Dießener Treffpunkt für 42 Künstler

"Kleines Format" um Galerie größer

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Erstmals wurde heuer die Ausstellungsfläche des „Kleinen Formats“ im Blauen Haus um die Galerie erweitert, was Initiatorin Annunciata Foresti (kleines Foto) besonders freut. Blickfang auf der Galerie sind u. a. die Skulpturen aus Drahtgeflechten von Monika Supé.

Dießen – Wäre sie nicht freischaffende Künstlerin geworden, Annunciata Foresti hätte auch als PR-Lady, Netzwerkerin oder Lobbyistin Karriere gemacht. So vehement und hartnäckig, wie sie sich für Kunst und Kultur im Landkreis einsetzt, das ist schon bewundernswert. Ob als Gründerin des Kunstvereins „Kunstformat e.V.“, als Beauftragte der Kreiskulturtage Landsberg, als Mitorganisatorin der Dießener Kulturtage oder als Ini­tiatorin der Produzentenausstellung „Das kleine Format“ – die Künstlerin und Kreisrätin Foresti macht keine halben Sachen.

Dafür liebt sie kleine Sachen wie eben Kunstwerke im kleinen Format. 40 mal 40 Zentimeter ist die Maßgabe für Kunstschaffende, die sich bei der Ausstellung „Das kleine Format“ im Kulturforum Blaues Haus in Dießen beteiligen wollen. Die Idee fiel vom Start weg auf fruchtbaren Boden. Bereits zum achten Mal läuft inzwischen die groß gewordene Veranstaltung. Über 240 regionale, überregionale und auch internationale Künstler haben sich mittlerweile den fast 20.000 Besuchern vorgestellt, die bis aus München, Augsburg und sogar vom Bodensee in die Marktgemeinde kommen. Die Erfolgsgeschichte basiert auch auf der Formel „Qualitativ hochwertige Kunst zum kleinen Preis“: Die Exponate sind nicht nur in ihrem Format limitiert, sie dürfen auch nicht mehr als 500 Euro kosten. Kein Wunder, dass bereits bei der Vernissage viele rote „Verkauft“-Punkte neben den Bildern klebten.

42 hochrangige Künstler haben in diesem Jahr Werke zum vorgegebenen Thema „Romantik – Poesie der Gegenwelten“ abgeliefert. Darunter bereits zum viertel Mal der internatio­nal renommierte Maler Bernd Zimmer, der sonst in großen Galerien auf der ganzen Welt ausstellt. Unter den Teilnehmern ist auch Ernst Heckelmann, der Kunstpreisträger 2016 des Landkreises Landsberg. Besonders freut sich Annunciata Foresti, dass auch heuer Werke des im Frühjahr 2017 verstorbenen Malers Hans Dumler aus Utting zu sehen sind. Er war von Anfang an beim „Kleinen Format“ dabei und seine Witwe Ruth Dumler setzt die Tradition fort. Weitere Künstler derzeit im „Blauen Haus“: Angelika Hoegerl, Andrea Reiners, Carmen Kubitz, ­Christiane Noll, Christiane Osann, Christine Steiner, Claus Nicolaus, Eva Maria Kränzlein, Eva Radek, Eva Vilemina Urbank, Eva Zenetti, Gabi Meyer-Brühl, Gabriele Lockstaedt, Gerd Hoffmann, Gregor Netzer, Gudrun Daum, Hanna Zwerger, Hans Jürgen Westphal, Ilse Bill, Ilse Renner, Inge Jacobsen, Jörg Kranzfelder, Jürgen Oliver Blank, Livia Ritthaler & Björn Weiser, Mary Kim, Nani Weixler, Nicola von Thurn, Nué Ammann, Rawan Hassan, Rolf Hegetusch, Stefan Wehmeier, Susanne Kohler, Ursula Singer, Vanessa Hafenbrädl, Yeunhi Kim und natürlich Foresti selbst.

„Unsere Präsentation zeitgenössischer Kunst mit Bildern und Skulpturen wird vom Publikum immer als ein ganz besonderes Erlebnis empfunden“, freut sich Foresti nach dem vielen Lob bei der Eröffnung. Dem schloss sich auch Bürgermeister Herbert Kirsch in seinem Grußwort an. Er war zudem sehr angetan von der heuer erstmaligen Einbeziehung der lichten Galerie ein paar Stufen über dem Ausstellungsraum. In diesem Zusammenhang dankte Annunciata Foresti dem Markgemeinderat für den Beschluss, die Veranstaltungsräume in eigener Regie für Kunst und Kultur zu vermieten und sie nicht an eine Privatperson zu verpachten.

Unabhängig von den kleinformatigen Kunstwerken können sich die Besucher als Ergänzung zur „Flachware“, also den Bildern an der Wand, über Installationen von fünf Künstlern freuen wie Florian Froese-Peek mit seinem Fotokasten, Alexandra Hendrikoff mit Papierskulpturen, Monika Supé aus Hohenschäftlarn mit Skulpturen aus Drahtgeflechten oder Hanna Zwerger aus Landsberg mit Papiercollagen.

Die sehenswerte Ausstellung mit vielen zu entdeckenden Details ist noch geöffnet von Freitag, 27. Oktober bis Sonntag, 29. Oktober, jeweils von 14 bis 18 Uhr.

Dieter Roettig

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