Nur für Radler

Dießens Fußgängerzone: Erlaubnis für Drahtesel, Strafzettel für Autos

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Trotz den eindeutigen Hinweisschildern „Fußgängerzone“ hielten sich bislang weder Radler noch Autofahrer an das Fahr- und Parkverbot in der Dießener Mühlstraße. Für Radler wurde das Fahrverbot jetzt gekippt. Sie dürfen in angemessener Geschwindigkeit durchradeln.

Dießen – Die Schonzeit bei der temporären Wochenendfußgängerzone in Dießen ist vorbei. Ab kommenden Samstag und Sonntag gibt es für Falschparker 30-Euro-Knöllchen vom für die Parküberwachung zuständigen Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland. Autos und Motorräder, die man bei der Fahrt in der Mühlstraße und am Untermüllerplatz erwischt, bekommen ihren Strafzettel von der Polizei, laut Bußgeldkatalog ebenfalls 30 Euro.

Für Radfahrer hat der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung das Durchfahrtsverbot auf Wunsch einiger Bürger gekippt. Sie müssen ihren Drahtesel nicht mehr schieben, sondern dürfen in angemessener Geschwindigkeit fahren. Argumente für die Abschaffung des ursprünglich beschlossenen Verbots auch für Radler waren die in Radwanderkarten eingezeichneten Strecken durch die Mühlstraße und die Radfahrerlaubnis in den Seeanlagen. Man könne Radausflüglern nur schwer vermitteln, dass sie in den Parkanlagen am See fahren dürfen und dann ab dem Restaurant „essen‘s Art“ bis hoch zum Maibaum schieben müssen.

Bürgermeister Herbert Kirsch äußerte die Hoffnung, dass die Radler vernünftig und im Schritttempo fahren werden. Rücksichtnahme auf die Fußgänger müssen auch die „Radl-Rambos“ nehmen, die meist wegen der rasanten Bergabwärtsfahrt vom Marktplatz in die Mühlstraße preschen. Die Erfahrungen mit der Radfahrerlaubnis werde man bei der Bestandsaufnahme der Testfußgängerzone Ende September genau auswerten, so Bürgermeister Kirsch.

Dieter Roettig

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