Behinderteneinrichtung an der Münchener Straße

Regens Wagner baut in der Hofwiese

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Einen ganzen Gebäudekomplex will Regens Wagner in der „Hofwiese“ der Dominikanerinnen errichten. Die Erschließung soll sowohl von der Münchener Straße (unten) östlich des Klostergebäudes (links unten) als auch von der Ziegeleistraße (rechts) erfolgen.

Landsberg – Regens Wagner kommt mit einer weiteren Einrichtung nach Landsberg. Die Stiftung will einen Teil des Geländes der Dominikanerinnen an der Münchener Straße – die sogenannte Hofwiese – kaufen und darauf eine Förderstätte, eine Behindertenwerkstatt, Wohnheime sowie einen Mehrzweckbau errichten. Im Stadtrat stieß das Projekt am Mittwoch auf einhellige Zustimmung.

Regens Wagner geht es um eine Dezentralisierung und Ausweitung des Angebots für Menschen mit Behinderung. Im Einzelnen sollen eine Förderstätte mit 60 Plätzen und Büroräumen der Offenen Hilfen, eine Werkstatt für Behinderte mit rund 30 Plätzen, ein Wohnheim mit 24 Plätzen sowie Wohnungen für etwa 14 Personen entstehen.

Der Standort an der Münchener Straße ist aus Sicht von Verwaltung und Stadtrat für das Vorhaben ideal geeignet – nicht zuletzt, weil dadurch auch der Bestand des Klosters langfristig gesichert wird. Außerdem ist die Lage ins Stadtgebiet integriert und an den ÖPNV angeschlossen. Kurz gesagt: „Das ist ein schönes Projekt für Landsberg“, wie Bürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV) in Vertretung des erkrankten OB Mathias Neuner (CSU) zusammenfasste.

In der Debatte kamen diverse Anregungen zur Sprache, die im Zuge der Bauleitplanung geprüft werden sollen. Henrik Lüßmann (Bündnis 90/Die Grünen) forderte, die Neubauten verpflichtend an das Hackschnitzelheizwerk der Stadtwerke anzuschließen – ein Vorschlag, den Berthold Lesch als „sehr, sehr sinnvoll“ bezeichnete.

Lüßmann regte außerdem an, die Pkw-Erschließung des Geländes nicht über die Münchener Straße, sondern nur über die Ziegeleistraße vorzusehen. Sonst drohe „dieselbe Fehlentwicklung wie an der Augsburger Straße mit etlichen Ein- und Ausfahrten“, was nicht zuletzt für Radfahrer gefährlich sei. Auch solle im Zuge der Planungen ein Fahrradweg an der Münchener Straße angelegt werden.

Christoph Jell (UBV) sprach die Situation für Fußgänger an. Auf Höhe der Ziegeleistraße habe es bereits früher eine Fußgängerquerung mit Ampel gegeben, die man nun gut gebrauchen könne. Lesch möchte im Zuge der Baumaßnahmen eine Fuß- und Radwegeverbindung zwischen Münchener und Spitalfeldstraße verwirklicht sehen.

Dass von den Kosten der Bebauungsplanaufstellung ein Anteil von gut 9.000 Euro von der Stadt getragen wird, begründete Stadtbaumeisterin Birgit Weber mit dem hohen städtebaulichen Interesse, das Kloster und den dazugehörigen Garten weiterhin zu erhalten. Trotzdem soll dieser Punkt nach dem Willen des Stadtrats noch einmal mit den Dominikanerinnen verhandelt werden.

Die Aufstellung des Bebauungsplans mit dazugehöriger Änderung des Flächennutzungsplans wurde einstimmig beschlossen.

Ulrike Osman

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