Vergleich soll helfen

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Dass das Landratsamt in der von-Kühlmann-Straße aus allen Nähten platzt, ist nicht neu. Ein Standortvergleich für einen Neubau soll nun neue Erkenntnisse bringen.

Landsberg – Ohne Henne kein Ei, ohne Standort kein Landratsamts-Neubau – so das Fazit von Landrat Thomas Eichinger in der jüngsten Kreis­ausschusssitzung. Ganz anderer Meinung war hier Oberbürgermeister Mathias Neuner: Er wollte wissen, ob der Beschluss vom vergangenen März umgesetzt wurde und ein Architekt mit der Untersuchung verschiedener Standorte beauftragt wurde. Ein Standortvergleich des Planungsverbandes Äußerer Wirtschaftsraum München soll nun weitere Erkenntnisse bringen.

Die Situation der Mitarbeiter in der Kreisbehörde ist hinlänglich bekannt: Mittlerweile gibt es zwölf Außenstellen, rund ein Drittel aller im Landratsamt Beschäftigten sind dort untergebracht. Dann konnte der Landkreis ein Grundstück am „Penzinger Feld“ erwerben und ließ dazu erste Skizzen anfertigen. Baurecht besteht allerdings noch nicht. Oberbürgermeister Mathias Neuner hingegen hätte die Kreisbehörde gerne zentrumsnah untergebracht und dafür den Schlüsselanger ins Spiel gebracht.

In einem Standortvergleich sollen nun nochmals alle derzeit möglichen Standorte für eine Erweiterung verglichen werden. „Dazu wäre es auch erforderlich, dass die Stadt die aus ihrer Sicht geeigneten Grundstücke benennt“, um diese noch in den Vergleich miteinzubeziehen, heißt es in der Drucksache. Oberbürgermeister Mathias Neuner fragte dagegen: „Ist ein Architekt beauftragt worden?“ Er führte den Beschluss vom 15. März 2016 an, der die Beauftragung eines Architekten beinhaltete. „Für welche Fläche?“, entgegnete der Landrat und verneinte. „Wir brauchen erst eine Henne“, so Eichinger in Bezug auf eine geeignete Fläche, „sonst gibt es kein Ei.“

Auch diverse andere Vorschläge wurden erneut von den Kreisräten eingeworfen. Herbert Kirsch (FW) wollte die Nachbarschaft des bestehenden Gebäudes in der von-Kühlmann-Straße geprüft wissen. Renate Standfest (GAL) brachte die Konversionsflächen des Penzinger Fliegerhorsts ins Spiel. Laut Landrat Thomas Eichinger sei das aber verfrüht, da die Konversion erst nächstes Jahr beginnen soll. Auch der Vorschlag die Kfz-Zulassungsstelle auszulagern, die momentan noch am Hauptgebäude in der von-Kühlmann-Straße untergebracht ist, kam von mehreren Seiten. „Damit könnten wir den Druck aus dem Kessel nehmen“, so Dr. Albert Thurner (SPD). Er fragte auch nach dem Hochbauamt als Möglichkeit. Aber da es sich hierbei momentan um eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber handelt, mache Landrat Thomas Eichinger sich hier keine großen Hoffnungen.

Einstimmig beschloss der Kreis­ausschuss schließlich, den Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München mit einem Standortvergleich zu beauftragen. In diesen Vergleich sollen die Standorte „Penzinger Feld“, „von-Kühlmann-Straße“ und weitere von der Stadt vorgeschlagene Grundstücke einbezogen werden. Dieses Gutachten wird etwa 15.000 Euro kosten. Die Ergebnisse sollen in der Sitzung des Kreisausschusses am 9. Mai vorgestellt werden. 

Astrid Neumann

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