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Abschied auf Raten

Dießens Kirchenpfleger Peter Keck blickt auf Amtszeit zurück

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Bei der Amtseinführung von Pfarrer Josef Kirchensteiner (links) überreichte Kirchenpfleger Peter Keck (rechts) den symbolischen Generalschlüssel für das Marienmünster.

Dießen – Wer denkt, das Ehrenamt eines Kirchenpflegers sei das eines „Frühstücksdirek­tors“, wird von Peter Keck gerne eines Besseren belehrt. Der 54-jährige beendete gerade offiziell seine sechsjährige Amtszeit für die Kirchenstiftung Mariä Himmelfahrt in Dießen und legt einen eindrucksvollen Tätigkeitsbericht vor.

Peter Keck, im Hauptberuf Facility-Manager in der Mädchen-­Realschule der Dominikanerinnen in Dießen, erinnert sich noch genau an den Beginn seiner Tätigkeit. Im Jahr 2012 fragte ihn der damalige Pfarrer Manfred Mayr, ob er die Generalsanierung der Friedhofskirche St. Johann planen und durchführen wolle. Der frisch gewählte Kirchenpfleger Keck sagte zu und schaffte in vier Jahren mit über einer Million Euro von der Diözese Augsburg, der Marktgemeinde Dießen und vielen Spenden die aufwändige Sanierung.

Gotteshäuser und Besitztümer der Kirche sind ständige Baustellen. Das musste auch Peter Keck feststellen, dem man immer mehr Aufgaben im und beim Marienmünster übertrug. So wie die Integrierung des Klosterladens in das 2013 frisch renovierte Chorherrnstüberl, die Renovierung des heutigen Pater-Rupert-Mayer-Raumes als Versammlungsort für die verschiedenen kirchlichen Gruppie­rungen oder die Restaurierung des Nepomuk-Altares im Vorraum des Münsters.

„Um den Pfarrsaal Traidtcasten beneiden uns viele“, sagt Peter Keck. Aber die Umsetzung sämtlicher geforderter Brandschutzmaßnahmen habe viel Zeit und Geld in Anspruch genommen. Die hohen Heizkosten habe man mit einem Plissee um fast 40 Prozent senken können. Anstriche im Treppenhaus und Foyer oder Auffrischung des Jugendhauses organisierte Bau- und Gebäude-Fachmann Keck so nebenbei.

Beim Marienmünster musste er 2013/2014 aus der Verkehrs­sicherungspflicht heraus eine Rückverankerung der umlaufenden Marmorwandverkleidung in Auftrag geben, ebenso in den Seitenkapellen auf der Nordseite und im Eingangsbereich und Vorraum. Umbau und Renovierung von Pfarrbüro und Pfarrwohnung blieb den Bürgern Dießens verborgen, weil das Pfarrgebäude hinter dem Traidtcasten liegt.

Der Dezember vor zwei Jahren bleibt Peter Keck in ewiger Erinnerung: Wegen einer Rissbildung im Chorbogen musste das Marienmünster drei Tage vor Heilig Abend umgehend gesperrt werden. Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen in 21 Metern Höhe wurde ein digitaler Bewegungsmelder installiert, der künftig bei Gefahren Alarm schlägt.

Die lange Einrüstung, Renovierung und Sanierung der Schaufassade des Marienmünsters wurde von den Dießenern genau verfolgt und fand im Sommer 2018 ihren Abschluss. So ganz nebenbei überwachte Peter Keck die Renovierung der Kreuzkapelle St. Georgen und die Modernisierung der Kirchen­stiftungseigenen Albert Teuto-Bücherei. Dazu kamen die komplette Dachsanierung und Brandschutzmaßnahmen des Kindergartens St. Gabriel in der Trägerschaft der Katholischen Kirchenverwaltung.

All das, so Peter Keck in seinem Rückblick, sei nur durch die intensive Zusammenarbeit mit Kirchenverwaltung und Pfarrbüro möglich gewesen. Keck wollte seine Amtszeit ursprünglich mit dem Ruhestandseintritt von Pfarrer Manfred Mayr beenden. Durch seine Erkrankung und dem damit verbunden vorzeitigen Abschied bekamen Keck und Dießen mit Josef Kirchensteiner einen neuen Pfarrer, dessen feierliche Einführung er organisierte.

Peter Keck blickt gerne auf seine Amtszeit als Kirchenpfleger zurück. Aber das Aufgabengebiet und die „Verantwortung für Wirtschaftliches, Finanzielles und Rechtliches“ sei inzwischen so umfangreich und zeitintensiv geworden, dass es ehrenamtlich kaum noch gestemmt werden kann. Das sah auch die Diözese Augsburg ein und wird noch in diesem Jahr einen hauptberuflichen Verwaltungsleiter in Dießen installieren. Damit werde der Kirchenpfleger entlastet, aber nicht ersetzt.

Trotz offiziellem Ende seiner Amtszeit macht Peter Keck weiter und vollendet mit einem Sonderstatus die bis 2020 „hoffentlich fertig gestellte“ Generalsanierung von St. Nikolaus in Dettenschwang. Und im Marien­münster sowie im Kindergarten St. Gabriel seien auch noch ein paar Projekte abzuschließen, so Peter Keck, der Unermüdliche. 

Dieter Roettig

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