Neue Fördermöglichkeit

Doch ein Mobilfunkmast im Sachsenrieder Forst?

Ein Sendemast für Mobilfunk.
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Noch im Oktober hatte der Gemeinderat in Denklingen den Mobilfunkmasten im Sachsenrieder Forst abgelehnt. Eine neue Fördermöglichkeit seitens des Freistaats bringt das Thema jetzt nochmals aufs Tablett. (Symbolfoto)

Denklingen/Dienhausen – Fünf Monate nach dem Nein des Gemeinderates dazu, Fördergelder des Freistaats Bayern für eine Mobilfunkversorgung im Sachsenrieder Forst zu beanspruchen, tut sich bei dem Thema ein neuer Aspekt auf. Denn es ist ein Bundesprogramm aufgelegt worden, womit der Eigenausbau der Netzbetreiber finanziell unterstützt wird, falls damit weiße Flecken im Netz beseitigt werden.

Das Verfahren gemäß Landesprogramm war im Herbst 2020 für Denklingen eingestellt worden (der KREISBOTE berichtete). Nach einer Unterschriftenaktion gegen den Mobilfunkmast im Westen der Ortschaft Dienhausen hatten die Grundstückseigentümer einen Rückzieher gemacht bei der Zusage zu einem Pachtvertrag für einen Mobilfunkstandort.

Der für Denklingen tätige Betreuer aus einem Büro in Seefeld kam auf die Gemeinde zu und fragte dazu erneut an, wie Geschäftsleiter Johann Hartmann auf Nachfrage unserer Redaktion schildert. Die Zielrichtung des Vorstoßes: Ob man nicht probieren solle, einen Masten für Dienhausen aufgrund des neu aufgelegten Bundesprogrammes zu bekommen.

Daraufhin beschlossen die Räte in der vergangenen Sitzung im März bei nur einer Gegenstimme, dass die Gemeinde diesem Vorstoß folgen will. Die beiden in Dienhausen wohnenden Räte, Stefan Müller und Norbert Walter, waren wie die Denklinger und Epfacher dafür. Mit Nein votierte Herbert Kößl.

Andreas Weller von der zuständigen Beraterfirma wird nun einen Anbieter suchen. Neben dem Landesprogramm für Bayern gäbe es also auch eine Förderung des Bundes; diese Förderung läuft unter dem Namen „White spot-Programm“: ‚Weiße Flecken‘ im Mobilfunknetz sollen damit abgedeckt werden. Das Ingenieurbüro will nun auf diesem Weg probieren, einen Mast nach Dienhausen zu bringen.

Auf Staats-Grundstück

Innerhalb des Suchkreises wurde bereits ein geeigneter Standort gefunden, wie Denklingens Bürgermeister Andreas Braunegger in einer Visualisierung darstellte. Dieser Standort, der auch weiße Flecken im großen Sachsenrieder Forst abdecken soll, befindet sich auf einem Grundstück des Freistaates Bayern. Deshalb muss die dafür benötigte Fläche – anders als bei privaten Eigentümern – auch für so einen Zweck zur Verfügung gestellt werden. Das ist in einem Rahmenvertrag festgehalten.

Der Standort befindet sich einige hundert Meter westlich von Dienhausen, und zwar in der Verlängerung des Neuwäldleweges. Ein Vorteil: Der Standort wäre bereits durch einen öffentlichen Weg erschlossen.

Das Beraterbüro aus Seefeld, das bereits seit zehn Jahren auf dem Gebiet Breitbandberatung und Planung für Städte und Gemeinden tätig ist, wolle sich die Arbeit zur Realisierung des Standortes allerdings nur machen, wenn der Gemeinderat das Vorhaben grundsätzlich befürwortet.

Diese Voraussetzung ist nun gegeben. Im Beschluss heißt es sogar bekräftigend, der Gemeinderat werde diese Vorgehensweise „uneingeschränkt“ unterstützen.
Johannes Jais

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