemeinde Dießen ist bei der ersten Fahrgastbefragung ein Jahr nach dem Betreiberwechsel gut weg gekommen. 70 der 128 befragten Fahrgäste erteilten den beiden komfortablen Mercedes-Linienbussen die Note „sehr gut“, 47 Mal gab es die Note „gut“ und elf Mal die Note „befriedigend“. Zufrieden sind die Fahrgäste auch mit der Tarif- und Fahrplangestaltung, die mehr als 15 Fahrten pro Tag anbietet.

„Über dieses Ergebnis freuen wir uns natürlich sehr“, betonte Ralf Kreuzer (Niederlassungsleiter Regionalverkehr Oberbayern). Schließlich hätten der RVO und das Busunternehmen Schnappinger als Bietergemeinschaft gemeinsam eine halbe Million Euro in die barrierefreien, voll klimatisierten Fahrzeuge investiert. Bei steigenden Fahrgastzahlen ist auch der Ausblick auf die weitere neunjährige Vertragslaufzeit optimistisch: „Wir wollen nicht nur unseren Stiefel runterfahren sondern mit Herzblut guten Service anbieten“.

Dass sich die Fahrgäste im Bus wohlfühlen liegt nach Ansicht von Horst Schnappinger, nicht allein an den Fahrzeugen, sondern auch an den freundlichen Fahrern. „Die absolvieren jährlich eine fünfstündige Fortbildung in der auch der zuvorkommende Umgang mit den Fahrgästen Thema ist“. Beschwerden, so Schnappinger, habe es im vergangenen Jahr keine einzige gegeben. Auch Vandalismus gibt es im Ortsbus nicht. „Sobald unsere Schüler im Bus sitzen, sind die meisten mit ihrem Smartphone beschäftigt.“

Insgesamt, so Schnappinger, nutzen 136 Schüler mit Dauerfahrkarten den Bus. Die Kosten für Innenbeschädigungen sind im Handy-Zeitalter um 80 Prozent zurückgegangen. Und wer kein Handy dabei hat und nicht nur den Ausblick genießen möchte, bekommt über den Bordbildschirm neben den Haltestellen auch aktuelle Nachrichten und den Wetterbericht angezeigt.

Auch mit der Auslastung außerhalb des Schülerverkehrs sind RVO und Schnappinger einverstanden: „Leerfahrten gibt es quasi nicht, drei bis elf Fahrgäste fahren eigentlich immer mit“. Um die Wünsche der Kunden nicht aus den Augen zu verlieren, soll es auch in Zukunft regelmäßige Fahrgastumfragen geben. Der Wunsch nach Wochenendfahrten könne allerdings nur in Abstimmung mit den Auftraggebern, der Gemeinde und dem Landkreis, realisiert werden.

In Kürze möchten die Ortsbusbetreiber auch einen Infotag mit Probefahrten für Senioren und Menschen mit Behinderung an- bieten.

Ursula Nagl

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