Hand bleibt ausgestreckt

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Landsberg – „Die Piratenflagge weht“; Jürgen Farenholtz meldete schon am Montag Vollzug. Pünktlich zum Start des 2. Snowdance-Filmfestivals war die Piratabus-Bar am Flößerplatz auf- gebaut worden, „auch ansonsten haben wir bis jetzt alles erreicht, was wir uns vorgenommen hatten“ so der „Managing Director“ des Festivals; Zustand: „Happy.“

Los geht es für das Publikum von Dienstag bis Donnerstag mit den Kurzfilm-Vorstellungen und dem DJ-Wettbewerb in der Licca Lounge, ab sofort ist am Flößerplatz auch den ganzen Tag über Anlauf- und Treffpunkt für Filmfans und Filmschaffende – und von denen werden jede Menge erwartet. Farenholtz: „18 von 20 Regisseuren unserer Filme kommen aus aller Welt nach Landsberg, teilweise mit ihrer Crew.“

Regisseure, Schauspieler und Sponsoren sind auch zur offiziellen Eröffnung des Festivals am Freitag Abend geladen; da im Stadttheater nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung steht, ist das die einzige Veranstaltung, bei der die Zuschauer draußen bleiben müssen. Der Eröffnungsfilm „Der letzte Tanz“ allerdings aber zeitgleich (19 Uhr) öffentlich im Olympia-Filmtheater.

Am Wochenende gibt es dann Drehbuch- und Regie-Workshops, ab Vormittag natürlich die geballte Filmladung für alle Fans – und jede Menge Veranstaltungen dazu: Am Samstag die Technik-Show in der VR-Bank (10 - 19 Uhr), Podiumsdiskussion im Rathaus (17 Uhr) und die „Electro Night“ im Inselbad (ab 21.30 Uhr).

Für den Sonntag legt Festivaldirektor Farenholtz den Besuchern das Stadttheater besonders ans Herz: „Ab 10 Uhr der Film-Brunch, dann die Sky-Webserien und ab 14 Uhr präsentiert Sky die Miniserie Olive Kitteridge – das wird sicher ein Highlight und wir hoffen, dass es da auch richtig voll wird.“

Kein Antrag gestellt

Gut besucht sein dürfte während des Wochenendes auch die Innenstadt. Der Einzelhandel weiß allerdings offenbar nicht so recht, wie er mit dem Festival umgehen soll; aus der geplanten „Langen Einkaufsnacht“ wurde jedenfalls nichts. „Mein letzter Stand nach dem Runden Tisch der Innenstadt mit dem Oberbürgermeister war, dass es das geben sollte, aber der Antrag wurde nicht gestellt“, sagt Ernst Müller. Der Chef des Amts für Öffentliche Ordnung und Sicherheit bestätigt aber, dass unter anderem die Geschäfte in der Alten Bergstraße am Samstag bis 20 Uhr öffnen werden. „Die Straße wird dazu für Lkw gesperrt, damit die Ladeninhaber ihre Dekoration anbringen können.“

Obwohl sich die „Aufmacher“ in einer internen Besprechung gegen eine Einkaufsnacht ausgesprochen haben, werden auch am Hauptplatz mehrere Geschäfte bis in die Abendstunden ihre Türen für die Festivalbesucher geöffnet halten.

Jürgen Farenholtz freut sich über „jeden, der etwas dazu beiträgt, dass das Festival wieder ein Erfolg wird.“ Dass Teile des Einzelhandels ihre Begeisterung für Snowdance immer noch nicht entdeckt haben, sieht er pragmatisch. „Die Hand bleibt ausgestreckt, wer sie ergreifen will, soll es tun.“

Kurios wirkt dagegen, dass ausgerechnet am Samstag das Neue Stadtmuseum ebenfalls zur Filmbühne wird. Das Publikum des Herkomer-Porträts sei aber „ein ganz anderes“, antwortete Museumschefin Sonia Fischer auf eine Anfrage des landsbergblog. Man habe deshalb entschieden, am Termin festzuhalten.

Christoph Kruse

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