13.700 Euro bei Töpfermarkt-Aktion:

"Empty Bowls“ unterstützt Slum-Kinder aus Nairobi

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„Wir sind da, um Danke zu sagen“, betonten Ruth Paulig und Dr. Andreas Hartmann vom Verein Promoting Afrika bei der Empty Bowls-Spendenübergabe im Rathaus. Von links: Wolfgang Lösche, Dr. Andreas Hartmann, Bürgermeister Herbert Kirsch und Ruth Paulig mit Suppenlöffel neben der Vitrine mit auserlesenen Werken vom diesjährigen Töpfermarkt.

Dießen – Große Freude im Dießener Rathaus: Gerne waren Ruth Paulig aus Herrsching und Dr. Andreas Hartmann aus Landsberg angereist, um eine großartige Spende für ihr Hilfswerk „Promoting Afrika“ entgegen zu nehmen. Stolze 13.700 Euro hat die Töpferaktion „Empty Bowls“ beim diesjährigen Dießener Töpfer­markt eingebracht. Überreicht haben den Scheck Bürgermeister Herbert Kirsch und Marktleiter Wolfgang Lösche.

Die Suppentöpfe waren groß, aus denen die ehemalige Landtagsabgeordnete der Grünen, Ruth Paulig, und ihre Helferinnen beim Töpfermarkt in den Dießener Seeanlagen leckere Suppen schöpfen und portionsweise in über 900 hübsche Keramikschalen umfüllen konnten, die von zahlreichen am Markt beteiligten Keramikwerkstätten für diesen Zweck gespendet wurden. Entsprechend groß war auch der aus einem Paddel geschnitzte Suppenlöffel, den Paulig als symbolisches Dankeschön für die Suppenspender –insgesamt zwölf Wirte und Caterer aus der Marktgemeinde mitbrachte.

Schon am ersten Töpfermarkttag sei der Andrang im zentralen Ausstellungspavillon – dem schön dekorierten Rundbau am Dampfersteg – „gigantisch“ gewesen. Für 15 Euro konnten die Marktbesucher dort ein Los erwerben. „Und jedes Los war ein Gewinn: Eine schöne Keramikschüssel gefüllt mit Suppe und meist auch ein nettes, informatives Gespräch,“ berichtete Paulig. Dank zahlreicher Helferinnen und Helfer habe man Losverkauf und Suppenausgabe mit viel Freude bewältigt. Schließlich, so Paulig, könne eine so große Summe nur bei einer Großveranstaltung wie dem Dießener Töpfermarkt zusammenkommen.

Der Vorschlag, nach 2005 und 2010 heuer wieder eine Empty Bowls-Aktion beim Töpfermarkt durchzuführen, sei von den Ausstellern selbst gekommen, freute sich Lösche. Doch nächstes Jahr wolle man erstmal pausieren, um die Spendenbereitschaft nicht zu sehr zu strapazieren.

Die aktuelle Spendensumme soll Kindern in den Slums der kenianischen Hauptstadt Nairobi zugutekommen. Die Kinder, so Paulig, seien häufig Aidswaisen oder kommen aus schwierigen Familienverhältnissen. „Wir kümmern uns mit kenianischen Partnern um Essen, Kleidung, Schulbesuch, Gesundheitsvorsorge und Geborgenheit.“ Im Slum wird unterrichtet, in der Handwerkerschule, dem Skills Centre Nairobi, werden berufliche Fähigkeiten vermittelt, im Kenya Institut of Organic Farming nahe Nairobi können die Kinder auch wohnen. Gleichzeitig lernen sie, gesunde Nahrungsmittel selbst anzubauen. Rund ein Drittel der 350 Kinder und Jugendlichen, die diese Angebote seit 2009 durchlaufen haben, arbeiten mittlerweile in den erlernten Berufen – Lebensperspektiven vor Ort.

Ursula Nagl

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