Es geht voran

Dießener Ufermauer liegt im Zeitplan

Bauarbeiten Seeanlagen Dießen
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Die ersten Betonelemente der Uferbefestigung im Boxler-Park der Seeanlagen wurden bereits gesetzt. Hier werden begrünte Sitzstufen als Erholungsoasen integriert.
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Dießen – „Wie weit sind denn die Bauarbeiten?“, hört man immer wieder von Spaziergängern im Boxler-Park der Seeanlagen. Ihre Neugier wird vom Sichtschutzzaun an der Promenade ausgebremst, der sich von der Ammersee-Einmündung des Mühlbachs bis zum Tretbootverleih neben dem Strandhotel zieht.

Dabei hat die Marktgemeinde die Zaunelemente dekorativ mit Riesenfotos und Informationen bestückt, die Appetit auf Dießen machen sollen. Sie zeigen Kunsthandwerk, Tradition und Brauchtum, Wassersport, Naturlandschaften und mehr, was den Reiz der Region ausmacht.

Über den Stand der Umbaumaßnahmen wollten auch die Gemeinderäte informiert werden. Deshalb lud Bürgermeisterin Sandra Perzul zur aktuellen Sitzung Dipl.-Ing. Anita Schmid-Azar ein, die als Projektleiterin Rede und Antwort stand. So entsteht die neue Ufermauer in drei Bauabschnitten. Die marode alte Uferbefestigung hat man im südlichen und mittleren Abschnitt bereits entfernt. Die Spundwände wurden metertief in den See gerammt und dicht verbunden. Das Wasser zwischen Spundwand und Ufermauer muss ständig abgepumpt werden, sodass relativ trocken gearbeitet werden kann. Der Erdaushub wurde zu einem Zwischenlager an der Jägerallee gefahren, bevor er je nach Ergebnis der gesetzlich vorgeschriebenen Beprobung in ein Sonderdepot kommt.

Zwangspause entfällt

Laut Anita Shmid-Azar sei man mit den Arbeiten voll im Zeitplan. Zumal es wegen der Absage des Töpfermarktes nicht zur ursprünglich vorgesehenen zweiwöchigen Zwangspause kam. So konnte man bereits die ersten Fundamente betonieren und die Stahlgeflechte einbringen.

Die Planer haben sich etwas Besonders einfallen lassen, um einen künftigen Besuch in den Boxler-Anlagen noch attraktiver zu machen: In die neue Ufermauer werden in Teilabschnitten Sitzstufen aus Stein eingearbeitet und mit Uferstauden begrünt, um den Erholungscharakter zu verstärken. Besucher dürfen sich also auf die neuen Ruheoasen freuen, wo man mit den Füßen den Ammersee spüren kann.

Für diesen ersten Bauabschnitt der Seeanlagen-Sanierung wurde über den Mühlbach extra eine Behelfsbrücke gebaut, um schweres Arbeitsgerät anliefern zu können. Das Rialto-Brückerl daneben bleibt noch bis zum Herbst stehen, bevor es ersetzt wird. Damit die neue Brücke künftig auch von Rettungs- und Gemeindefahrzeugen benutzt werden kann, wird sie auf eine Breite von vier Metern angelegt. Den prägenden Schwung der Betonbrücke mit einer minimalen Steigung behält man bei, um auch Menschen mit Behinderung die Benutzung möglich zu machen. Die Stahlgeländer bekommen Holzauflagen als sogenannte „Lümmelbalken“ zum Abstützen, wenn man das bunte Treiben am Mühlbach-Einlauf beobachten will.

Bis zum Herbst sollen Ufermauer und Brücke fertiggestellt sein, um unmittelbar mit den Arbeiten im nördlichen Teil der Seeanlagen bis zum Dampfersteg anfangen zu können. Denn hier reicht das Zeitfenster zur Erneuerung der Uferbefestigung nur bis zu den Aufbauarbeiten zum Beginn des Töpfermarktes am 26. Mai 2022, der nach der Corona-Pause wieder im gewohnten Umfang stattfinden soll. Gemeinderat und Ex-Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießener Bürger) ließ sich explizit von Anita Schmid-Azar bestätigen, dass es hier zu keinen Überschneidungen und Problemen kommen wird. Der restliche Teil der Uferbefestigung vom Dampfersteg bis zu den Fischerhütten werde nach dem Töpfermarkt in Angriff genommen, so die Projektleiterin.

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