Vorerst auf September verschoben

Dießener Töpfermarkt im Mai abgesagt

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Zehntausende von Keramik-Fans kommen jedes Jahr zum Dießener Töpfermarkt. Wegen Corona-Veranstaltungsverbot und der unausweichlichen physischen Enge wurde der Termin im Mai abgesagt. Eventuell wird der Markt im September nachgeholt.

Dießen – Ausgerechnet der 20. Töpfermarkt vom 21. bis 24. Mai 2020 in den Dießener Seeanlagen fällt der Corona-Pandemie zum Opfer. Wie Bürgermeister Herbert Kirsch mitteilte, habe man sich nach intensiven Gesprächen mit Marktleiter Wolfgang Lösche darauf verständigt, den Mai-Termin abzusagen. Abhängig von der weiteren Entwicklung ist aber beabsichtigt, den Töpfermarkt nachzuholen, wobei der Zeitraum vom 10. bis 13. September angedacht ist.

Mit der frühzeitigen Absage bzw. Verschiebung auf September will man den Keramikern sowie den Hotels und privaten Vermietern Planungssicherheit geben und unnötige Kosten vermeiden.

Die Absage für den Mai-Termin war unausweichlich, da bei erwarteten 50.000 bis 60.000 Besuchern enge physische Kontakte unvermeidlich und Mindestabstände nicht einhaltbar seien. Da eine Neubeurteilung der Pandemie-Lage und das damit verbundene Veranstaltungs- und Versammlungsverbot erst nach dem Ende der Osterferien stattfindet, sei „aus heutiger Sicht realistischerweise nicht mit einer sofortigen Aufhebung dieser Verbote zu rechnen“, so Bürgermeister Herbert Kirsch.

Absage und Verschiebung seien ihm und Marktleiter Lösche nicht leicht gefallen. Sicherheit und Gesundheit von Ausstellern und Besuchern stünden nun mal an oberster Stelle. Da man aber auf die wirtschaftlichen Interessen der nationalen und internationalen Aussteller Rücksicht nehmen müsse, habe man sich auf den Ausweichtermin vom 10. bis 13. September geeinigt. Vorausgesetzt, die Entwicklung der Corona-Pandemie lasse das zu. Schließlich hätten die Keramiker speziell für den Dießener Töpfermarkt, dem wohl umsatzstärksten in ganz Süddeutschland, vorproduziert. Darum könne man den Markt nicht vollständig aus dem diesjährigen Veranstaltungskalender streichen.

Über 150 deutsche und internationale Werkstätten und Aussteller von Gebrauchs- und Kunstkeramik hoffen nun, dass man das Corona-Virus zeitnah in Griff bekommt und damit auch die Reisebeschränkungen wieder gelockert werden.
Dieter Roetttig

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